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Allem Anschein nach plaudert Apple bereits mit diversen KI-Anbietern, um deren Dienste in die kürzlich vorgestellte neue Siri zu integrieren

Kann Apple damit die EU zufriedenstellen?

NTG24 - Allem Anschein nach plaudert Apple bereits mit diversen KI-Anbietern, um deren Dienste in die kürzlich vorgestellte neue Siri zu integrieren

 

Als Apple kürzlich auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC die neue Siri vorstellte, konzentrierte das Unternehmen hinsichtlich einer Zusammenarbeit mit anderen KI-Anbietern lediglich auf Gemini von Google. Andere Anbieter fanden keine Berücksichtigung, obschon schon heute die Möglichkeit besteht, Anfragen an Apple Intelligence auf Wunsch an ChatGPT weiterzuleiten. Nun gibt es Anzeichen dafür, dass sich hinter den Kulissen bereits einiges tut.

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Laut einem Bericht von „Bloomberg“ soll Apple (US0378331005) die Integration anderer KI-Anbeiter wohl bereits vorbereiten. In einem anstehenden Update soll es demnach auch OpenAI, Anthropic und selbstredend Google ermöglicht werden, Zugriff auf die frischen KI-funktionen bei iPhone, iPad und Mac zu erhalten. Zu diesem Zweck sollen auch bereits Gespräche geführt werden, über deren Inhalt allerdings wenig bekannt ist.

 

 

 

In Erfahrung gebracht haben will dies der für gewöhnlich gut informierte Branchenkenner Mark Gurman. Jener konnte eine interne Version der neuen Siri bereits einsehen und einen Blick auf neue Datenschutzrichtlinien werfen. Jenen scheint eine grundsätzliche Öffnung für Drittanbietern entnehmen zu sein, welche aber mit bisher noch unbekannten Auflagen verbunden sein dürfte. Es könnte sich aber um mehr als nur eine Erweiterung für die Sprachassistentin Siri handeln.

 

Kann Apple die EU befrieden?

 

Bereits umgesetzt sein soll eine Seite im App Store, bei der Nutzer frei aus KI-Anbietern wählen können, die bei Apple Intelligence integriert werden. Apple scheint diese Funktion lediglich noch freischalten zu müssen. Eine solche Plattform könnte auch die Grundlage dafür liefern, die neue Siri und erweitere Apple Intelligence-Funktionen doch noch zeitnah in die EU zu bringen. Bei der jüngsten Ankündigung hieß es von Apple noch, dass ein Erscheinen zu Release im Herbst nicht in hiesigen Gefilden stattfinden soll.

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 klein Den schwarzen Peter schob der Tech-Konzern dabei der EU-Kommission zu, welche nicht zur Kooperation bereit sei. In Brüssel sieht man die Angelegenheit freilich anders und unterstellt Apple, sich Ausnahmen erschleichen zu wollen. Gestritten wird vor allem um den Digital Markets Act (DMA), welcher bei besonders großen und einflussreichen Anbietern eine Monopolstellung verhindern soll. Betroffen sind davon iPhone und iPad, nicht jedoch Macs. Auf letzteren soll die neue Siri daher auch in der EU schon von Beginn an laufen.

Ob die EU sich mit den mutmaßlichen Öffnungen für Drittanbietern zufriedenstellen lässt, ist noch offen. Ebenso gibt es von Apple noch immer keinen genauen Termin dafür, wann die neue Siri in der EU ankommen könnte. Spätestens jetzt darf aber fest davon ausgegangen werden, dass im Hintergrund unter Hochdruck an einer Lösung gearbeitet wird. Denn verzichten möchte man in Cupertino auf Nutzer aus dem riesigen europäischen Markt freilich nicht.

 

Apple macht Fortschritte

 

Abseits von politischen Überlegungen konnte Apple mit seinen jüngsten Vorstellungen durchaus wieder für Zuversicht sorgen. Die Speerspitze im KI-Rennen stellt der iPhone-Hersteller zwar noch immer nicht dar. Das ist aber vielleicht auch gar nicht notwendig, um vom KI-Boom profitieren zu können. Schließlich ist Apple besonders bekannt dafür, bestehende Technologien zu perfektionieren und damit den Nutzern einen echten Mehrwert zu bieten. Das geht zurück bis hin zu grafischen Benutzeroberfläche, welche auch nicht in Cupertino erfunden wurde.

An der Börse reichte es aus, um der Apple-Aktie wieder etwas Rückenwind zu verleihen. Zum Ende der vergangenen Wochen wurden zwar hier und dort Gewinne mitgenommen. Dennoch ging es mit 291,13 US-Dollar und damit auf einem recht hohen Niveau ins Wochenende. Im Jahresvergleich notiert der Titel rund 46 Prozent höher. Abschütteln kann Apple zumindest den Eindruck, die KI-Revolution vollständig verschlafen zu haben. Bleibt nur noch zu hoffen, dass die neue Siri hält, was sie verspricht und dieses Mal auch tatsächlich in vollem Umfang erscheinen wird, ob in der EU oder anderswo.

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15.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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