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Die Erholung bei TeamViewer gerät ins Stocken, PayPal kündigt Rechtsextremen die Freundschaft, die Deutsche Bank freut sich über steigende Zinsen und bei Tesla kommt es zur nächsten Verspätung

Die Aktionäre zittern

NTG24 - Die Erholung bei TeamViewer gerät ins Stocken, PayPal kündigt Rechtsextremen die Freundschaft, die Deutsche Bank freut sich über steigende Zinsen und bei Tesla kommt es zur nächsten Verspätung

 

Eine hohe Inflation und Befürchtungen um schnell steigende Zinsen in den USA hielten die Märkte in dieser Woche mal wieder in Atem. Zwar ging es nicht überall in Richtung Süden, doch selbst einige Gewinner-Aktien wurden durch die jüngsten Entwicklungen spürbar zurückgehalten. Es geht die Sorge um, dass der Bullenmarkt in diesem Jahr sein Ende finden könnte.

Unter Druck setzt das vor allem Tech-Aktien und damit auch TeamViewer (DE000A2YN900), wo es erst kürzlich zu dezenten Versuchen einer Erholung kam. Nachdem der Titel sich bis auf 16 Euro in die Höhe bewegen konnte, kamen nun aber schon wieder erste Korrekturen. Auf Wochensicht mussten die Anteilseigner Abschläge von 7,36 Prozent hinnehmen, was den Kurs bis zum Wochenende auf 14,92 Euro reduzierte.

Das mag noch ein gutes Stück über den Tiefstständen bei 10,75 Euro liegen. Dennoch ist es enttäuschend, dass schon jetzt die Aufwärtsdynamik nachzulassen scheint. Für ein furioses Comeback spricht das nicht gerade und da die Zinsängste auch in den nächsten Tagen noch ein Thema bleiben werden, drohen weitere Verluste in der neuen Woche.

 

PayPal zeigt klare Kante

 

Auch PayPal (US70450Y1038) bleibt von den Zinssorgen nicht unberührt. Allerdings ist der jüngste Kurssturz hier mehr auf katastrophale Unternehmenszahlen zurückzuführen, von denen sich die Käufer bis heute nicht erholen konnten. Mit 104,06 Euro zum Wochenende sind seitens der Anleger Verluste von knapp 40 Prozent zu beklagen.

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Werbebanner ClaudemusDas hindert den Zahlungsdienstleister ober offenbar nicht daran, sich seine Kunden und Partner ganz genau auszusuchen. Medienberichten zufolge unterstützt PayPal keine Zahlungen mehr an den Onlineshop der berüchtigten Partei „Freie Sachsen“, welche dem rechtsextremen Milieu zugeordnet wird. Begründet wird das damit, dass einige Artikel des Sortiments gegen das Grundgesetzt verstießen. In der Vergangenheit gab es bereits ähnliche Schritte bei anderen Shops aus dem rechten Spektrum. PR-technisch dürfte das Ganze ein Erfolg werden, für eine Kurswende im laufenden Abwärtstrend wird das aber kaum ausreichen.

 

Die Deutsche Bank im Glück

 

Erstmals seit rund 40 Jahren lag die Inflation in den USA im Januar bei über sieben Prozent, was den Druck auf die Notenbank Fed schwer erhöht. Entsprechend wird schon darüber gemunkelt, dass es 2022 bis zu sieben Zinsschritte bei den planmäßigen Zinstreffen zu sehen geben könnte. Außerdem brachte mancher Beobachter die Möglichkeit von außerordentlichen Zinserhöhungen ins Spiel.

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Während das den Börsen insgesamt erneut zusetzt, herrscht bei den Anlegern der Deutschen Bank (DE0005140008) regelrechte Euphorie über solche Aussichten. In dieser Woche ging es für die Aktie des Geldhauses um ganze 4,56 Prozent in die Höhe und am Donnerstag konnte bei 16,64 Euro ein frisches 52-Wochen-Hoch aufgestellt werden. Leichte Verluste am Freitag ändern da nichts daran, dass derzeit alles nach einem Aufwärtstrend aussieht.

 

Weitere Verzögerung bei Teslas Produktionsstart in Grünheide?

 

Währenddessen lieferte Tesla (US88160R1014) in den letzten Tagen wieder zuverlässig neue Schlagzeilen. Allerdings waren die wenigsten davon positiv. Wie die „Automobilwoche“ berichtet, scheint es nun in der neuen Fabrik in Grünheide abermals zu Problemen zu kommen. Eine endgültige Baugenehmigung für die Gigafactory liegt weiterhin nicht fort und eine solche könnte vielleicht noch deutlich länger auf sich warten lassen.

Darauf weist zumindest die Tatsache hin, dass ein für den vergangenen Freitag angekündigter Gerichtstermin verschoben werden musste. Der banale Grund dafür war eine Erkrankung des Prozessbevollmächtigten des Klägers. Inhalt der Klage ist die Vermutung, dass die Tesla-Fabrik zu viel Wasser benötigen könnte, weshalb gefordert wird, keine Genehmigung für den Beginn der Produktion zu erteilen. Ein neuer Termin in der Angelegenheit wird mit Sicherheit gefunden werden. Noch ist aber offen, wann ein solcher angesetzt werden könnte und so ist eine erneute Verschiebung des Produktionsstarts nicht ausgeschlossen. Die Aktionäre reagierten darauf am Freitag mit Kursverlusten von 3,93 Prozent und die laufende Korrektur bei der Tesla-Aktie setzt sich weiter fort.

 

Klare Signale fehlen

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistTrotz zahlreicher neuer Entwicklungen an den Märkten fehlt es an den Märkten vielerorts an Nachdruck – sowohl nach oben als auch nach unten. Die Anleger stellen sich auf die veränderte Ausgangslage im laufenden Jahr zwar bereits ein. Viele scheinen aber noch abzuwarten, ob sich die derzeitigen Befürchtungen, Sorgen und auch Hoffnungen noch bestätigen werden. Was die neue Woche bringt, lässt sich einmal mehr kaum vorhersagen. Eine große Rolle dabei wird die Ukraine-Krise spielen, die nach Informationen der US-Geheimdienste in den nächsten Tagen endgültig eskalieren könnte.

 

13.02.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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