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Kering geht mit neuer Dynamik in das Jahr 2026

Die Börse spekuliert auf einen Turnaround bei Kering - kann de Meo liefern?

NTG24 - Kering geht mit neuer Dynamik in das Jahr 2026

 

Das Onboarding von Luca de Meo war der leichte Teil. Jetzt kommt die harte Arbeit, bestehend aus Kostensenkungen, Schuldenabbau und einer Neupositionierung von Gucci. Von Renault bringt de Meo ausgezeichnete Voraussetzungen mit, aber am Ende muss Kering auch von der Muse geküsst werden.

Die Börse hat vorgelegt. Jetzt muss Kering (FR0000121485) liefern. Der neue CEO Luca de Meo hat am Dienstag auf der Generalversammlung des Luxus-Konzerns seine erste Feuertaufe gehabt. Die Aktionäre mussten seiner Ernennung zustimmen, wobei das eine ausgemachte Sache war, denn die Familie Pinault hält direkt und indirekt 59,3 % aller Stimmen. Schon etwas happiger war das Begrüssungsgeld, über das in Paris abgestimmt wurde. Der ehemalige Renault CEO bekommt initial 20 Mio. Euro und steht damit in der Verpflichtung, bei Kering auch vergleichbares Wunder wie bei Renault zu bewirken. 

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Kering S.A.

 

Alles überragend ist die Verschuldung von Kering. Die Netto-Verschuldung des Konzerns (ohne Leasingverbindlichkeiten) ist seit 2021 von 0,2 Mrd. Euro, erst auf 2,3 Mrd. Euro in 2022, dann auf 8,5 Mrd. Euro in 2023 und schliesslich auf 10,5 Mrd. Euro in 2024 explodiert. Im Wesentlichen eine Folge von einigen kostspieligen Akquisitionen (Valentino 1,7 Mrd. Euro, Creed 3,5 Mrd. Euro, usw.). Gleichzeitig schrumpfte nun im 1. Halbjahr 2025 der Umsatz um -16 % auf 7,587 Mrd. Euro und das operative Ergebnis knickte um -39 % auf nur noch 969 Mio. Euro ein. Die Aufgabe von Luca de Meo liegt auf der Hand: Neues Wachstum durch attraktive Angebote kreieren und die Kosten erheblich senken.  

 

Börse spekuliert auf einen Turnaround bei Kering

 

Der Fokus bei Kering liegt unweigerlich auf Gucci. De Meo muss die Kernmarke stabilisieren und in den Griff bekommen, denn mit ihr steht und fällt die Gewinn- und Verlustrechnung. Von 7,6 Mrd. Euro Umsatz in den ersten sechs Monaten kamen allein 3,03 Mrd. Euro von dieser einzigen Marke, die problematischerweise auch noch den grössten prozentualen (und damit auch absoluten) Umsatzrückgang von -25 % gesehen hat. De Meo wird ohne Zweifel das operative Geschäft abspecken, was aber allein für sich genommen nicht reichen wird. Der Verkauf von Beteiligungen und ganzen Häusern ist aktiv im Gespräch. Das Immobilienvermögen hat man bereits angetastet und wird weitere Verkäufe - auch unter Einstandspreisen - vornehmen müssen, um den Verschuldungsgrad wieder zu richten. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeFür das Wachstum sind vor allem die kreativen Köpfe der einzelnen Kering Häuser verantwortlich. Das war in der Vergangenheit das Geheimrezept des Unternehmens, dass man es schaffte, die richtigen Kreativen mit den Führungskräften und den richtigen Häusern bzw. Marken zusammenzubringen. Das war zuletzt insbesondere bei Gucci nicht mehr gelungen. Auch die Zusammenarbeit bei Valentino funktioniert nicht, wie am Rücktritt von CEO Jacopo Venturini abzulesen war. Im September liegt nun erst einmal der Fokus auf Gucci und Demna Gvasalia. Der neue Kreativdirektor wird in Mailand in diesem Monat seine Vision dem Publikum präsentieren. Ob er der Richtige ist, wird sich dann relativ schnell zeigen.

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11.09.2025 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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