Der Netzausbau drückt auf den Gewinn von 1&1 und ausbleibendes Nutzerwachstum sorgt ebenfalls für eher ernüchternde Zahlen
Die 1&1-Aktie kann dennoch profitieren
Nachdem 1&1 im vergangenen Jahr unter einem mehrtätigen Netzausfall zu leiden hatte, folgte darauf eine Kündigungswelle im Mobilfunkbereich. Gerade deshalb schauten die Anteilseigner genau auf die jüngst vorstellten Ergebnisse, welche unter dem Strich eher ernüchternd ausfielen.
Im Geschäftsbericht 2025 konnte 1&1 (DE0005545503) nur über 40.000 Neuverträge berichten, was die Gesamtanzahl auf 12,48 Millionen steigerte. Der Exodus der Nutzer scheint also immerhin aufgehalten zu sein. Es ließen sich aber im letzten Quartal aber offenbar auch nicht allzu viele neue Kunden erreichen, denn das kommunizierte Wachstum meldete das Unternehmen bereits per Ende September.
Derweil sorgten die Kosten für den Netzausbau weiterhin für Belastungen und auch die Partnerschaft mit Vodafone ist für 1&1 kein Schnäppchen. Das Unternehmen setzt überall dort, wo es noch keine eigene Infrastruktur vorweisen kann, auf National Roaming im Netz des britischen Mitbewerbers. Letzterer lässt sich das natürlich entlohnen, was auf die Gewinne drückt. Die Erwartungen der Analysten konnte 1&1 letztlich nicht ganz erfüllen.
Gedämpftes Wachstum bei 1&1
1&1 senkte seine Prognose im letzten Jahr bereits und stellte für 2025 nur noch einen operativen Gewinn in Höhe von 545 Millionen Euro in Aussicht. Mit nun erreichten 537,5 Millionen Euro konnte die geringere Prognose aber nicht einmal ganz erreicht werden. Das belastet auch die Ergebnisse der Konzernmutter United Internet spürbar, welche allerdings noch von stärkeren Ergebnissen anderer Töchter wie Ionos profitierte.
Trotz der eher mauen Ergebnisse konnte die 1&1-Aktie im Handel am Donnerstag um 2,7 Prozent bis auf 23,25 Euro zulegen und sich damit gegen das schwer negative Marktsentiment stellen. Freundlich stimmt, dass das Unternehmen weiterhin Wachstum anpeilt und wesentliche Faktoren bei den niedrigeren Ergebnissen des Vorjahres sich auf aktive Investitionen zurückführen lassen. Das nährt zumindest die Hoffnung, dass sich die hohen Ausgaben eines Tages auszahlen mögen.
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21.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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