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Hannover Rück verliert an Höhe, KNDS warnt Berlin und Kurseinbruch bei Nintendo - BÖRSE TO GO

Umsatzrückgang im 1. Quartal - Hannover Rück verliert an Höhe

NTG24 - Hannover Rück verliert an Höhe, KNDS warnt Berlin und Kurseinbruch bei Nintendo - BÖRSE TO GO

 

Hannover Rück verliert an Höhe. Der Umsatz schrumpfte im 1. Quartal und der Vorstand schiebt den schwarzen Peter dem Devisenmarkt zu, statt den gestiegenen Prämien. KNDS gibt Berlin einen Schuss vor den Bug. Das IPO kommt mit und ohne eine Beteiligung der Bundesregierung. Kurseinbruch bei Nintendo. Die Japaner ziehen die Preise hoch, um die Kostenexplosion bei Speicherchips zu kompensieren.

Der Handel in Asien reagiert am Montagmorgen gemischt auf die Ankündigung Washingtons, dass das jüngste Friedensangebot des Irans inakzeptabel sei. Der Nikkei 225 Index taucht während der Sitzung zwischenzeitlich mehr als -0,35 % ab, der Hang Seng Index pendelt um den Schlusskurs vom Freitag und der KOSPI ignoriert die Meldung und fokussiert sich weiterhin auf die Halbleiterrallye mit Kurssteigerungen von zwischenzeitlich mehr als 4,6 %. Der Terminmarkt ist vor Eröffnung der europäischen Vorbörse leicht negativ gestimmt, mit einem Abschlag beim DAX-Future (Juni) von -0,10 % auf 24.333 Punkte. 

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Das erinnert an die Konstellation der letzten Woche. Die Euphorie im Tech-Sektor schwappte auch auf den Handel in Frankfurt über. Alle deutschen Benchmarks konnten eine positive Wochenperformance erreichen, wenn auch der DAX nur marginal um 0,19 % auf 24.338,63 Punkte stieg. Das Highlight war jedoch der SDAX mit einer Wochenperformance von 4,01 % auf 18.628,53 Punkte, womit der Small Cap Index alle anderen ausstach. Am beeindruckendsten waren dabei die Siltronic (DE000WAF3001) Aktien, die um 32,91 % auf 99,55 Euro explodierten.  

Der Handel in New York verlief in der letzten Woche analog. Während der Dow Jones Industrial Average Index auf der Stelle trat und bei 49.609,16 Punkten (+0,22 %) schloss, konnte der Nasdaq 100 Index um 5,50 % auf 29.234,99 Punkte springen. Auch dort waren es die Halbleiteraktien, die outperformten. Ganz vorne dabei: Sandisk (US80004C2008) mit einem Wochengewinn von 47,53 % auf 1.562,34 US-Dollar. 

 

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Hannover Rück verliert an Höhe

 

Der Gewinn sprang bei der Hannover Rück (DE0008402215) im 1. Quartal in die Höhe, aber beim Umsatz legte man den Rückwärtsgang ein. Der Rückversicherungsumsatz (brutto) schrumpfte im Jahresvergleich um -6,4 % von 6,97 Mrd. Euro auf 6,52 Mrd. Euro. Der Vorstand schiebt den Schwarzen Peter dem Devisenmarkt zu und rechnete aus, dass der Umsatz bei konstanten Wechselkursen stagniert hätte. Da man sich nicht dagegen abgesichert hat, bleibt es beim Umsatzrückgang. Eventuell hat das schwache Geschäft aber auch mit den deutlich gestiegenen Prämien zu tun, die zuletzt im April um 19 % kletterten und maßgeblich dafür verantwortlich sind, dass die Rückversicherung im 1. Quartal den Gewinn nach Steuern um 48 % von 480 Mio. Euro auf 711 Mio. Euro steigern konnte. Für die Börse ist der Bericht keine echte Überraschung. Der Aktienkurs hatte zuletzt bereits deutlich korrigiert.

 

 

KNDS gibt Berlin Warnschuss vor den Bug

 

Schon seit dem Herbst laufen die IPO-Vorbereitungen des franko-germanischen Rüstungskonzerns KNDS. Trotz der langen Vorbereitungszeit ist jedoch immer noch eine der wichtigsten Entscheidungen offen: Wird die Bundesregierung vor dem IPO das Aktienpaket der Wegmann-Gruppe übernehmen? Hinter dem Großaktionär, der 50 % der KNDS Aktien hält, stehen die deutschen Unternehmerfamilien Braunbehrens und Bode. Da die restlichen 50 % indirekt von der französischen Regierung über Nexter gehalten werden und der staatliche Einfluss auf ein bedeutendes europäisches Schlüsselunternehmen wie den Panzerhersteller KNDS von größter Bedeutung ist, hat der Vorstand lange auf eine Antwort aus Berlin gewartet. Doch Bundeskanzler Friedrich Merz kann keine Antwort liefern, weil die Regierungskoalition tief zerstritten ist und sich nicht darauf einigen kann, wie viele Aktien man kaufen möchte und zu welchem Preis. Dass man eine Beteiligung aufnehmen muss, liegt auf der Hand, denn KNDS ist ein zentraler Zulieferer für die Bundeswehr und braucht damit ein deutsches Gegengewicht zu Paris im Vorstand. CEO Tom Enders hatte bisher Geduld mit Berlin bewiesen, kündigte aber nun intern an, dass man das IPO im Sommer mit und ohne eine Entscheidung der deutschen Bundesregierung durchführen wird. 

 

Speicherpreise bringen Nintendo unter Druck

 

Die Stimmung beim japanischen Konsolenhersteller Nintendo (JP3756600007) trübt sich weiter ein. Dass die Kosten für die Nintendo Konsolen durch die explodierenden Speicherchippreise deutlich steigen werden, war allen klar. Die Unternehmensführung zog daraus heute nun weitere Konsequenzen und gab eine sehr schwache Absatzprognose für das laufende Fiskaljahr 2027 (31. März 2027) ab. Man erwartet insgesamt nur den Verkauf von 16,5 Millionen Switch 2 Konsolen und den Verkauf von rund 60 Millionen Softwaretiteln. Das war noch schwächer als von den Anlegern an der Börse Tokio befürchtet, die die Aktien heute zeitweise um mehr als -10 % während der asiatischen Sitzung fallen ließen. Zu der Enttäuschung gehörte auch, dass die Geschäftsführung die zusätzlichen Kosten für die Speicherchips mit rund 100 Mrd. Yen (ca. 540 Mio. Euro) im laufenden Fiskaljahr bezifferte. Als Reaktion darauf wird Nintendo die Preise für Produkte und Dienste auf der ganzen Breite anheben. 

 

Tagestermine

 

Auch China bekommt die Auswirkungen der explodierenden Energiepreise zu spüren. Für den Monat April haben wir heute früh den Erzeugerpreisindex und die Inflationsrate bekommen. Die Inflationsrate sprang von einem Anstieg um 1,0 % auf 1,2 % im Jahresvergleich und um 0,3 % im Vergleich zum März. Schaut man zudem auf die Preisentwicklung bei den Erzeugern, wird schnell deutlich, was noch auf die chinesischen Verbraucher zukommt. So explodierte der Erzeugerpreisindex im Jahresvergleich von einem Anstieg um 0,5 % auf nun 2,8 %. 

 

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11.04.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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