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Novartis verspürt Gegenwind, BP verdient sich eine goldene Nase und Südzucker besser als befürchtet - BÖRSE TO GO

Gegenwind im US-Generikageschäft für Novartis - Anleger enttäuscht

NTG24 - Novartis verspürt Gegenwind, BP verdient sich eine goldene Nase und Südzucker besser als befürchtet - BÖRSE TO GO

 

Novartis verspürt Gegenwind im amerikanischen Generikageschäft. Der Umsatz stagnierte zuletzt und das Ergebnis fiel im zweistelligen Prozentbereich. BP verdient sich am Krieg eine goldene Nase. Die neue Chefin senkte jedoch auch die Prognose für das Gesamtjahr. Südzucker hat das vergangene Geschäftsjahr besser als befürchtet abgeschlossen. Die Prognose für das laufende Jahr hob man jedoch nicht an, sondern beließ sie unverändert. 

Der Handel in Asien führte am Dienstag überwiegend zu Verlusten. Der KOSPI war die einzige positive Ausnahme mit einem Anstieg um 0,39 % auf 6.641,02 Punkte. Der Nikkei 225 Index gab hingegen um -1,05 % auf 59.900,00 Punkte ab und der Hang Seng Index wird vor Handelsschluss zeitweise mehr als -1,15 % tiefer gesehen. Der Terminmarkt ist vor Börseneröffnung in Europa ebenfalls leicht negativ gestimmt. Der DAX-Future (Juni) wird bei 24.213,50 Punkten (-0,03 %) gehandelt.

Der Handel in Frankfurt begann die Woche am Montag schon überwiegenden mit Abgaben. Der TecDAX war der größte Verlierer mit einem Tagesverlust von -0,34 % auf 3.651,75 Punkte. Im Technologieindex verloren vor allem die Aktien von 1&1 (DE0005545503), die -3,00 % tiefer bei 22,60 Euro schlossen. 1&1 zog dann parallel auch den SDAX (-0,32 %) herunter. Der MDAX stach hingegen mit einem Tagesgewinn von 0,37 % auf 30.362,01 Punkte heraus, wobei sich vor allem die Verlierer der letzten Wochen erholten. 

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Der Handel in New York pendelte mehr oder weniger um die hohen Schlusskurse vom Freitag herum. Der S&P 500 Index war mit einem Anstieg um 0,12 % auf 7.173,91 Punkte bereits der Tagesgewinner und der S&P 500 Index mit einem Verlust von -0,13 % auf 49.167,79 Punkte der größte Tagesverlierer. Die Anleger fokussieren sich vor allem auf die anstehenden Quartalsberichte am Mittwoch sowie die Fed-Entscheidung. 

 

Novartis verspürt Gegenwind im Generikageschäft 

 

Die Anleger hatten bei Novartis (CH0012005267) auf mehr gehofft. Der Umsatz stagnierte im 1. Quartal bei 13,1 Mrd. US-Dollar (-1 %), während die Börse mit einem leichten Anstieg gerechnet hatte. Der Umsatzrückgang führte direkt zu einem Rückgang des operativen Ergebnisses um -9 % auf 4,24 Mrd. US-Dollar. Nach Steuern und Zinsen weist man den Aktionären sogar einen Gewinnrückgang um -13 % auf nur noch 3,16 Mrd. US-Dollar aus. Dank der laufenden Aktienrückkäufe des Pharmakonzerns sank der Gewinn je Aktie nur um -10 % auf 1,65 US-Dollar. Das Problem an den Zahlen ist, dass sie von positiven Sondereffekten hochgehalten wurden. Bereinigt man das Zahlenwerk, dann sank das operative Ergebnis nicht nur um -9 %, sondern um -12 %. Der „bereinigte“ Gewinn je Aktie lag mit 1,99 US-Dollar zudem weit unter der Konsensschätzung von 2,10 US-Dollar. Novartis erhält vor allem Druck von Seiten seines Generikageschäfts in den USA. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bestätigte die Geschäftsführung jedoch. Man erwartet einen Anstieg des Nettoumsatzes und einen Rückgang des operativen Kernergebnisses. Bei beiden Kennzahlen rechnet man mit Bewegungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich. 

 

 

BP verdient sich am Krieg eine goldene Nase

 

Dass BP (GB0007980591) zu den Kriegsgewinnern gehört, dürfte niemanden überraschen. Die Aktien stiegen deutlich, seitdem die USA den Iran erstmals angegriffen hatten. Eine korrekte Bewertung der Börse, wie sich heute früh bestätigte. Der Gewinn im 1. Quartal stieg von 0,69 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal auf nun 3,84 Mrd. US-Dollar. Ein Anstieg um 459 % im Jahresvergleich. Selbst das bereinigte Ergebnis kletterte um 132 % auf 3,2 Mrd. US-Dollar. Die Verschuldung stieg allerdings deutlich im Vergleich zum Jahresende 2025 von 22,18 Mrd. US-Dollar auf 25,31 Mrd. US-Dollar, was im Wesentlichen mit den Erhöhungen der Preise für Öl und Gas zusammenhängt. Im Hinblick auf den Rest des Jahres enttäuschte die neue Vorstandsvorsitzende Meg O’Neill jedoch. Sie signalisierte, dass BP voraussichtlich weniger Öl als im 1. Quartal fördern wird. 

 

Südzucker besser als befürchtet

 

Für das Geschäftsjahr 2025 / 26 legte Südzucker (DE0007297004) einen vorläufigen Umsatzrückgang von -13 % auf nur noch 8,4 Mrd. Euro vor. Der Konzern leidet vor allem unter den niedrigen Zuckerpreisen aufgrund von hohen Importen in die Europäische Union. Südzucker selbst hatte zuletzt eine Umsatzspanne von 8,3 bis 8,7 Mrd. Euro prognostiziert. Beim Ergebnis schnitt der Agrarkonzern etwas besser als von der Börse befürchtet ab. Man erreichte ein EBITDA von 535 Mio. Euro und ein EBIT von 163 Mio. Euro. Südzucker wurde auch von einer außerordentlichen Abschreibung in Höhe von 470 Mio. Euro zusätzlich belastet. Den vollständigen Jahresbericht wird Südzucker am 21. Mai veröffentlichen. Die bereits bekannte Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2026 / 27 bestätigte der Vorstand lediglich. Im Kern erwartet man einen Umsatz, der „leicht“ unterhalb des Vorjahres liegen wird. Die Prognose für das EBITDA hat eine weite Spanne von 480 bis 680 Mio. Euro. 

 

Tagestermine

 

Die Bank of Japan beließ den Yen-Leitzins wie erwartet unverändert bei 0,75 %. Allerdings fiel das Votum keineswegs einstimmig aus. Nur sechs der neun Notenbanker stimmten für eine Zinspause. 

 

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28.04.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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