Pläne der Schweizer Regierung kommen bei der UBS nicht gut an und Gerüchten zufolge soll es schon Gespräche um einen Umzug in die USA gegeben haben
Für die UBS könnte ein Umzug das letzte Mittel darstellen
Bei der letzten Schweizer Bankenkrise im Jahre 2023 musste die zusammengebrochene Credit Suisse in einer staatlich gelenkten Übernahme von der UBS gerettet werden. Entstanden ist daraus ein neuer Gigant, dessen Bilanzsumme bei etwa dem Doppelten der Wirtschaftsleistung der Schweiz liegt. Das Risiko im Falle einer Schieflage steigt dadurch weiter an und die Regierung in Bern will möglichst verhindern, dass es zu einer neuen Krise kommt.
Zu diesem Zweck sollen die Kapitalanforderungen an die UBS (CH0244767585) in Zukunft deutlich erhöht werden. Ein Ende September veröffentlichter Gesetzesentwurf sieht vor, dass Auslandsbeteiligungen in Zukunft zu 100 Prozent mit Eigenkapital bei der Konzernmutter in der Schweiz gedeckt sein müssen. Das würde dazu führen, dass die UBS schätzungsweise 26 Milliarden US-Dollar an zusätzlichem Kapital aufbauen müsste. Vorgesehen ist eine Frist von sieben Jahren, um diese Rückstellungen aufzubauen.
Der UBS gehen diese Pläne aber wohl deutlich zu weit, weshalb auf das Parlament eingewirkt werden soll, um die Regelung abzuschwächen oder kippen zu können. Sollte dies nicht gelingen, so denkt das Geldhaus laut einem Bericht der „Financial Times“ wohl auch schon über einen möglichen Umzug in die USA nach. Es sollen sogar bereits Gespräche mit US-Finanzminister Scott Bessent über das Thema stattgefunden habe.
Die UBS wollte diese Gerüchte bislang nicht bestätigen. Die Pläne der Regierung bezeichnete das Unternehmen aber schon zuvor als extrem und unverhältnismäßig und gewarnt wurde davor, dass dadurch die internationale Wettbewerbsfähigkeit empfindlich eingeschränkt werde. Da fällt es nicht schwer zu glauben, dass intern diverse Optionen mindestens gedanklich durchgespielt werden – und sei es nur, um Druck auf die Politik aufbauen zu können.
UBS: Ausgebremst
Zugenommen haben zuletzt auch die Sorgen auf Seiten der Aktionäre. Während zahlreiche europäische Banken kürzlich noch Rekordkurse verzeichnen konnte, musste die UBS-Aktie Ende September eine kleine Korrektur verkraften, von der das Papier sich bislang nicht erholen konnte. Schlecht stand das Papier zu Handelsschluss am Montag mit 30,88 CHF nicht da. Kauflaune machte sich in den letzten vier Wochen allerdings auch nicht weiter bemerkbar.
UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?
Die neuesten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?
Konkrete Empfehlungen zu UBS - hier weiterlesen...
18.11.2025 - Matthias Eilenbrock

Auf Twitter teilen Auf Facebook teilen
Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.
Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren
Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur
Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)






29.04.2026
18.04.2026
09.03.2026
05.02.2026