Nvidia bestätigt Roadmap, AMD enttäuscht auf der CES und Ölmarkt ist unbeeindruckt - BÖRSE TO GO
Nvidia bestätigt seine Roadmap für 2026 - neue AI-Software für autonomes Fahren vorgestellt
Nvidia bestätigte auf der CES die ambitionierte Roadmap für 2026. Die neue AI-Software für autonomes Fahren sorgt zudem für Aufmerksamkeit. AMD hingegen enttäuschte. Der Chipkonzern präsentierte wenig Neues. Der Ölmarkt ist unbeeindruckt vom Regierungswechsel in Venezuela. Die neue Präsidentin Delcy Rodríguez gehört zum inneren Kreis der sozialistischen Terror-Diktatur, womit der Status quo zementiert wird.
Die positiven Vorgaben der Wall Street färben heute früh auch auf den asiatischen Handel ab. Alle Benchmarks in der Region können steigen, wobei der Nikkei 225 Index um 1,31 % auf 52.514,00 Punkte kletterte und der KOSPI bei 4.525,48 Punkten (+1,52 %) schloss. Der Hang Seng Index wird zwischenzeitlich bei mehr als 1,60 % im Plus gehandelt. Auch der Terminmarkt ist vor Eröffnung der europäischen Vorbörse freundlich gestimmt. Der DAX-Future (März) wird 0,26 % höher bei 25.065,30 Punkten gehandelt.
Schon am Montag haben wir einen kräftigen Wochenauftakt erlebt. Die Kurse flogen in Frankfurt regelrecht nach oben. Maßgeblich entscheidend war die Eröffnung der Wall Street, die den deutschen Handel in seinem Optimismus bestätigte und zu einer späten Rallye am Tag führte. Am meisten profitierte der TecDAX, der um 2,14 % auf 3.701,99 Punkte sprang. Getrieben unter anderem von 1&1 (DE0005545503), deren Aktien um 4,82 % auf 26,10 Euro stiegen, nachdem die UBS (CH0244767585) das Kursziel auf 27,90 Euro angehoben hatte. Der MDAX folgte mit deutlichem Abstand und stieg um 1,53 % auf 31.454,32 Punkte, genauso wie der DAX, der 1,34 % höher bei 24.868,69 Punkten schloss. Der SDAX bildete mit einem Tagesgewinn von 1,13 % auf 17.551,47 Punkte das Schlusslicht. Zurückgehalten wurde man unter anderem von HelloFresh (DE000A161408), die um -6,72 % auf 5,52 Euro abrutschten.
Die Börse New York entwickelte sich freundlich und wurde insbesondere von den Blue Chips dominiert. Der Dow Jones Industrial Average Index erreichte ein neues Allzeithoch mit einem Kursanstieg um 1,23 % auf 48.977,18 Punkte. Wenig überraschend war Chevron (US1667641005) der größte Tagesgewinner mit einem Plus von 5,10 % auf 163,85 US-Dollar, da man der einzige noch aktive amerikanische Ölkonzern in Venezuela ist. Der Nasdaq 100 Index konnte sich um 0,77 % auf 25.401,32 Punkte verbessern und der S&P 500 Index stieg um 0,64 % auf 6.902,05 Punkte.
Nvidia bestätigt Roadmap
Jensen Huang bestätigte auf der CES, dass Nvidia (US67066G1040) im Zeitplan liegt. Das Unternehmen hat sich einer prall gefüllten Roadmap verpflichtet, die für 2026 den Launch des Rubin Prozessors vorsieht. Der Prozessor soll beim Training von AI 3,5 Mal besser als das noch amtierende Top-Modell Blackwell sein. Beim Ausführen von AI-Software soll Rubin sogar 5 Mal besser sein als sein Vorgänger. Entsprechend hoch ist das Interesse der Kundschaft, und Huang bestätigte, dass sich Rubin bereits in der Produktion befindet. Die ersten Kunden, wozu unter anderem Microsoft (US5949181045) zählt, sollen in Kürze beliefert werden. Das Highlight der Präsentation von Huang war jedoch Alpamayo. Die Open Source Software soll das autonome Fahren einen großen Schritt voranbringen, mit einer Reasoning AI im Auto.
AMD enttäuschte auf der CES
Wenig spektakulär war die Präsentation von CEO Lisa Su. AMD (US0079031078) stellte im Kern nur einen neuen, wichtigen Chip vor. Der MI440X soll Unternehmen bei ihren AI-Aktivitäten in lokalen Rechenzentren vor Ort unterstützen. Quasi eine Rückkehr zu den alten Strukturen. Ansonsten verwies man noch einmal auf die kritische Unterstützung durch OpenAI, die im Oktober einen Deal mit AMD geschlossen hatte, der die Lieferung von AI-Chips und die Beteiligung an AMD enthält. OpenAI Mitgründer Greg Brockman unterstützte Su dabei während der Präsentation mit einem Ausblick auf die MI500 Prozessorgeneration, die AMD 2027 vorstellen will. Unter dem Strich präsentierte AMD nur den Status Quo und richtete den Blick auf das kommende Jahr, da in 2026 keine großen Sprünge zu erwarten sind.
Öl-Markt ist unbeeindruckt
Die Presse hatte darauf spekuliert, dass die Festnahme von Nicolás Maduro erhebliche Auswirkungen auf den Ölmarkt haben wird, doch der Ölpreis zeigt sich völlig unbeeindruckt. Was unter anderem daran liegt, dass der Ausstoß von Venezuela zuletzt sehr gering war im Vergleich zum Potenzial des Landes und die Marktteilnehmer genügend alternative Quellen für schweres und saures Rohöl haben. Auch wird die Erweiterung der Produktionskapazitäten nicht von heute auf morgen vonstattengehen. Fraglich ist auch, ob Maduros Festnahme zu einer Änderung der Politik in Venezuela führen wird. Die neu eingeschworene Präsidentin Delcy Rodríguez gehört dem inneren Kreis der sozialistischen Terror-Diktatur an und arbeitete jahrelang mit dem bisherigen Diktator Maduro zusammen. Pressevertreter in Venezuela berichten zudem, dass bereits am Montag wieder staatliche Repressionen begannen, um die Meinungsfreiheit im Land zu unterdrücken. Im Hinblick auf den Ölmarkt bleibt damit die Frage offen, ob sich am Ende überhaupt etwas am Status Quo ändern wird.
Tagestermine
In Deutschland erwarten wir heute die vorläufigen Inflationszahlen für den Monat Dezember. Am Vormittag um 10:00 Uhr berichten die ersten Bundesländer ihre Zahlen und um 14:00 Uhr bekommen wir dann die vorläufige Inflationsrate für das ganze Land. Im Vergleich zum November soll sich ein Anstieg der Preise um 0,3 % ergeben haben. Im Jahresvergleich soll die Inflationsrate bei einem Anstieg um 2,0 % gelegen haben, nach 2,3 % im November.
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06.01.2026 - Mikey Fritz

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