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BMW schlägt sich wacker, Generali schreibt Rekorde, mehr Dividende bei Hannover Rück und auch RWE belohnt Aktionäre

Zahlend und Dividenden spenden Trost in schweren Tagen

NTG24 - BMW schlägt sich wacker, Generali schreibt Rekorde, mehr Dividende bei Hannover Rück und auch RWE belohnt Aktionäre

 

Nach einer ausgesprochen kurzen Verschnaufpause in dieser Woche ist die Angst vor Versorgungsengpässen, rapide steigenden Energiepreisen, einer wieder höheren Inflation und dergleichen mehr wieder zurück. Das sorgt für Verkaufsdruck und ließ die US-Börsen am Donnerstag wieder einknicken. Mit einiger Wahrscheinlichkeit dürften die hiesigen Märkte dem Beispiel folgen, so nicht wieder einmal etwas Unerwartetes geschieht.

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Kauflaune kommt in solchen Zeiten nur noch ausgesprochen selten auf, da die Anleger Risiken meiden und sich lieber auf verlässlichere Investments stürzen. Das klingt nach katastrophalen Voraussetzungen besonders für all jene Branchen, die ohnehin schon in der Krise stecken. Gerade für Autobauer könnte es also haarig werden. Passend dazu gab es von BMW (DE0005190003) Zahlen zu sehen, die tatsächlich manchen Rückgang zeigten.

 

 

 

Die Umsätze im vergangenen Jahr gingen um 6,3 Prozent auf 133,45 Milliarden Euro zurück und der Jahresüberschuss fiel um rund drei Prozent auf 7,45 Milliarden Euro. Bei der operativen Ergebnismarge war ein Minus von einem Prozentpunkt auf nun noch 5,3 Prozent zu verzeichnen. Das klingt alles wenig sensationell. Tatsächlich schlägt sich BMW damit aber besser als die meisten deutschen Konkurrenten. Die Lage ist sogar gut genug, um die Dividende von 4,30 Euro auf 4,40 Euro anzuheben. Das belohnten die Anleger mit Kursgewinnen von 1,1 Prozent und der Kurs bewegte sich auf 81,68 Euro.

 

Rekordgewinn bei Generali

 

Die Versicherungsbranche befindet sich derzeit zwar nicht ansatzweise in der Krise. Mit dem Ausbruch des Irankriegs stiegen die Zweifel auf Anlegerseite aber spürbar an. Mit Erleichterung dürften die Aktionäre von Generali (IT0000062072) daher zur Kenntnis genommen haben, dass dort das vergangene Jahr sehr erfreulich verlief und sich bei den wichtigsten Eckdaten ein klares Wachstum erkennen ließ. Der operative Gewinn konnte mit 8 Milliarden Euro sogar einen neuen Rekord aufstellen.

Das wird auch hier mit höheren Dividenden belohnt, die noch ein wenig mehr ansteigt als bei BMW. 1,64 Euro soll es wohl geben, was im Vergleich zum Vorjahr einem Aufschlag von 15 Prozent entspricht. Als Sahnehäubchen gibt es außerdem ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 500 Millionen Euro. Das führt zwar noch nicht zu Euphorie, ließ die Generali-Aktie am Donnerstag aber um respektable 1,4 Prozent auf 33,63 Euro zulegen.

 

Hannover Rück zeigt sich großzügig

 

Rekordgewinne konnte auch die Hannover Rück (DE0008402215) im vergangenen Jahr verzeichnen, woran die Anteilseigner natürlich beteiligt werden sollen. Bei der Dividende greift das Unternehmen sogar noch tiefer in die Tasche, als Analysten es erwartet hatten. Nach 9 Euro im Vorjahr soll es nun satte 12,50 Euro je Aktie geben. Gleichzeitig wird auch die Praxis gestrichen, die Dividende in eine reguläre Ausschüttung sowie eine Sonderdividende zu unterteilen.

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Die Basis für all das ist ein um 13 Prozent auf 2,64 Milliarden Euro gestiegener Gewinn, den der Konzern trotz der großen Waldbrände in Kalifornien erzielen konnte. Im laufenden Jahr wird mit 2,7 Milliarden Euro nochmal etwas mehr erwartet. Den Anlegern wird zudem versprochen, dass ab sofort 55 Prozent des Konzerngewinns via Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet werden sollen. Die Pläne konnten an den Märkten überzeugen; die Hannover Rück-Aktie verbesserte sich gestern um 4,5 Prozent auf 258,40 Euro.

 

RWE: Nicht schlecht

 

Mit neuen Rekorden konnte RWE (DE0007037129) bei seiner Zahlenvorlage zwar nicht dienen. Der Gewinn je Aktie gab hier von 3,12 Euro auf 2,48 Euro nach. Damit trifft das Unternehmen jedoch das obere Ende seiner Prognosespanne und schneidet sogar besser ab, als Analysten es im Vorfeld erwartet hatten. Bezüglich der Dividende gibt es ebenfalls positive Neuigkeiten. Statt 1,10 Euro aus dem Vorjahr werden den Anteilseignern 1,20 Euro je Aktie in Aussicht gestellt.

Dazu gesellt sich natürlich auch ein wenig die Spekulation, dass die Energiekrise für RWE auch manche Chance bedeuten könnte. So kommt es, dass die Aktie trotz rückläufiger Gewinne am Donnerstag um 3,9 Prozent bis auf 55,60 Euro zulegen konnte. Damit hält sich der generelle Aufwärtstrend im Chart sehr bequem und die Sorgen der Anleger scheinen in diesem Segment noch überschaubar zu bleiben.

 

Im Dunkeln tappen

 

Interessanter als der Blick auf Zahlen aus der Vergangenheit ist für Anleger natürlich die Aussicht auf die Zukunft. Diesbezüglich herrschte jedoch selten mehr Unsicherheit. Der anhaltende Konflikt im Iran sorgt für gigantische Fragezeichen, denn er wirkt sich nicht nur auf die Lieferketten von Erdöl, sondern auch von Düngemitteln, Helium und zahlreichen weiteren Dingen aus. Die Folgen sind weltweit zu spüren. Solange sich nicht abzeichnet, ob und wann der Konflikt ein Ende finden mag, tappen die Börsianer daher weitgehend im Dunkeln. Etwas Trost durch steigende Dividenden kommt da natürlich sehr gelegen.

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13.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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