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Zwei Daimler-Erben, zwei Arten von Autokrise

Daimler Truck hebt die Prognose an, während Mercedes-Benz Absatz und Umsatz vorsichtiger einschätzt – die Trennung offenbart 2026 ihre strategische Logik

NTG24 - Zwei Daimler-Erben, zwei Arten von Autokrise

 

Fünf Jahre nach der Aufspaltung des alten Daimler-Konzerns lässt sich der Unterschied zwischen Personenwagen und Nutzfahrzeugen ungewöhnlich deutlich ablesen. Beide Unternehmen kämpfen mit Zöllen, Elektrifizierung, hohen Investitionen und konjunktureller Unsicherheit. Doch während Mercedes-Benz seine Ertragskraft derzeit vor allem durch Kostensenkungen verteidigt, kann Daimler Truck die Erwartungen für das Gesamtjahr anheben. Aus derselben industriellen Herkunft sind zwei sehr verschiedene Börsengeschichten geworden.

Daimler Truck Holding AG (DE000DTR0CK8) meldet noch vor dem vollständigen Halbjahresbericht einen ungewöhnlich starken freien Cashflow und eine bessere Perspektive für Nordamerika. Die Mercedes-Benz Group AG (DE0007100000) übertraf im zweiten Quartal zwar teilweise die gedämpften Markterwartungen, musste ihre Absatz- und Umsatzannahmen für 2026 aber wegen der Schwäche in China zurücknehmen.

Damit verläuft die Trennlinie nicht einfach zwischen einem guten und einem schlechten Unternehmen. Mercedes-Benz bleibt hochliquide, profitabel und technologisch ambitioniert. Daimler Truck verfehlt mit einzelnen Ergebniskennzahlen ebenfalls den Konsens. Entscheidend ist vielmehr, aus welcher Richtung die Überraschung kommt: Beim Pkw-Konzern wird ein schwieriges Marktumfeld durch Sparmaßnahmen abgefedert. Beim Lkw-Hersteller verbessern regulatorische Entscheidungen, Volumen und Cashflow die operative Ausgangslage.

Das verändert auch die Bewertungslogik. Mercedes-Benz muss beweisen, dass Modelloffensive und Premiumstrategie gegen den chinesischen Wettbewerb wieder mehr Preismacht erzeugen. Daimler Truck muss zeigen, dass die Prognoseanhebung nicht allein aus einer zollbedingten Entlastung und einem außergewöhnlich starken Quartals-Cashflow besteht.

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Daimler Truck bekommt Rückenwind aus Washington

 

Der wichtigste Impuls für Daimler Truck kam nicht aus einer neuen Modellreihe, sondern vom US-Handelsministerium. Die Behörde genehmigte den Antrag des Konzerns zur Anerkennung des US-Wertschöpfungsanteils rückwirkend zum 1. November 2025. Damit verbessert sich die wirtschaftliche Behandlung von Fahrzeugen und Komponenten innerhalb der nordamerikanischen Produktionsstruktur.

Auf dieser Grundlage hob Daimler Truck die Jahresprognose deutlich an. Das bereinigte Konzern-EBIT soll 2026 nun zwischen 3,6 Mrd. und 4,1 Mrd. Euro liegen. Zuvor waren 3,2 Mrd. bis 3,7 Mrd. Euro vorgesehen. Für das Industriegeschäft erwartet das Management eine bereinigte Umsatzrendite von 7 % bis 9 % statt bislang 6 % bis 8 %.

Auch der erwartete Absatz wurde auf 340.000 bis 370.000 Fahrzeuge erhöht. Besonders sichtbar ist der veränderte Blick auf Trucks North America: Dort rechnet Daimler Truck nun mit 160.000 bis 180.000 Fahrzeugen und einer bereinigten Rendite von 9 % bis 11 %. Die aktualisierte Prognose von Daimler Truck beruht allerdings ausdrücklich darauf, dass das bestehende USMCA-Regelwerk erhalten bleibt und keine neue Verschärfung der Zollpolitik erfolgt.

Das ist analytisch wichtig. Die Prognoseanhebung zeigt reale wirtschaftliche Entlastung, aber sie macht den Konzern zugleich stärker von politischen Rahmenbedingungen abhängig. Nordamerika bleibt nicht nur der wichtigste Ergebnisbringer, sondern auch der Bereich, in dem Handelsregeln, Emissionsvorgaben und Investitionszyklen den größten Hebel besitzen.

Der Konzern bekommt damit etwas, das Mercedes-Benz derzeit fehlt: eine externe Veränderung, die unmittelbar positiv auf Ergebnis und Planung wirkt. Beim Pkw-Hersteller verschärft sich der internationale Wettbewerb. Beim Lkw-Hersteller reduziert eine regulatorische Entscheidung vorerst einen Teil des Kostendrucks.

 

Der freie Cashflow ist stärker als das Quartalsergebnis

 

Die vorläufigen Zahlen von Daimler Truck sind dennoch kein makelloser Ergebnissieg. Das bereinigte Konzern-EBIT lag im zweiten Quartal bei 838 Mio. Euro und damit unter dem vom Unternehmen erfassten Analystenkonsens von 878 Mio. Euro. Der Umsatz des Industriegeschäfts erreichte 11,417 Mrd. Euro, die bereinigte Umsatzrendite 6,8 %. Auch diese Werte blieben etwas hinter den Vergleichsschätzungen zurück.

Der überzeugendere Teil der Veröffentlichung steht in der Kapitalflussrechnung. Das Industriegeschäft erzielte einen freien Cashflow von 1,762 Mrd. Euro. Der Konsens hatte lediglich rund 611 Mio. Euro vorgesehen. Für das Gesamtjahr erhöhte der Konzern seine Cashflow-Erwartung auf 3,0 Mrd. bis 3,5 Mrd. Euro.

Damit wird die Prognoseanhebung belastbarer, als es das EBIT allein vermuten lässt. Nutzfahrzeughersteller können gute Margen melden und gleichzeitig viel Kapital in Vorräten, Forderungen oder Produktionsanläufen binden. Ein hoher Mittelzufluss zeigt, dass das Geschäft im zweiten Quartal nicht nur bilanziell, sondern auch finanziell lieferte.

Allerdings sollte ein einzelnes Quartal nicht linear fortgeschrieben werden. Zahlungszeitpunkte, Lagerbewegungen und Auslieferungsmuster können den Cashflow stark beeinflussen. Der vollständige Halbjahresbericht am 7. August muss deshalb zeigen, wie wiederholbar die Entwicklung ist und welcher Anteil aus Working Capital statt aus strukturell höherer Ertragskraft stammt.

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Nordamerika erholt sich, Europa trägt das Volumen

 

Im zweiten Quartal setzte Daimler Truck 86.707 Fahrzeuge ab. Das waren 8 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Mercedes-Benz Trucks steigerte die Auslieferungen um 10 % auf 38.970 Einheiten, Trucks North America um 8 % auf 41.687 Fahrzeuge. Der Busbereich blieb mit einem Rückgang um 13 % auf 6.132 Einheiten deutlich schwächer.

Die Quartalsverbesserung darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Konzern im gesamten ersten Halbjahr mit 155.556 Fahrzeugen noch knapp unter dem Vorjahreswert lag. Nordamerika verzeichnete in den ersten sechs Monaten weiterhin ein Minus von 8 %. Das zweite Quartal markiert somit eine Erholung, aber noch keinen vollständig abgesicherten neuen Aufschwung.

Gerade deshalb ist die höhere Jahresprognose interessant. Daimler Truck setzt darauf, dass sich das bessere zweite Quartal in der zweiten Jahreshälfte fortsetzt. Die Absatzstatistik für das zweite Quartal liefert dafür erste Hinweise, aber noch keinen vollständigen Beleg.

Die Elektrifizierung wächst ebenfalls, bleibt quantitativ aber klein. Daimler Truck lieferte im Quartal 1.405 batterieelektrische Lkw und Busse aus, 21 % mehr als ein Jahr zuvor. Gemessen am Gesamtabsatz liegt der Anteil weiterhin im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Transformation ist damit industriell relevant, trägt aber noch nicht die heutige Ergebnisstärke.

 

Mercedes-Benz verteidigt die Marge gegen den Absatz

 

Bei Mercedes-Benz ist die Lage beinahe spiegelverkehrt. Der Konzernumsatz sank im zweiten Quartal um 3 % auf 32,1 Mrd. Euro. Das berichtete Konzern-EBIT stieg dennoch von 1,3 Mrd. auf 1,5 Mrd. Euro. Bereinigt erreichte das EBIT 2,3 Mrd. Euro nach 2,0 Mrd. Euro im Vorjahr.

Diese Verbesserung beruht nicht auf einer breit angelegten Erholung des Autogeschäfts. Sie wurde durch starke Beiträge von Financial Services und Vans, niedrigere Kosten sowie einen positiven Effekt von 131 Mio. Euro aus dem geplanten Verkauf des Leasingunternehmens Athlon getragen. Im Pkw-Kerngeschäft sank das bereinigte EBIT dagegen von 1,228 Mrd. auf 909 Mio. Euro. Die bereinigte Umsatzrendite fiel von 5,1 % auf 4,0 %.

Mercedes-Benz liegt damit innerhalb der für 2026 angekündigten Pkw-Margenspanne von 3 % bis 5 %. Doch eine Marge innerhalb einer bereits niedrigen Zielspanne ist etwas anderes als eine operative Trendwende. Der Konzern bewahrt seine Profitabilität, indem er Kosten schneller reduziert, als Umsatz und Mix die Erträge belasten.

Die Verwaltungsaufwendungen gingen auf Konzernebene um 14 % zurück, die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen um 12 %. Bei Mercedes-Benz Cars sanken die Umsatzkosten um 7 %. Die Q2-Veröffentlichung von Mercedes-Benz zeigt damit einen Konzern, dessen Ergebnis derzeit stärker aus Effizienz als aus Marktdynamik entsteht.

 

China ist nicht mehr nur ein Absatzproblem

 

Der Absatz von Mercedes-Benz Cars sank im zweiten Quartal auf 417.765 Fahrzeuge. In Europa legten die Verkäufe um 4 % zu, in den USA um 10 %. Ohne China wäre der weltweite Pkw-Absatz gegenüber dem Vorjahr um 2 % gewachsen.

In China brachen die Auslieferungen jedoch um 30 % ein. Das ist inzwischen mehr als eine konjunkturelle Schwäche. Lokale Hersteller konkurrieren mit kürzeren Entwicklungszyklen, aggressiver Preisgestaltung, digitaler Ausstattung und zunehmend glaubwürdigen Premiumprodukten. Mercedes-Benz kann sich diesem Wettbewerb nicht allein durch Markenimage entziehen.

Die Folgen reichen bis in die Bilanz. Im Pkw-Segment belasteten Wertminderungen auf chinesische Beteiligungen das berichtete EBIT mit 704 Mio. Euro. Diese Effekte waren im Quartal zwar nicht zahlungswirksam und wurden aus dem bereinigten Ergebnis herausgerechnet. Sie zeigen aber, dass sich die Neubewertung des chinesischen Geschäfts nicht auf aktuelle Fahrzeugverkäufe beschränkt.

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Mercedes-Benz erwartet für 2026 nun einen leichten Rückgang von Konzernumsatz und Pkw-Absatz gegenüber dem Vorjahr. Zuvor war jeweils eine weitgehend stabile Entwicklung unterstellt worden. Die Ergebnisprognose für das Kerngeschäft blieb bestehen, doch das Management sieht die Pkw-Marge inzwischen eher am unteren Ende der Spanne. Damit wird Kostendisziplin zur Voraussetzung, nicht zum zusätzlichen Vorteil.

Der Vergleich zu Daimler Truck fällt entsprechend deutlich aus. Beim Nutzfahrzeugkonzern wird ein regionaler Schlüsselmarkt zum positiven Prognosehebel. Beim Pkw-Hersteller zwingt der wichtigste frühere Gewinnmarkt zu Abschreibungen, vorsichtigeren Absatzannahmen und noch härteren Kostensenkungen.

 

Die Modelloffensive muss mehr leisten als Stückzahlen

 

Mercedes-Benz begegnet dem Druck mit dem größten Modellanlauf seiner Geschichte. Zwischen 2025 und 2027 sollen mehr als 40 neue Modelle auf den Markt kommen. Im zweiten Quartal stieg der Absatz batterieelektrischer Pkw um 51 % auf 52.852 Fahrzeuge. In Europa betrug das Wachstum 87 %, der Auftragseingang für Elektrofahrzeuge hat sich nach Konzernangaben mehr als verdoppelt.

Das ist technologisch und kommerziell ein wichtiges Signal. Die neuen Modelle treffen auf Nachfrage. Für die Ergebnisperspektive ist jedoch entscheidend, zu welchen Kosten dieses Wachstum entsteht. Mercedes-Benz rechnet selbst damit, dass ein höherer Anteil von in Europa verkauften Elektrofahrzeugen zunächst auf die Marge drücken kann.

Die Produktwelle löst somit zwei Aufgaben gleichzeitig. Sie muss verlorene Attraktivität zurückholen und zugleich eine Kostenstruktur rechtfertigen, die bislang stärker von hochpreisigen Verbrennermodellen getragen wurde. Neue elektrische CLA-, GLC- und C-Klasse-Varianten können den Absatz stabilisieren. Ob sie auch die frühere Ertragsqualität wiederherstellen, bleibt die größere Frage.

Hinzu kommt der Produktmix. Der Anteil besonders hochpreisiger Fahrzeuge lag im ersten Halbjahr mit 14,3 % innerhalb des Jahresziels von 14 % bis 15 %. Die Premiumstrategie ist damit formal intakt. Dennoch zeigt die Pkw-Marge von 4 %, dass ein hoher Top-End-Anteil allein die Belastungen aus China, Modellwechseln und Elektrifizierung derzeit nicht kompensiert.

 

Vans und Finanzdienstleistungen verhindern ein einseitiges Bild

 

Mercedes-Benz besteht nicht nur aus dem schwierigen Pkw-Segment. Die Transportersparte erzielte im zweiten Quartal ein bereinigtes EBIT von 454 Mio. Euro und eine Umsatzrendite von 10,2 %. Financial Services steigerte das bereinigte EBIT sogar um 70 % auf 492 Mio. Euro. Die bereinigte Eigenkapitalrendite erreichte 15,3 %.

Diese Bereiche stabilisieren den Konzern erheblich. Sie bergen aber auch die Gefahr, dass die Schwäche des Pkw-Kerns im Konzernabschluss weniger dramatisch erscheint, als sie strategisch ist. Mercedes-Benz wird an der Börse vor allem als Premiumautohersteller bewertet. Vans und Finanzierung können eine schwierige Modellphase überbrücken, aber nicht dauerhaft die zentrale Markenschwäche in China ersetzen.

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Die Bilanz gibt dem Management Zeit. Die Nettoliquidität des Industriegeschäfts lag Ende Juni bei 30,4 Mrd. Euro, obwohl Mercedes-Benz im ersten Halbjahr zusammen rund 5 Mrd. Euro für Dividenden und Aktienrückkäufe aufwendete. Der freie Cashflow des Industriegeschäfts sank im zweiten Quartal allerdings von 1,9 Mrd. auf 1,1 Mrd. Euro. Darin enthalten waren 417 Mio. Euro aus dem teilweisen Verkauf der Daimler-Truck-Beteiligung.

Gerade dieses Detail führt die beiden Unternehmen noch einmal zusammen. Mercedes-Benz stärkt den eigenen Cashflow durch den Verkauf eines Teils seiner verbliebenen Daimler-Truck-Aktien, während Daimler Truck operativ eine höhere Prognose vorlegt. Die frühere Konzernverbindung wird damit zunehmend zu einer Kapitalmarktposition statt zu einer strategischen Klammer.

 

Der Börsenvergleich spricht derzeit für den Nutzfahrzeugzyklus

 

Daimler Truck profitiert momentan von einer Kombination, die Anleger gut bewerten können: steigende Quartalsauslieferungen, ein überraschend hoher Cashflow, eine angehobene Prognose und bessere Rahmenbedingungen in Nordamerika. Dass das bereinigte EBIT den Konsens leicht verfehlte, tritt dadurch in den Hintergrund.

 

 

 

Mercedes-Benz liefert dagegen eine klassische Stabilisierungsgeschichte. Das Ergebnis fiel besser aus als nach dem schwachen Jahresstart befürchtet, und die Aktie reagierte entsprechend erleichtert. Doch die operative Verbesserung kommt vor allem aus Kostenkontrolle, Vans und Financial Services. Im Pkw-Geschäft bleibt die Rendite niedrig, China schwach und die Modelloffensive teuer.

Für Daimler Truck liegt das Risiko stärker im Zyklus. Frachtmärkte, Flotteninvestitionen und US-Handelspolitik können sich vergleichsweise schnell drehen. Bei Mercedes-Benz ist die Herausforderung struktureller: Der Konzern muss seine Stellung im chinesischen Premiumsegment neu definieren und gleichzeitig beweisen, dass Elektrofahrzeuge nicht nur Nachfrage, sondern auch angemessene Renditen erzeugen.

 

Die Aufspaltung hat keine zwei einfachen Gewinner geschaffen

 

Die Trennung des früheren Daimler-Konzerns wirkt aus heutiger Sicht sinnvoller denn je. Nutzfahrzeuge und Premium-Pkw benötigen unterschiedliche Kapitalstrukturen, Investitionsrhythmen und strategische Antworten. Daimler Truck kann auf einen regionalen Transportzyklus, industrielle Skalierung und Cashflow reagieren, ohne die milliardenschwere Modellpolitik eines Luxusautoherstellers mittragen zu müssen. Mercedes-Benz kann sich wiederum auf Marke, Software, elektrische Plattformen und Premiumprodukte konzentrieren.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Daimler Truck dauerhaft die bessere Aktie sein muss. Die aktuelle Prognoseanhebung enthält politische Annahmen, Nordamerika bleibt zyklisch und der Busbereich schwach. Der Konzern muss am 7. August zeigen, dass der hohe Cashflow und die bessere Jahresplanung auch unterhalb der Überschrift Substanz besitzen.

Mercedes-Benz steht vor der komplizierteren, aber potenziell wertvolleren Aufgabe. Gelingt es, die neue Modellgeneration mit niedrigeren Fixkosten, wettbewerbsfähiger Software und stabileren Elektroauto-Margen zu verbinden, könnte die heutige Schwächephase den Ausgangspunkt einer Erholung bilden. Solange China jedoch um 30 % schrumpft und das Pkw-Geschäft nur 4 % bereinigte Rendite erwirtschaftet, bleibt diese Erholung eine operative Möglichkeit und keine bestätigte Wende.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenIm Sommer 2026 liegt Daimler Truck deshalb vorne. Nicht weil Lastwagen grundsätzlich attraktiver wären als Luxusautos, sondern weil sich Richtung und Erwartung unterscheiden. Der Lkw-Hersteller korrigiert seine Planung nach oben. Mercedes-Benz verhindert mit harter Kostendisziplin, dass die Marktschwäche noch stärker auf das Ergebnis durchschlägt. An der Börse ist eine steigende Erwartung meist wertvoller als eine erfolgreich verteidigte.

 

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29.07.2026 - Christian Teitscheid

Unterschrift - Christian Teitscheid

 

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