Ermotti verlässt UBS, Alphabet knackt 4 Bio. US-Dollar Marke und Lindt & Sprüngli wächst stark - BÖRSE TO GO
Sergio Ermotti will 2027 die UBS verlassen - Rennen um die Nachfolge ist eingeläutet
Die UBS ließ in der Nacht durchsickern, dass Sergio Ermotti die Bank im kommenden Jahr verlassen wird. Die besten Chancen auf den CEO-Posten hat der Chef des Asset Managements der Großbank. Alphabet ist nun offiziell 4 Billionen US-Dollar wert. Die Zusammenarbeit mit Apple trieb am Montag die AI-Phantasien der Anleger. Lindt & Sprüngli ist 2025 kräftig gewachsen. Die Prognose für 2026 fällt jedoch lau aus.
Der Aktienhandel in Asien ist heute zweigeteilt in das chinesische Festland und den Rest. Während die Börsen Schanghai und Shenzhen unter Gewinnmitnahmen leiden, können die Benchmarks im Rest der Region steigen. Allen voran der Nikkei 225 Index, der nach dem Feiertag um 3,13 % auf 53.567,00 Punkte sprang. Der größte Gewinner in Tokio ist heute Morgen Pacific Metals (JP3448000004), deren Aktien um 10,42 % auf 2.915 Yen sprangen. Der KOSPI schloss 1,47 % höher bei 4.692,64 Punkten. Der Terminmarkt ist noch vorsichtig optimistisch gestimmt. Der DAX-Future (März) wird vor Eröffnung der europäischen Vorbörse 0,10 % höher bei 25.557,30 Punkten gehandelt.
In Frankfurt hieß es am Montag Ende gut, alles gut. Der Handelstag war nervös gestartet, nachdem die Klage des US-Justizministeriums gegen die Fed eingepreist werden musste. Doch die Marktteilnehmer nahmen das Ereignis ruhig auf und ließen die deutschen Benchmarks weiter steigen. Am stärksten performte der DAX, der sich um 0,57 % auf 25.405,34 Punkte steigern konnte. Hier stachen die Aktien von Symrise (DE000SYM9999) heraus, deren Kurs um 2,57 % auf 72,66 Euro stieg, nachdem der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 40 Mio. Euro beschloss. Der MDAX folgte dicht auf mit einem Anstieg um 0,48 % auf 32.320,50 Punkte, ebenso wie der TecDAX, der um 0,45 % auf 3.837,50 Punkte stieg. Der SDAX bildete das Schlusslicht zum Wochenauftakt, stieg aber immer noch um 0,40 % auf 18.190,77 Punkte.
Das kann sich heute jedoch schnell ändern, denn die Stimmung in New York kippte zum Ende der Sitzung. In der letzten Handelsstunde verloren alle amerikanischen Benchmarks, wodurch die Tagesgewinne deutlich reduziert wurden. Der Dow Jones Industrial Average Index schaffte am Ende ein kleines Tagesplus von 0,17 % auf 49.590,20 Punkte. Positiv setzten sich die Aktien von Walmart (US9311421039) ab. Der Einzelhandelsgigant stieg um 3,00 % auf 117,97 US-Dollar. Der S&P 500 Index folgte dicht auf mit einem kleinen Gewinn von 0,16 % auf 6.977,27 Punkte und der Nasdaq 100 Index schloss nahezu unverändert bei 25.787,66 Punkten (+0,08 %).
Ermotti verlässt die UBS
Die UBS (CH0244767585) ließ in der Nacht durchsickern, dass Sergio Ermotti die Schweizer Großbank im kommenden Jahr verlassen wird. Der CEO soll bis April 2027 die UBS führen, womit das Rennen um seine Nachfolge offiziell eingeläutet wurde. Ermotti hatte die UBS bereits neun Jahre bis zum Jahr 2020 sehr erfolgreich geführt und wurde dann aus dem Ruhestand zurückgeholt, als die Credit Suisse auf Betreiben der Schweizer Regierung zwangsweise durch die UBS übernommen wurde. Ermotti, der zusammen mit Andrea Orcel die Spitze europäischer Banker darstellt, hat die Integration der Credit Suisse in die UBS nahezu reibungslos durchgeführt und die Großbank noch stärker als zuvor gemacht. So stark, dass man in Bern zittert und die Bank als „Klumpenrisiko“ wahrnimmt. Die Bestrebungen der UBS, einen Sitzwechsel in die USA vorzunehmen, stehen daher immer noch im Raum. Darüber zu entscheiden, wird dann die Aufgabe des nächsten CEOs sein. Die besten Chancen hat dabei Aleksandar Ivanovic, der Chef des Asset Managements der UBS.
Alphabet ist offiziell 4 Billionen US-Dollar wert
Alphabet (US02079K1079) ist nun offiziell das vierte Unternehmen, das zum ersten Mal eine Marktkapitalisierung von 4 Billionen US-Dollar erreicht hat. Mit einem Schlusskurs von 332,73 US-Dollar am Montagabend sind die Aktien der Google Mutter nun 4,01 Billionen US-Dollar wert. Dahinter steht eine Monster-Rallye seit dem Liberation Day im vergangenen April, die den Kurs um mehr als 133 % in die Höhe hat schießen lassen. Der Katalysator für die starken Kursgewinne ist neben dem starken Werbegeschäft von Google vor allem der Fortschritt, den das Unternehmen mit seiner AI-Familie Gemini gemacht hat. Der jüngste Kurssprung, der zu der neuen Rekordbewertung führte, wurde durch die Ankündigung von Apple (US0378331005) ausgelöst, dass man auf Gemini zurückgreifen wird, um die neue, verbesserte Version von Siri auf den Markt zu bringen. Beide Unternehmen gaben einen mehrjährigen Vertrag bekannt. Die Vereinbarung ist jedoch nicht exklusiv. Apple arbeitet auch in Zukunft mit OpenAI zusammen.
Lindt & Sprüngli wächst kräftig
Für das Geschäftsjahr 2025 hat der Schokoladenriese Lindt & Sprüngli (CH0010570767) am Morgen die vorläufigen Eckdaten vorgelegt. Man erreichte auf „bereinigter“ Basis weltweit einen Umsatzanstieg um 12,4 %. Allerdings litt man erheblich unter dem starken Franken. Die negativen Wechselkurseffekte machten -3,9 Prozentpunkte des Umsatzwachstums zunichte, sodass Lindt & Sprüngli am Ende seinen Aktionären ein Umsatzwachstum von 8,2 % auf 5,92 Mrd. Franken ausweisen kann. Das Wachstum in Europa war dabei überdurchschnittlich stark mit einem Plus von 15,3 %. Nordamerika schwächelte hingegen mit einem „bereinigten“ Umsatzanstieg von nur 8,9 %. Allerdings betonte die Geschäftsführung, dass sich die Lage im 2. Halbjahr verbessert hat und das „bereinigte“ Umsatzwachstum 11,7 % erreichte. Zum Ergebnis vor Steuern und Zinsen äußerte man sich nicht konkret, aber sieht einen Anstieg der Marge um etwa 20 Basispunkte, was am unteren Ende der eigenen Erwartungen liegt. Im Vorjahr kam man auf eine Marge von 16,2 %. Für 2026 und die Jahre danach bestätigte das Unternehmen lediglich das mittelfristige Ziel eines „bereinigten“ Umsatzwachstums von 6 % bis 8 % und eine Verbesserung der EBIT-Marge um jährlich 20 bis 40 Basispunkte. Insbesondere die schwache Umsatzprognose ist eine Enttäuschung.
Tagestermine
Aus den USA bekommen wir heute um 14:30 Uhr die Inflationsdaten für den Monat Dezember. Im Jahresvergleich wird mit einem unverändert hohen Anstieg der Preise um 2,7 % gerechnet. Im Vergleich zum November sollen die Preise sogar um 0,3 % gestiegen sein. Die Kernrate soll von 2,6 % auf 2,7 % gestiegen sein und im Vergleich zum November ebenfalls um 0,3 % höher liegen.
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13.01.2026 - Mikey Fritz

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