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Die Speicherkrise treibt die Zahlen von SK Hynix in ungeahnte Höhen und der Aktienkurs folgt diesem Beispiel auf dem Fuße

Unter Hochdruck will SK Hynix nun die Kapazitäten ausbauen

NTG24 - Die Speicherkrise treibt die Zahlen von SK Hynix in ungeahnte Höhen und der Aktienkurs folgt diesem Beispiel auf dem Fuße

 

Im aktuellen Marktfumfeld war vom Speicherhersteller SK Hynix nichts anderes zu erwarten als diverse neue Rekorde bei den Quartalszahlen. Genau solche konnte der südkoreanische Konzern nun auch abliefern. Die sehr hohen Erwartungen der Märkte konnte sogar noch überboten werden und der Blick nach vorn fällt in jeder nur erdenklichen Hinsicht rosig aus. Entsprechend gut gelaunt zeigen sich die Aktionäre.

Die Umsätze von SK Hynix (KR7000660001) konnten sich im vierten Quartal um satte 66 Prozent auf umgerechnet 114,8 Milliarden Euro steigern. Dank der schon beinahe unverschämten Margen in der aktuellen Speicherkrise schossen die Gewinen noch sehr viel schneller in die Höhe. Gemeldet wurden etwa mehr als 80 Billionen Won, was umgerechnet etwa 46,5 Milliarden Euro entspricht. Damit sprengt SK Hynix alle bisherigen Unternehmensrekorde.

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Der wichtigste Umsatztreiber war erneut das Geschäft mit HBM4-Speicher, der für KI-Chips unverzichtbar ist. In diesem Segment will SK Hynix auch in Zukunft die Marktführerschaft gegenüber Samsung verteidigen. Hervorragend entwickelte sich aber auch das Geschäft mit dem lange Zeit etwas stiefmütterlich behandelten NAND, wie er beispielsweise in SSDs zum Einsatz kommt. Die derzeitige Krise schlägt sich auch dort positiv auf die Margen nieder. Rund ein Viertel der Umsätze konnte in diesem Segment erzielt werden.

 

SK Hynix gibt weiter Gas

 

Ausruhen will sich SK Hynix auf der mehr als bequemen Ausgangslage nicht. Die Expansion soll jetzt so schnell wie nur möglich vorangetrieben werden. Denn schon jetzt kommt man bei der Nachfrage nicht hinterher. Trotz der exorbitant hohen Preise können weder bei DRAM, noch bei NAND sämtliche Kundenanfragen bedient werden. Aktuelle Ausbauten bei Fab15X sowie eine neue Fabrik im Cluster Yong-in sollen daher so schnell wie möglich abgeschlossen werden. Auch in Packaging-Einrichtungen sind große Expansionen geplant.

 

 

 

Die weiteren Aussichten bleiben hervorragend. SK Hynix rechnet weiterhin mit eklatanten Engpässen im Speichermarkt. Was auch immer bei den Südkoreanern vom Band rollt, soll sofort einen Abnehmer finden, der bereitwillig die hohen Margen zahlt. Sollte nicht irgendetwas Unerwartetes geschehen, scheinen die nächsten zweistelligen Milliardengewinne also bereits sicher zu sein. Da scheint aus Anlegersicht nicht allzu viel schiefgehen zu können.

Dementsprechend reagierten die Börsen hochzufrieden auf die Zahlen von SK Hynix. Die Aktie erreichte im Handel am Freitag zeitweise ein neues Allzeit-Hoch bei 931.000 Won, ehe sie sich am Nachmittag bei noch immer sehr beeindruckenden 909.000 Won einpendelte. Der Tagesgewinn dort betrug noch 5,6 Prozent. Allein seit Beginn des noch jungen Jahres ging es um knappe 40 Prozent aufwärts.

 

Krisenprofiteur

 

Die Speicherkrise ist in volle Ganze und mit einer Erleichterung rechnen Hersteller sowie Experten frühestens im Jahr 2028. Das stell viele Unternehmen vor schier unlösbare Herausforderungen und auch die Verbraucher ächzen unter diversen Preiserhöhungen, welche die Entwicklung mit sich bringt. Doch SK Hynix bleibt weiterhin einer der größten Profiteure dieser Entwicklung. Die Produktion wird sofort ausverkauft und die Margen lassen sich dabei munter in die Höhe treiben. Dank einige technologischer Vorsprünge kann manches Segment allein bedient werden.

Das klingt im ersten Moment nach einer aus Anlegersicht sicheren Bank. Denn sollte der Speichermarkt sich in den nächsten zwei Jahren wie erwartet entwickeln, so dürften die Zahlen von SK Hynix weiter anschwellen. Zu beachten ist allerdings, dass viel von dem erwarteten Wachstum bereits eingepreist ist und zudem die Konkurrenz zuletzt durchaus beachtliche Fortschritte machen konnte. Mit dem gewöhnlichen Schweinezyklus ist die aktuelle Lage momentan zwar nicht zu vergleichen. Blind verlassen können und sollten sich Anleger aber nicht darauf, dass die Zahlen sich nun bis in alle Ewigkeit immer weiter steigern werden.

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30.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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