Gewinnwarnung von Rheinmetall, Chefwechsel bei BP und Douglas vorsichtig optimistisch - BÖRSE TO GO
Rheinmetall spricht eine Gewinnwarnung aus - Wertminderung im zivilen Geschäft
Gewinnwarnung von Rheinmetall. Die zivilen Aktivitäten werden ausgegliedert und verkauft, was eine Wertminderung um 350 Mio. Euro auslöst. Chefwechsel bei BP. Überraschend muss CEO Auchincloss zurücktreten und wird ab April durch Meg O’Neill von Woodside Energy ersetzt. Douglas ist vorsichtig optimistisch. Nach einem schwierigen Jahr 2024/25 erwartet man leichtes Wachstum im neuen Jahr.
Im asiatischen Handel dominieren die Verluste am Donnerstag. In China gibt es einige Lichtblicke, aber der Nikkei 225 Index schloss -0,88 % tiefer bei 49.079,00 Punkten und der KOSPI rutschte um -1,53 % auf 3.994,51 Punkte.
Frankfurt sah schon am Mittwoch wieder rot. Alle deutschen Benchmarks gaben ab, wobei es den MDAX mit einem Tagesverlust von -0,60 % auf 29.866,36 Punkte am stärksten erwischte. Die Aktien des Gebrauchtwagenhändlers Auto1 (DE000A2LQ884) waren die größten Verlierer mit einem Abschlag von -6,0 % auf 25,06 Euro. Der SDAX ging um -0,54 % auf 16.629,97 Punkte zurück und DAX verlor -0,48 % auf 23.960,59 Punkte. Relative Stärke zeigte der TecDAX, der nur um -0,19 % auf 3.527,72 Punkte sank. Hier unterstützte unter anderem 1&1 (DE0005545503), deren Kurs um 1,52 % auf 23,40 Euro kletterte.
New York zeigte eine deutliche Schwäche. Vor allem die Tech-Titel gerieten unter Druck. Der Nasdaq 100 Index rutschte dabei um -1,93 % auf 24.647,61 Punkte ab und wurde von den Aktien aus dem AI-Ökosystem nach unten gezogen. Allen voran gab Constellation Energy (US21037T1097) um -6,74 % auf 340,97 US-Dollar ab. Der S&P 500 Index verlor -1,16 % auf 6.721,43 Punkte und der Dow Jones Industrial Average Index konnte seinen Tagesverlust auf -0,47 % begrenzen und verließ den Handel bei 47.885,97 Punkten.
Gewinnwarnung von Rheinmetall
Um den Aufgaben in den kommenden Jahren gerecht zu werden, beginnt sich Rheinmetall (DE0007030009) ausschließlich auf die Geschäftsfelder der Verteidigung zu konzentrieren. Von den zivilen Aktivitäten will man sich trennen und kündigte dazu die Ausgliederung der Geschäftsfelder an, mit dem Zweck des späteren Verkaufs. Entsprechend wird man die zivilen Aktivitäten in Zukunft als nicht fortzuführende Geschäftsbereiche einstufen und nimmt in Zusammenhang mit dieser Reklassifizierung eine -350 Mio. Euro große Wertminderung vor. Oder anders gesagt: Rheinmetall erwartet weniger für die Aktivitäten zu bekommen, als bisher in der Bilanz steht. Die Wertminderung ist nicht liquiditätswirksam, belastet aber sehr wohl den Gewinn im 4. Quartal und auch das Eigenkapital. Der Vorstand passte daher auch die Prognose für das neue Kerngeschäft an und gibt für 2025 ein erwartetes Umsatzwachstum von 30 % bis 35 % und eine operative Ergebnismarge von 18,5 % bis 19,0 % an.
BP tauscht überraschend Spitze aus
Nicht einmal zwei Jahre konnte sich Murray Auchincloss an der Spitze von BP (GB0007980591) halten. Der CEO tritt mit sofortiger Wirkung zurück und wird dem Öl-Major bis Ende 2026 in beratender Tätigkeit zur Verfügung stehen. Der britische Öl- und Gaskonzern sieht damit nun seinen dritten Wechsel in der Chefetage seit 2020. Bernard Looney hatte BP in „grüne“ Energiegeschäftsfelder geführt, was die Werthaltigkeit des Unternehmens stark beschädigt. Auchincloss war es, der BP wieder auf den alten, erfolgreichen Pfad zurückgeführt hat, doch es ging nicht schnell genug. Insbesondere der aktivistische Investor Elliott Management drängte auf einen schnellen Umbau des Konzerns. Das soll ab dem 01. April 2026 Meg O’Neill übernehmen, die bisher Vorsitzende von Woodside Energy, dem größten australischen Öl- und Gas-Konzern, ist. Interimsweise wird Carol Howle BP bis dahin führen. Howle leitet das Handelsgeschäft bei BP.
Douglas ist vorsichtig optimisch
Das abgelaufene Geschäftsjahr 2024/25 war alles andere als einfach für Douglas (DE000BEAU1Y4). Die Parfüm- und Kosmetikkette litt unter dem zurückhaltenden Konsum der Kunden, konnte aber am Ende des Jahres noch etwas herausholen. Unter dem Strich ein Umsatzwachstum von 2,8 % auf 4,575 Mrd. Euro und eine Steigerung des EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) um 3,6 % auf 756,5 Mio. Euro. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen sank jedoch um -3,9 % auf 368,6 Mio. Euro. Der Gewinnsprung nach Steuern um 108,7 % auf 175,4 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der deutlich reduzierten Verschuldung. Für das neue Jahr prognostiziert man einen Umsatz von bis zu 4,8 Mrd. Euro eine EBITDA-Marge von 16,5 % (2024/25: 16,8 %).
Tagestermine
Am Donnerstag stehen die amerikanischen Inflationsdaten im Vordergrund. Um 14:30 Uhr bekommen wir die Preisteuerung für den Monat November. Im Jahresvergleich wird mit einem Anstieg der Inflationsrate von 3,0 % auf 3,1 % gerechnet. Im Vergleich zum Oktober wird ein Anstieg um 0,3 % prognostiziert.
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18.12.2025 - Mikey Fritz

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