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Trotz mauer Ergebnisse für 2025 zeigt sich Kering ausgesprochen optimistisch, stellt für dieses Jahr wieder Wachstum in Aussicht und schiebt den Aktienkurs nach oben

Hat Kering die Talsohle endlich überwunden?

NTG24 - Trotz mauer Ergebnisse für 2025 zeigt sich Kering ausgesprochen optimistisch, stellt für dieses Jahr wieder Wachstum in Aussicht und schiebt den Aktienkurs nach oben

 

Schon seit über zwei Jahren befindet sich der Luxuskonzern Kering auf Schrumpfkurs. Insbesondere die Vorzeigetochter Gucci hat mit Problemen zu kämpfen, was sich unter anderem auf eine anhaltende Konsumzurückhaltung der wichtigen chinesischen Kundschaft zurückführen lässt. Im vergangenen Jahr lief es erneut eher suboptimal. Dennoch gelingt es, den Anlegern eine überzeugende Perspektive zu liefern.

Der Blick auf die letzten Jahresergebnisse ist erstmal wenig aufbauend. Im vierten Quartal gingen die Umsätze erneut zurück und lagen mit 3,9 Milliarden Euro etwa drei Prozent tiefer als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt konnten im Jahr 2025 Umsätze von 14,7 Milliarden Euro verzeichnet werden nach 16,9 Milliarden Euro im Vorjahr. Der prozentuale Rückgang wurde von Kering (FR0000121485) selbst auf 13 Prozent beziffert.

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Beim operativen Gewinn fiel die Entwicklung sogar noch schlechter aus. 1,63 Milliarden Euro meldete der Luxuskonzern an dieser Stelle und damit einen Rückgang von 33 Prozent im Vergleich zu den 2,44 Milliarden Euro aus 2024. Die Marge schrumpfte auf elf Prozent, was im Segment als verschwindend gering eingestuft werden darf. Selbst der ebenfalls kriselnde Konkurrent LVMH brachte zuletzt in etwa auf das Dopelte.

 

Kering kündigt ein Comeback an

 

Aufgrund von Restrukturierungskosten musste Kering im vergangenen Jahr unter dem Strich sogar einen Verlust von 29 Millionen Euro verbuchen. Werden die einmaligen Aufwendungen herausgerechnet, bliebt immerhin ein Nettogewinn von 532 Millionen Euro. Auch das ist aber ein massiver Rückgang gegenüber dem Gewinn von 1,2 Milliarden Euro, der noch ein Jahr zuvor gemeldet werden konnte. Kurz zusammengefasst setzte sich der Schrumpfkurs also an allen Stellen fort.

Dennoch versprüht das Management unter CEO Luca de Meo Optimismus mit Blick auf das Jahr 2026. Bei der Vorstellung der Jahreszahlen stellte de Meo unmissverständlich ein Wachstum für das laufende Jahr in Aussicht. Die Margen sollen bei allen Marken steigen und Investitionen sowie schnellere Entscheidungen auf Management-Ebene sollen diese Entwicklung noch verstärken. Große Hoffnungen macht das Unternehmen sich unter anderem auf eine neue Gucci-Kollektion, die erstmals der Feder des neuen Kreativdirektors Demna Gwassalia entspringen wird.

Finanzchefin Armelle Poulou ließ wissen, dass Gucci bereits Ende vergangenen Jahres in nahezu allen Regionen eine leichte Verbesserung habe erkennen lassen. Darauf soll nun weiter aufgebaut werden. Parallel dazu gab es bereits vor einer Weile Berichte darüber, dass vor allem auf dem wichtigen chinesischen Markt die Konsumstimmung wieder etwas zulegen konnte. Auch wenn Kering das Comeback noch längst nicht eingetütet hat, so gibt es doch zumindest nun die glaubhafte Aussichte darauf, dass die Talsohle durchschritten werden konnte.

 

Die Bullen werden wach

 

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Werbebanner EMH PM Trade Das reichte dann auch schon aus, um zumindest der Kering-Aktie wieder ordentlich Rückenwind zu bescheren. Jene reagierte auf die überraschend freundlichen Worte der Verantwortlichen gestern mit einem Kursplus von 10,9 Prozent und der Kurs legte bis auf 288 Euro zu. Der Einbruch aus dem Januar konnte damit zwar noch nicht ganz verdaut, aber zumindest zu einigen Teilen ausgeglichen werden. Zudem notiert die Kering-Aktie nun schon wieder fast doppelt so hoch wie zu den Tiefständen aus dem vergangenen Jahr. Die Hoffnung auf ein Comeback ist greifbar.

Aus Anlegersicht ist es nie ganz ungefährlich, bei Investments nur auf das Prinzip Hoffnung zu setzen. Sollte Kering seine nun abgegebenen Versprechen aber einlösen und die Margen wieder klettern lassen, so ergäbe sich auch nach den gestrigen Aufschlägen noch einiges an Aufholpotenzial. Das macht Lust auf mehr und auch bei der Charttechnik gibt es durchaus einige erfreuliche Indikatoren zu bewundern. Für eine uneingeschränkte Empfehlung reicht die bloße Absicht für das Erreichen neuen Wachstums noch nicht unbedingt aus. Es kann aber nicht schaden, die Kering-Aktie etwas genauer im Auge zu behalten.

 

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11.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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