Trotz guter Zahlen wird die SAP-Aktie durchgereicht und es geht auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren zurück
Die Börsianer nehmen KI zunehmend als Bedrohung für SAP wahr
Eigentlich lief es für SAP nicht schlecht im vergangenen JAhr. Der Software-Konzern konnte sowohl Umsätze als auch Gewinne verbessern und im wichtigen Cloud-Geschäft munter wachsen. Das Tempo dabei passte den Anteilseignern aber so gar nicht. Dadurch wird die Sorge größer, dass SAP im KI-Zeitalter letztlich eher auf der Verliererseite landen könnte.
Die Umsätze von SAP (DE0007164600) kletterten 2025 um acht Prozent auf 36,8 Milliarden Euro und dank diverser Einsparungen konnte der Nettogewinn sich mehr als verdoppeln und bis auf 7,5 Milliarden Euro verbessern. Das größte Wachstum erzielte SAP im Cloudgeschäft. Dort lassen die jüngste vorgelegten Zahlen ein Plus von 25 Prozent erkennen.
Das klingt beeindruckend, gilt im Segment aber eher als herbe Enttäuschung. SAP-Chef Christian Klein selbst sprach im Dezember noch davon, dass mindestens 26 Prozent Wachstum das Ziel sein sollten. Diese selbst gesetzte Marke wurde nun knapp verfehlt. Zu denken geben dürfte den Anlegern auch, dass bei Microsoft ein Cloud-Wachstum von ca. 40 Prozent an der Börse schon mal als Enttäuschung wahrgenommen wird.
SAP: KI bestimmt den Börsentrend
Verbunden mit dem etwas ernüchternden Wachstum im Cloudgeschäft ist die Sorge der Märkte darum, dass SAP in Sachen KI nachhaltigen Schaden nehmen könnte. Befürchtet wird, dass KI-Agenten immer mehr Aufgaben erledigen, für die Kunden heute noch teure Lösungen von SAP brauchen. Im schlimmsten Fall könnte der Konzern sich zu einem reinen Anbieter von Infrastruktur wandeln, während die Kundschaft die tatsächliche Arbeit immer mehr auf KI-Agenten auslagert.
SAP selbst sieht dieses Risiko nicht und verweist darauf, dass die Umsätze mit eigenen KI-Lösungen in den letzten Monaten rasant angestiegen seien. Dennoch lassen die Börsianer sich nicht besänftigen. Die SAP-Aktie reagierte auf die Ergebnisse am Donnerstag mit Verlusten von über 15 Prozent und einem neuen 2-Jahres-Tief bei nur noch 162,12 Euro. Ganz offensichtlich konnten die Erwartungen der Aktionäre nicht erfüllt werden.
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31.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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