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Das Portfolio von Siemens Energy scheint auf dem Prüfstand zu stehen und nicht nur die defizitäre Windkraftsparte könnte vor einem Abschied stehen

Siemens Energy schaut bei der Marge genauer hin

NTG24 - Das Portfolio von Siemens Energy scheint auf dem Prüfstand zu stehen und nicht nur die defizitäre Windkraftsparte könnte vor einem Abschied stehen

KI-generiertes Symbolbild. Marken dienen der redaktionellen Einordnung.

 

Dank der enormen Nachfrage nach Gasturbinen und der durch den KI-Boom verursachten Nachfragesprung bei der Netztechnik geht es Siemens Energy heute vermutlich besser denn je. Die Bilanzen könnten aber vielleicht noch etwas besser ausfallen, denn längst nicht jede Sparte liefert traumhafte Margen. Nun mehren sich die Anzeichen dafür, dass es in Zukunft einige Anpassungen geben könnte.

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinGanz oben auf der Abschussliste steht bei Siemens Energy (DE000ENER6Y0) wohl die Windkrafttochter Gamesa, welche schon seit Jahren hohe Verluste zur Bilanz beisteuert. Zwar hat die Lage sich etwas entspannt und die Verluste fielen zuletzt immer geringer aus. Schwarze Zahlen können mit der Windkraft aber noch nicht geschrieben werden. Konzernchef Christian Bruch bezeichnete das Segment zwar weiterhin als wichtig für die Zukunft und wollte sich zunächst darauf konzentrieren, jenes stärker aufzustellen.

 

 

 

Sicher ist aber nichts und wenn die Rendite nur bei drei Prozent liege, während andere Geschäftsbereiche 20 Prozent erreichten, werde irgendwann auch die „Portfoliofrage“ gestellt. Gemeint ist damit die Überlegung, Gamesa entweder auszugliedern oder zu verkaufen. Eine Entscheidung in diese Richtung ist allerdings noch nicht gefallen und es gibt weiterhin keine Ankündigungen in diese Richtung.

 

Siemens Energy schaut auch woanders genauer hin

 

Bei den Überlegungen zur Zukunft des Unternehmens scheint allerdings nicht nur die Windkraft eine Rolle zu spielen. Auch die Sparte „Transformation of Industry“ steht wohl ein wenig auf dem Prüfstand. Laut einem Bericht des „Manager Magazin“ spielt das Unternehmen wohl bereits diverse Szenarien durch, darunter eine Abspaltung in Form eines Spin-Offs oder ein Börsengang. Insidern zufolge soll das weitere Vorgehen im Aufsichtsrat aber noch offen sein und das Kontrollgremium hat sich offenbar noch gar nicht damit beschäftigt.

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Transformation of Industry, welches sich mit der Energieinfrastruktur für Industriekunden beschäftigt, erreichte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 5,7 Milliarden Euro und eine operative Rendite in Höhe von 7,4 Prozent. Das ist recht ansehnlich, gerät aber bei den gigantischen Sprüngen anderer Sparten etwas in den Hintergrund. Siemens Energy scheint sich in Zukunft noch stärker auf seine hauptsächlichen Wachstumstreiber konzentrieren zu wollen, was aus Anlegersicht auch nichts Schlechtes sein muss. Es bleibt aber noch abzuwarten, welche Entscheidungen letztendlich getroffen werden mögen.

Die größten Erfolge feiert Siemens Energy nach wie vor mit Technik für Gaskraftwerke sowie der Netztechnik. In diesen Bereichen gibt es zum Teil jahrelange Wartezeiten für Komponenten und ein Abebben der Nachfrage ist noch immer nicht zu erkennen. Eher lassen immer neue Rechenzentren vermuten, dass die Kundschaft weiter munter anklopfen wird. Im Bereich Gas wurde mit dem (vorläufigen) Ende des Irankriegs derweil ein Risikofaktor aus der Rechnung genommen. Das treibt die Laune der Anleger an und die Siemens Energy-Aktie konnte sich in den letzten fünf Tagen wieder um knappe zehn Prozent bis auf 169,34 Euro zu Handelsschluss am Donnerstag verbessern.

 

Interessante Perspektive

 

Auch wenn die weiteren Pläne zum Portfolio von Siemens Energy noch sehr vage bleiben, so ergeben sich allein aus laufenden Überlegungen heraus interessante Perspektiven für die Aktionäre. Auf bisherigen Erfolgen scheint das Management sich nicht einfach ausruhen zu wollen. Stattdessen wird wohl laufend darüber nachgedacht, wie aus der hervorragenden Ausgangslage das meiste herausgeholt werden kann. Dabei können die Anteilseigner sich schon jetzt kaum bescheren.

Trotz einer Phase von Gewinnmitnahmen notiert die Siemens Energy-Aktie aktuell fast doppelt so hoch wie vor einem Jahr, und schon da befand der Titel sich in einem steilen Aufwärtstrend. Vor drei Jahren wurde die Aktie zeitweise zu rund 7,50 Euro gehandelt, als die Probleme bei Gamesa das Bild noch bestimmten. Seither ging es nun schon um über 2.000 Prozent aufwärts. Die Wende ist geglückt und nun bemüht man sich bei Siemens Energy darum, diesen Erfolgszug weiter zu beschleunigen.

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19.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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