Offenbar plant Mercedes-Benz damit, die Sprinter-Produktion in Brandenburg auslaufen zu lassen und die IG Metall ist darüber nicht erfreut
Ungeklärte Zukunftsaussichten bei Mercedes-Benz
Dass die hiesigen Autobauer schwer unter Druck stehen, ist längst kein Geheimnis mehr. Um schwachen Absatzzahlen in China und US-Zöllen zu begegnen, setzen nicht wenige Branchenvertreter vor allem auf Einsparmaßnahmen. Solche gibt es auch bei Mercedes-Benz und offenbar ist der Konzern damit noch nicht am Ende.
Wie die „Märkische Allgemeine“ berichtet, plant Mercedes-Benz (DE0007100000) derzeit wohl damit, die Produktion des Sprinter in einem Werk im brandenburgischen Ludwigsfelde zum Jahr 2029 auslaufen zu lassen. Bis dahin gibt es für die rund 2.000 Angestellten noch eine Beschäftigungsgarantie. Wie es danach weitergeht, scheint vollkommen offen zu sein.
Dem Vernehmen nach hängt der geplante Rückzug mit einer Verlagerung der Produktion nach Polen zusammen. Die Brandenburger Landesregierung ließ mitteilen, sich für eine Fortsetzung der Produktion von Sprinter-Modellen mit Verbrennungsmotoren einzusetzen, solange diese von Mercedes-Benz grundsätzlich hergestellt werden. Der Konzern selbst bezog zu den Berichten bislang nicht Stellung.
Klare Worte fand aber bereits die Gewerkschaft IG Metall, welche es laut dem Ersten Bevollmächtigen Tobias Kunzmann nicht hinnehmen wolle, dass Mercedes sich „vom Acker macht“. Für den 13. September wurde ein Aktionstag angekündigt und obschon es keine offizielle Ankündigung zu einer Schließung oder dergleichen gibt, startet man wohl schon einmal den Abwehrkampf.
Mercedes-Benz im Sparzwang
Die Angelegenheit scheint sich recht schnell hochzuschaukeln, doch in Stein gemeißelt ist noch lange nichts. Klar ist aber, dass bei Mercedes-Benz die Kosten sinken müssen, um die Margen wieder steigen zu lassen. Denn bei den Absatzzahlen kündigt sich derzeit keine plötzliche Trendwende an. Anleger behalten das Thema im Auge, doch zwingende Kaufargumente liegen aktuell ohnehin nicht vor. Die weltweit schwierige Ausgangslage sorgt für zu viele Fragezeichen rund um Mercedes-Benz sowie die meisten Mitbewerber.
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04.09.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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