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Siemens Energy liefert ab

Die Börse liebt die AI-Zulieferer-Story von Siemens Energy

NTG24 - Siemens Energy liefert ab

 

Das Gas-Turbinen-Geschäft ist ein Segen für Siemens Energy. AI sei Dank. Die Frage ist nun, wann man sich endgültig vom Windmühlengeschäft trennen wird, um wieder ein richtiger Energiekonzern zu werden.  

Was für ein Turnaround! Man muss wirklich den Hut vor Siemens Energy (DE000ENER6Y0) ziehen. Das Unternehmen wurde lange von der Börse abgeschrieben und das auch zurecht. Die Übernahme von Siemens Gamesa war von vornherein ein Fehler. Man dachte, dass sich mit Windkraft in Zukunft das grosse Geld verdienen lassen wird, aber es entwickelte sich zu einem Milliardengrab für die Aktionäre. Überraschend war eigentlich nur, wie lange der (wechselnde) Vorstand benötigte, um die „Bombe“ Gamesa zu entschärfen und um sich auf den Wert des Gas-Turbinen-Geschäfts zurückzubesinnen. 

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Siemens Energy AG

 

Der Auftragseingang im 1. Fiskalquartal (31. Dezember) erreichte einen neuen Rekordwert. Insgesamt nahm man konzernweit Aufträge im Wert von 17,6 Mrd. Euro ein. Ein bemerkenswerter Erfolg. Die Book-to-bill-Ratio erreichte ein unglaublich hohes Niveau von 1,82, was natürlich auch dem Umstand geschuldet ist, dass bei Siemens Energy zwischen Auftragseingang und Rechnungsstellung produktbedingt sehr viel Zeit vergeht. Ein plötzlicher und grosser Anstieg der Auftragseingänge kann daher die Ratio für eine Weile verzerren. Entscheidend ist natürlich auch, welche Sparten die Auftragseingänge erzielen konnten. 

 

Rekordauftragseingang bei Siemens Energy

 

Das Gas-Turbinen-Geschäft sah einen Sprung bei den Auftragseingängen von satten 81 %. Von den 17,6 Mrd. Euro an Aufträgen gingen bei der Sparte Gas Services 8,75 Mrd. Euro ein. Das war der höchste Auftragseingang jemals für die Sparte. Die Grossaufträge kamen von überall, nur nicht aus der Heimat. Schaut man sich die Sparte isoliert an, dann lag die Book-to-bill-Ratio hier bei 2,83 und der Auftragsbestand sprang auf 60 Mrd. Euro. Aber auch hier braucht der Umsatz, um mitzuziehen. Im 1. Fiskalquartal „nur“ ein Plus von 13,9 % auf 3,097 Mrd. Euro. Von denselben Katalysatoren profitierte auch die Sparte Grid Technologies, deren Auftragseingang um 21,8 % auf 5,96 Mrd. Euro kletterte (Auftragsbestand 45 Mrd. Euro). Hier wuchs der Umsatz deutlich stärker um 26,9 % auf 3,05 Mrd. Euro. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeSiemens Gamesa war hingegen in jeder Hinsicht eine Belastung. Der Auftragseingang schrumpfte hier im Jahresvergleich um -33,7 % auf nur noch 1,56 Mrd. Euro, der Umsatz wuchs mager um 3,9 % auf 2,36 Mrd. Euro und nach Steuern erwirtschaftete Gamesa einen Verlust von -221 Mio. Euro. Eine deutliche Verbesserung im Jahresvergleich von zuletzt -423 Mio. Euro, was man anerkennen muss. Für das Gesamtjahr bleibt der Vorstand bei der Erwartung, dass Gamesa allein betrachtet den Break-Even vor Sondereffekten schaffen wird. Der Umsatz soll stagnieren. Hingegen soll der Gesamtkonzern beim Umsatz um 11 % bis 13 % wachsen und der Gewinn nach Steuern zwischen 3 und 4 Mrd. Euro liegen.

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12.02.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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