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DIHK-Umfrage: Bei 40 % der Unternehmen sinkt das Eigenkapital

DIHK: Industrieunternehmen besonders schwer von der Coronakrise betroffen

 

Die Corona-Pandemie lässt die Geldmittel vieler Unternehmen schmelzen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Rund 40 Prozent beklagen einen Rückgang ihres Eigenkapitals, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 13.000 Betrieben hervorgeht. Etwa 27 Prozent kämpfen demnach trotz vielfältiger staatlicher Hilfen mit Liquiditätsengpässen, während zehn Prozent über zunehmende Forderungsausfälle klagen. Über alle Branchen hinweg sieht sich derzeit jedes elfte Unternehmen von Insolvenz bedroht, davon wiederum sind 80 Prozent kleinere Betriebe mit weniger als 20 Mitarbeitern.

Der DIHK sieht Industrieunternehmen besonders hart von der schwierigeren Finanzlage betroffen, da sie bei kostenintensiven Produkten und Hochtechnologieinvestitionen häufig in Vorleistung gehen müssten. ,,Engen sich in der aktuellen Situation die Spielräume für Vorfinanzierungen zu sehr ein, droht die Gefahr, dass Unternehmen sogar trotz vorhandener Nachfrage nach ihren Produkten ums Überleben kämpfen müssen”, hieß es dazu. Darüber hinaus schränke dies die Möglichkeiten für Investitionen in den Aufschwung ein.

Vielen Unternehmen würde es helfen, wenn sie die derzeit anfallenden Verluste stärker als bisher mit Gewinnen aus den Vorjahren verrechnen könnten, so der DIHK. Ergänzend könne ein spezieller Fonds für Unternehmen mit Umsätzen von zehn bis 50 Millionen Euro geschaffen werden. Dort hinein könnten staatliche Mittel fließen, aber auch welche von privaten Kapitalanlegern.

 

Fazit

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Umfrage der DIHK zeigt, dass vor allem kleinere und mittlere Unternehmen mit dem Rücken zur finanziellen Wand stehen. Haben diese dann ihre eigene Liquidität gerade noch so im Griff, sorgen zunehmende Forderungsausfälle für zusätzliche Destabilisierung bei der Unternehmensfinanzierung. Es zeigt sich, dass die ,,Passgenauigkeit‘‘ der staatlichen Hilfen für die mittelständische Wirtschaft bei Weitem nicht hinreichend ist. Diese aber sind es, die den Großteil der Beschäftigung in Deutschland sichern!

Diese Probleme sind seit dem ersten Lockdown bekannt und wurden seitens der Industrieverbände, nicht zuletzt vom DIHK, wiederholt reklamiert. Dass es bis nach mehr als einem halben Jahr heute keine funktionierende Sicherung für den größten Beschäftigungsbereich der deutschen Industrie gibt, ist einfach Politikversagen.

 

24.11.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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