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Siemens Energy startet Elektrolyseur-Produktion in Moabit, Nel ASA scheitert an Erholungsversuch, ThyssenKrupp Nucera wird von Analysten bevorzugt und bei Plug Power wird es ernst

Gute Laune will bei Wasserstoff-Aktien immer noch nicht aufkommen

NTG24 - Siemens Energy startet Elektrolyseur-Produktion in Moabit, Nel ASA scheitert an Erholungsversuch, ThyssenKrupp Nucera wird von Analysten bevorzugt und bei Plug Power wird es ernst

 

An der Börse hat der Hype um Wasserstoff-Aktien sich größtenteils gelegt, doch die Technologie an sich gilt weiterhin als aussichtsreich und in mancherlei Hinsicht gar als alternativlos. Mit entsprechendem Druck arbeiten sowohl Unternehmen als auch Regierungen daran, Fortschritte auf die Beine zu stellen. Die Aktionäre konnte das aber zuletzt nicht abholen.

Mit prominentem Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck eröffnete Siemens Energy (DE000ENER6Y0) gestern in Berlin-Moabit eine Fabrik zur Massenfertigung von Elektrolyseuren. Die Beteiligten zeigten sich sehr zuversichtlich und sprachen unter anderem vom „Beginn der Kommerzialisierung“ der Technologie. Das sind große Worte, die an der Börse aber weitgehend verhallen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDort interessiert man sich viel mehr für die laufenden Gespräche für Staatsgarantien, die schon seit einigen Tagen durch die Newsticker geistern. Echte Fortschritte gab es diesbezüglich nicht zu vermelden. Bundeskanzler Scholz sagte aber, dass es „zuversichtlich“ sei, dass bald eine Lösung gefunden werden kann. Das ist nicht das, was die Investoren hören wollten. Die Siemens Energy-Aktie gab am Mittwoch um 2,34 Prozent nach und fiel damit auf 9,11 Euro zurück.

 

Nel ASA: Satz mit X!

 

Nichts Neues konnte derweil Nel ASA (NO0010081235) vorweisen, und genau das nehmen die Analysten der Berenberg Bank dem norwegischen Unternehmen ein wenig übel. Zwar gibt es für die angeschlagene Aktie noch immer eine Kaufempfehlung. Das Kursziel wurde aber von ohnehin schon überschaubaren 12 auf nun nur noch 11 norwegische Kronen gesenkt. Letzteres entspricht umgerechnet 0,92 Euro. Einen Ausbruch aus Pennystock-Gefilden traut man Nel also nicht länger zu.

Begründet wird das Ganze vordergründig mit der schleppenden Entwicklung bei neuen Aufträgen, was bei den Anlegern einen empfindlichen Nerv trifft. Der jüngste Erholungsversuch bei der Nel ASA-Aktie wurde erst einmal abgesägt. Mit den Kursen ging es gestern um satte 5,4 Prozent bis auf 0,66 Euro abwärts. Damit bleibt zwar noch Abstand zum 52-Wochen-Tief bei 0,57 Euro. Dennoch ist die deutliche Korrektur eine klare Enttäuschung und die Kurse bleiben auf einem ausgesprochen niedrigen Niveau.

 

ThyssenKrupp Nucera wird bevorzugt

 

In Sachen Wasserstoff-Aktien hat Berenberg aber auch schon eine interessante Alternative parat. Die Anteilsscheine von ThyssenKrupp Nucera (DE000NCA0001) werden als interessanter angesehen und es gibt eine Kaufempfehlung, welche von einem recht eindrucksvollen Kursziel begleitet wird. Bis zu 21 Euro trauen die Experten der Aktie zu und sorgten damit zumindest kurzfristig für gute Lauen bei den Aktionären.

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Zeitweise konnte die Nucera-Aktie gestern um rund sechs Prozent zulegen, diese Gewinne aber leider nicht lange verteidigen. Am Nachmittag wurden die Zugewinne schnell wieder abverkauft und per Handelsschluss standen 14,60 Euro auf dem Ticker. Daraus ergibt sich ein Tagesverlust in Höhe von 0,54 Prozent. Die Skepsis im Sektor scheint derzeit zu groß zu sein, als dass positive Analystenstimmen allein eine Rallye begründen könnten.

 

Bange Blicke bei Plug Power

 

Davon ist auch die Aktie von Plug Power (US72919P2020) betroffen, mit der es am Mittwoch um 3,7 Prozent bis auf 5,62 Euro in die Tiefe ging. Bei dem US-Konzern ist die Vorsicht der Anleger allerdings nachvollziehbar. Mit Quartalszahlen enttäuschten die Verantwortlichen oft und viele interessante Projekte wurden im laufenden Jahr nach hinten verschoben. Umso größer ist nun die Anspannung vor den nächsten Ergebnissen, welch voraussichtlich heute nach Börsenschluss vorgelegt werden.

Im Vorfeld machen sich einige Anteilseigner schon mal auf die nächste Enttäuschung gefasst, welche leider auch nicht ansatzweise ausgeschlossen werden kann. Die niedrige Erwartungshaltung eröffnet zwar auch Chancen, sollte Plug Power für positive Überraschungen sorgen oder nur die bisherigen Prognosen treffen. Sich darauf zu verlassen, wäre aber eine sehr spekulative und damit riskante Angelegenheit. Auf die letzten Quartalszahlen folgten herbe Kursverluste. Das muss sich zwar nicht wiederholen, sollte Anleger aber dennoch zur Vorsicht mahnen.

 

Wo bleibt der Durchbruch?

 

Schon seit Jahren zählt Wasserstoff an den Märkten zu den aussichtsreichsten Sektoren und die Aussichten auf Wachstum fallen bis heute teils schwindelerregend aus. Allerdings macht das Thema kleinere Schritte, als es sich viele erhofft hatten. Auch die langfristigen Aussichten werden mehr und mehr infrage gestellt und die Geduld vieler Anteilseigner neigt sich sichtlich ihrem Ende zu. Da bräuchte es gerade jetzt dringend gute Neuigkeiten und im besten Fall einige Großaufträge von namhaften Kunden. Ohne solche bleiben die (kurzfristigen) Aussichten leider eher dürftig. Dennoch bleibt es dabei, dass Wasserstoff eine Schlüsselrolle mit Blick auf die Energiewende zukommt.

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09.11.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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