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Ansehnlichen Zahlen und höheren Prognosen zum Trotz wird die Aktie von Adobe von Anlegern fallengelassen

Zukunftssorgen dominieren das Bild bei der Adobe-Aktie

NTG24 - Ansehnlichen Zahlen und höheren Prognosen zum Trotz wird die Aktie von Adobe von Anlegern fallengelassen

 

Einmal mehr blickt Adobe auf ein recht erfolgreiches Quartal zurück. Die meisten Erwartungen der Analysten konnten klar übertroffen werden. Das liegt auch an einem sichtlichen Wachstum bei KI-Anwendungen, die mittlerweile über 500 Millionen US-Dollar zum Umsatz beisteuern. Trösten ließen die skeptischen Anteilseigner sich davon aber nicht.

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Melden konnte Adobe (US00724F1012) im zurückliegenden Quartal einen Umsatz in Höhe von 6,62 Milliarden Dollar. Analysten stellten sich im Vorfeld auf 6,46 Milliarden Dollar ein. Angetrieben durch die guten Ergebnisse wurde die Prognose nach oben angepasst. Im laufenden Geschäftsjahr soll nun ein Umsatz von 26,5 bis 26,6 Milliarden Dollar erzielt werden. Der bereinigte Gewinn soll auf 24,35 bis 24,45 Dollar statt der zuvor in Aussicht gestellten 23,30 bis 23,50 Euro anschwellen.

Es scheint also alles bestens zu laufen für Adobe. Dennoch machen sich an der Börse vor allem Zweifel breit. Die Adobe-Aktie rutschte am Donnerstag um 6,3 Prozent auf 218,80 Dollar ab und nachbörslich ging es um weitere 5,5 Prozent abwärts. Verantwortlich sind dafür mehrere Faktoren. Einfluss nahm zweifellos der überraschende Abschied von Finanzchef Dan Durn, nachdem erst vor wenigen Monaten Konzernchef Shantanu Narayen seinen Rücktritt verkündete.

 

Adobe und die KI-Zukunft

 

Darüber hinaus wird Künstliche Intelligenz an der Börse noch immer als potenzielle Bedrohung für Adobe wahrgenommen. Denn obschon die Umsätze in diesem Bereich gewachsen sind, machen sie nur einen kleinen Teil der Gesamtumsätze aus. Zudem besteht die Sorge, dass KI-Tools in Zukunft das klassische Software-Geschäft von Adobe negativ beeinflussen könnten. Ob dies mit dem Wachstum an anderer Stelle ausgeglichen werden kann, daran bestehen enorme Zweifel.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeSchließlich ist Adobe dahingehen nicht konkurrenzlos. Aktuell ist Adobe zwar noch der größte Anbieter von Design-Software. Innovative Startups und die Größen aus der KI-Branche liefern aber immer öfter Tools, welche in die gleiche Kerbe schlagen. Adobe gelingt es nicht, den Anlegern neue Wachstumsmöglichkeiten zu verkaufen. Höhere Prognosen werden zwar zur Kenntnis genommen. Abschütteln können die Aktionäre aber nicht die Sorge, dass der Höhepunkt in naher Zukunft überschritten werden könnte.

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13.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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