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Intel verliert Rückenwind, Nvidia ebenfalls im roten Bereich, Rheinmetall bleibt auf der Verkaufsliste, doch SAP scheint Hoffnungen zu schüren

Kurz vor dem Wochenende kehren Zinsängste zurück, was die Aktienmärkte in die Tiefe befördert

NTG24 - Intel verliert Rückenwind, Nvidia ebenfalls im roten Bereich, Rheinmetall bleibt auf der Verkaufsliste, doch SAP scheint Hoffnungen zu schüren

 

Große Durchbrüche gab es bei Trumps Besuch in China nicht zu sehen und auch im Nahen Osten bleibt es bei einer Patt-Situation. Die Märkte scheinen sich mehr erhofft zu haben. Die Ölpreise steigen wieder und dazu gab es auch noch einige unschöne Inflationsdaten. Dadurch bedingt kehren auch Zinssorgen zurück und die Bären sitzen am längeren Hebel.

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Korrekturen gab es auf breiter Front zu sehen. Besonders deutlich fielen die Rückschläge bei der Aktie von Intel (US4581401001) aus, die um 6,2 Prozent auf 108,77 US-Dollar zurückfiel. Neben der allgemein schlechten Stimmung, welche Gewinnmitnahmen provozierte, wurde der Chiphersteller auch ein wenig von neuen Daten um Marktanteile im Serversegment unter Druck gesetzt. Dort hat Intel laut Mercury Research zwar weiterhin die Oberhand. Konkurrent AMD ist aber auf einer rasanten Aufholjagd.

 

 

 

Bei den Stückzahlen ging es für AMD von 28,8 Prozent im vierten Quartal 2025 auf nun 33,2 Prozent aufwärts. Bei den Umsätzen liegt der Marktanteil von Epyc-Prozessorgen sogar schon bei 46,2 Prozent. Intel verliert also nicht nur Marktanteile, sondern fährt offenbar auch deutlich geringere Margen ein. Das dämpft die jüngste Rallye etwas, welche zu nicht unwesentlichen Teilen auf Hoffnungen im Serversegment fußte. Der dortige Boom scheint sich für den größten Mitbewerber mehr auszuzahlen.

 

Nvidia fällt zurück

 

Nvidia (US67066G1040) steht bei den Marktanteilen von KI-Beschleunigern deutlich besser da, was am Freitag allerdings auch keine Kursgewinne ermöglichte. Kürzlich wurde noch bei 236,54 Dollar ein neues Allzeit-Hoch markiert, ausgelöst durch Aussichten auf neue Geschäfte in China. Vor dem Wochenende gab die Stimmung jedoch nach, auch bedingt durch den einen oder anderen Zweifel daran, wie weit es mit dem KI-Hype noch gehen mag.

Die Aktie fiel letztlich um 4,4 Prozent auf 225,32 Dollar zurück und stand nachbörslich weiter unter Druck. Schlecht ist der Kurs auch weiterhin nicht, ganz im Gegenteil. Wenige Tage vor den Zahlen gibt es neben großen Erwartungen aber offenbar auch dezente Unsicherheiten. Schließlich reicht es bei Nvidia längst nicht mehr, die Erwartungen zu erfüllen. Sie müssen schon deutlich übertroffen werden, um bei der Aktie die nächste Rallye auszulösen. Erwartet werden die Q1-Ergebnisse am 20. Mai nach US-Börsenschluss.

 

Rheinmetall im Abwärtsstrudel

 

Nicht nur der Chipsektor wurde am Freitag durchgereicht. Während dort Gewinne mitgenommen wurden, setzte sich im Rüstungssegment eine nun schon länger zu beobachtende Korrektur fort. Bei der Aktie von Rheinmetall (DE0007030009) ging es um weitere zwei Prozent auf nur noch 1.120 Euro abwärts. Mancher charttechnische Support wurde längst nach unten durchkreuzt. Mittlerweile scheint nicht einmal mehr die Linie bei 1.000 Euro noch sicher zu sein.

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Selbst positive Analystenkommentare konnten die Bullen nicht weiter trösten. Die Experten von Berenberg machen sich bisher keine Sorgen und erkennen im relativ schwachen Kurs eine interessante Einstiegsmöglichkeit. Argumentiert wird damit, dass Rheinmetall weiterhin auf prall gefüllte Auftragsbücher blickt und zudem die Sichtbarkeit der Aktie sich immer weiter verbessere. Das scheint bei den Aktionären aber momentan auf taube Ohren zu treffen, zumal einige andere Analysehäuser ihre Kursziele bereits ein wenig nach unten korrigierten.

 

 

Neue Hoffnung für SAP?

 

Auf der Gewinnerseite landeten am Freitag nur wenige Aktien. Eine davon war ausgerechnet die schwer angeschlagene Aktie von SAP (DE0007164600). Seit Wochen schon wird der Titel immer weiter in die Tiefe geprügelt. Sehr belastend ist die Sorge darum, dass das Geschäftsmodell durch KI-Agenten Stück für Stück obsolet gemacht werden könnte. Dem stellte sich SAP bei der hauseignen Messe Sapphire nun entgegen. Zahlreiche Neuerungen rund um Cloud und KI sollten die Chancen zeigen, welche sich für den Softwarekonzern im KI-Zeitalter ergeben.

Durchaus angetan zeigten sich Analysten, welche aber noch dezent an einer breiten und schnellen Adaption der Kunden zweifeln. Unter den Anlegern machte sich nicht unbedingt totale Euphorie breit, aber zumindest etwas neue Zuversicht. In einem ausgesprochen schwachen Umfeld ging es für die SAP-Aktie gestern um immerhin zwei Prozent auf 144,06 Euro aufwärts. Damit führte der Titel den DAX an, und das mit einigem Abstand.

 

Die Angst kehrt zurück

 

Ganz aufgegeben haben die Bullen zwar noch nicht und die Rallye an den Börsen könnte durchaus noch fortgesetzt werden. Recht deutlich zeigt sich allerdings, dass höhere Ölpreise und Inflations- sowie daraus resultieren Zinsängste sich als Gift für die Aktienmärkte erweisen. Je deutlicher die Anzeichen dafür werden, dass die Konjunktur in Zukunft neue Rückschläge erfahren könnte, desto eher werden auch Gewinne mitgenommen, solange die Kurse noch vergleichsweise hoch ausfallen.

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16.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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