Adobe CEO tritt ab, Uniqa erhöht Dividende um 20 % und Earendil Labs plant IPO - BÖRSE TO GO
Wechsel an der Spitze von Adobe - der CEO fällt dem schwachen Aktienkurs zum Opfer
Der Adobe CEO räumt seinen Stuhl nach 18 Jahren trotz starker Zahlen. Das Softwarehaus sucht einen Vorsitzenden, der neuen Schwung in den Absatz bringt. Die österreichische Versicherungsgruppe Uniqa erhöht die Dividende. Man stockt die Auskehrungen um 20 % auf. Das AI-Biotech-Unternehmen Earendil Labs plant ein IPO in Hongkong. Das Startup will umgerechnet 500 Mio. US-Dollar an frischem Kapital aufnehmen.
Am letzten Handelstag der Woche sind die Anleger in Asien in die Defensive gegangen. Alle Benchmarks in der Region geben heute früh ab. Der Nikkei 225 Index schloss -1,40 % tiefer bei 53.693,00 Punkten und der KOSPI rutschte um -1,72 % auf 5.487,24 Punkte. Der Hang Seng Index wird vor Börsenschluss -1 % tiefer gesehen. Tief im Minus auch der Terminmarkt. Der DAX-Future (März) rutscht vor Börsenbeginn um -0,65 % auf 23.423,00 Punkte ab.
In einem schwierigen Umfeld zeigte der DAX am Donnerstag noch relative Stärke. An der Börse Frankfurt gaben alle deutschen Benchmarks nach, aber der DAX holte viele Verluste wieder auf und sank am Ende lediglich leicht um -0,21 % auf 23.589,65 Punkte. Hierbei halfen unter anderem die Aktien von Brenntag (DE000A1DAHH0), die um 5,10 % auf 49,08 Euro stiegen, nachdem der Ausblick weniger schlecht als befürchtet ausfiel. Die stärksten Verluste erlitt hingegen der MDAX, der um -0,58 % auf 29.243,41 Punkte sank. Die Liste der Verlierer führten dabei die Vorzüge von Sartorius (DE0007165631) an, deren Kurs um -3,41 % auf 215,00 Euro fiel.
New York schloss hingegen nahe der Tagestiefststände. Die Verluste unter den Benchmarks waren hoch und relativ gleich verteilt. Die Anleger sicherten sich vor dem Wochenende ab, in der Sorge vor weiteren schlechten Nachrichten aus dem Nahen Osten. Den größten Tagesverlust erlitt der Nasdaq 100 Index, der -1,73 % tiefer bei 24.533,58 Punkten schloss. Zu den größten Verlierern zählten dabei die Intel (US4581401001) Aktien, die -5,69 % auf 45,25 US-Dollar verloren. Doch auch der S&P 500 Index und der Dow Jones Industrial Average Index gaben -1,52 % und -1,56 % ab.
Adobe CEO muss gehen
Adobe (US00724F1012) schlug die Erwartungen und legte einen Ausblick vor, der über den Analystenschätzungen lag. Auch verdreifachte das Softwarehaus seine Umsätze mit AI-Tools im Jahresvergleich. Doch das alles reichte nicht. CEO Shantanu Narayen kündigte nach Börsenschluss auf der Analystenkonferenz als Erstes an, dass er nach 18 Jahren an der Spitze des Unternehmens sein Amt an einen Nachfolger abgeben wird. Es ist jedoch ein geregelter Übergang. Narayen wird nicht gefeuert, sondern er wird seinen Nachfolger einarbeiten, sobald er gefunden ist, und dann als Chairman ins Board of Directors aufsteigen. Die Aktien von Adobe sind, wie die von vielen anderen Softwarehäusern, stark an der Börse unter Druck gekommen, da die Anleger der Überzeugung sind, dass AI der Softwarebranche schaden wird bzw. die zukünftigen Cashflows geringer sein werden als bisher abdiskontiert. Die Aktien fielen dennoch weiter. Nach Börsenschluss dippte der Kurs um mehr als -8 % in die Tiefe, obwohl Adobe für das laufende 2. Fiskalquartal eine Umsatzspanne von 6,43 bis 6,48 Mrd. US-Dollar ankündigte gegenüber einer Konsensschätzung von 6,43 Mrd. US-Dollar. Auch der erwartete „bereinigte“ Gewinn liegt mit 5,80 bis 5,85 US-Dollar je Aktie klar über dem Konsens von 5,70 US-Dollar.
Uniqa erhöht Dividende um 20 %
Die österreichische Versicherungsgruppe Uniqa Insurance (AT0000821103) hat ein starkes Jahr abgeschlossen. Man konnte den Konzerngewinn um 22,2 % auf 424,8 Mio. Euro steigern und beteiligt die Aktionäre im gleichen Umfang mit einer Erhöhung der Auskehrungen auf 0,72 Euro je Aktie. Auf Basis des Schlusskurses vom Donnerstag entspricht das einer Bruttodividendenrendite von 4,6 %. Das hohe Gewinnwachstum resultierte aus einem starken Neugeschäft. Die verrechneten Prämien stiegen um 8,2 % auf 8,36 Mrd. Euro und man verbesserte die Schaden-Kosten-Quote auf 91,7 %. Im laufenden Jahr will man stärker als das BIP seiner Absatzmärkte wachsen und stellt einen Vorsteuergewinn von 540 bis 570 Mio. Euro in Aussicht nach 516,4 Mio. Euro im letzten Geschäftsjahr.
Earendil: AI-Biotech-Startup plant IPO
Der Einsatz von AI zur Forschung und Entwicklung von neuen Medikamenten ist seit Jahren im Aufwind. Mit Earendil Labs kommt nun das nächste Biotech-Unternehmen an die Börse, das auf AI setzt, um neue Wirkstoffe zu finden. Geplant ist ein Listing in Hongkong, wobei man aktuell mit Morgan Stanley (US6174464486) und China International Capital (CNE1000048J0) in Gesprächen ist, um umgerechnet bis zu 500 Mio. US-Dollar an frischem Kapital aufzunehmen. Earendil hat auch bereits Partnerschaften mit Sanofi (FR0000120578) und der chinesischen Wuxi Biologics (KYG970081173) abgeschlossen. Die Börse Hongkong hat sich in den letzten Quartalen zu einem der wichtigsten Plätze für IPOs entwickelt. Schon im vergangenen Jahr ist das Biotech-Unternehmen InSilico Medicine (KYG4790P1037) in Hongkong an die Börse gegangen und erreichte Kurssteigerungen von bis zu 130 %.
Tagestermine
Um 13:30 Uhr stehen heute wichtige US-Wirtschaftsdaten an. Zum einen wird der PCE-Preisindex für den Monat Januar veröffentlicht. Die Prognose ist, dass die Inflationsentwicklung unverändert hoch bei 2,9 % im Jahresvergleich ist und um 0,3 % im Vergleich zum Dezember gestiegen ist. Der PCE ist die bevorzugte Inflationskennzahl der Federal Reserve.
Parallel dazu wird auch das revidierte amerikanische Bruttoinlandsprodukt für das 4. Quartal veröffentlicht. Das BIP wird bei einem annualisierten Wachstum von nur 1,4 % erwartet.
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13.03.2026 - Mikey Fritz

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