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Norwegische Krone überwindet Corona-Schock

Norwegens Währung mit guten Aussichten

 

Die norwegische Krone gehörte im Corona-Crash im Frühjahr 2020 zu den Währungen, welche durch den Absturz der Rohstoffpreise und hierbei insbesondere durch den Einbruch des Ölpreises arg in Mitleidenschaft gezogen wurden. Notierte die Währung Norwegens zum Jahreswechsel 2019/2020 noch bei rund 10 Kronen je Euro, sprang diese innerhalb von rund 10 Wochen im Hoch auf über 13 Kronen je Euro und wertete damit um über 30 % ab. Und die norwegische Notenbank intervenierte erstmals seit 2 Dekaden zugunsten der Krone am Devisenmarkt.

In der Zwischenzeit hat sich die Lage in Bezug auf die Eindämmung der Pandemie stabilisiert und damit auch die Rohstoffpreise. Und im Vergleich zu seinem Vor-Pandemie-Preis von rund 60 Dollar notiert der Preis der Nordsee-Ölsorte Brent sogar wieder im Plus.

Vor diesem Hintergrund hat sich die norwegische Krone ebenfalls wieder deutlich von ihren Tiefstständen erholt und hat, wie Chart 1 zeigt, dabei auch ihren seit 2013 laufenden Abwertungstrend gegen den Euro gebrochen.

 

 

Zu dieser Entwicklung trug aber nicht nur die Erholung der Rohstoffpreise bei. Denn in Oslo ist man bestrebt, die Leitzinsen bis Ende des Jahres wieder von dem derzeitigen Leitzins-Niveau bei 0 % anzuheben. Im Zuge der Krise hatte die norwegische Notenbank diesen Zinssatz im vergangenen Jahr auf ein Allzeittief gesenkt.

Der Devisenmarkt erwartet mit dieser Perspektive offenbar eine weiter erstarkende norwegische Krone, die ihren Abschlag gegenüber der schwedischen Krone in den vergangenen Monaten deutlich verkleinert hat. Wie Chart 2 aber zeigt, besteht weiterhin eine deutliche Differenz, die sich jedoch im Zuge des weiteren Anstieges der Rohstoffpreise in Verbindung mit einer relativ gegenüber der Eurozone restriktiven Zinspolitik weiter verringern dürfte.

 

 

Und was ist das Fazit?

 

Das Impulspendel der norwegischen Krone schwingt nach der Stabilisierung der Weltwirtschaft wieder in Richtung einer aufwertenden Krone gegen den Euro. Ein gleichgerichteter Aufwertungsimpuls zeigt sich auch bei der schwedischen Krone, ist dort aber schwächer ausgeprägt. Dort war allerdings die vorangegangene Abwertung auch schwächer ausgefallen. Für diejenigen, die einen anhaltenden Anstieg der Rohstoffpreise und hier insbesondere der Ölpreise erwarten, könnte die norwegische Krone einigen Diversifizierungs-Charme besitzen!

 

19.04.2021 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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