Öl steigt Richtung 120 US-Dollar, UBS erhöht Bonuspool und Schweizer kippen Heiratsstrafe - BÖRSE TO GO
Präsident Trump erwägt Truppeneinsatz - Ölpreis explodiert auf fast 120 US-Dollar
Präsident Trump erwägt einen Truppeneinsatz im Iran. Der Kapitalmarkt adjustiert sich neu und Öl steigt auf fast 120 US-Dollar / Barrel. Die UBS hat den Bonuspool nach einem erfolgreichen Jahr um 10 % erhöht. Die Vergütung von CEO Ermotti blieb jedoch unverändert. Die Schweizer entscheiden sich in einer historischen Steuerabstimmung für die Abschaffung der Heiratsstrafe. Nach mehr als vier Dekaden wird damit nun die Benachteiligung von verheirateten Doppelverdienerhaushalten abgeschafft.
Die Aussicht auf einen langen Krieg im Iran verschreckte heute früh die Anleger im asiatischen Aktienhandel. Der Nikkei 225 Index und der KOSPI schlossen beide mehr als -5 % im Minus für den Tag. Im Tief notierten die Benchmarks jedoch deutlich tiefer. Der Nikkei 225 Index mehr als -7 % und der KOSPI mehr als -8 %. Der Hang Seng Index wird kurz vor Börsenschluss mehr als -1,9 % gehandelt. Auch der Terminmarkt ist tiefrot. Der DAX-Future (März) wird vor Eröffnung des europäischen Börsenhandels -2,58 % tiefer bei 22.940,50 Punkten gehandelt.
Und die Börse Frankfurt hat bereits eine schwere Woche hinter sich gebracht. Wir haben einen breiten Sell-off gesehen, der alle deutschen Benchmarks tiefer gerissen hat. Auf Wochenbasis war der TecDAX mit einem Abschlag von -4,76 % auf 3.607,48 Punkte noch die am besten performende Benchmark. Ausgerechnet die Blue Chips waren die größten Verlierer und drückten den Dow Jones Industrial Average Index -6,70 % tiefer auf 23.591,03 Punkte. Zu den größten Belastungen zählte dabei Beiersdorf (DE0005200000), deren Kurs um mehr als ein Fünftel auf 84,10 Euro abrutschte, nachdem man eine Stagnation auswies und eine schwache Prognose präsentiert hatte.
Auch New York verlor in der vergangenen Woche auf der ganzen Breite. Allerdings bei weitem nicht so stark wie Frankfurt. An der Wall Street traf es ebenfalls die Blue Chips am stärksten. Der Dow Jones Industrial Average Index rutschte um -3,01 % auf 47.501,55 Punkte ab. Die Liste der Verlierer wurde dabei von Goldman Sachs (US38141G1040) angeführt, deren Kurs um -9,97 % auf 821,08 US-Dollar rutschte, da die Anleger befürchten, dass die Investmentbank Verluste im Private Credit Markt erlitten hat. Die Technologietitel verursachten hingegen den geringsten Wochenverlust. Der Nasdaq 100 Index gab um -1,27 % auf 24.643,02 Punkte ab.
Öl steigt Richtung 120 US-Dollar
Der Terminmarkt für Öl-Kontrakte erlebt am Montag einen regelrechten Short-Squeeze. Der Preis für Brent-Rohöl explodierte im Verlauf der asiatischen Sitzung auf bis zu 119,46 US-Dollar pro Barrel. Ein Anstieg um rund 50 % im Vergleich zum letzten Tief Mitte Dezember. Dafür verantwortlich sind im Wesentlichen die Äußerungen von US-Präsident Trump am Wochenende, der den Einsatz von US-Truppen auf iranischem Boden nicht mehr ausschließen will. Ein solcher Einsatz zieht aber im Zweifel einen deutlich längeren Kriegseinsatz nach sich und signalisiert zudem dem Ölmarkt, dass die Straße von Hormus im Zweifel länger gesperrt bleiben wird, als bisher erhofft. Auch erhöht sich damit der Druck aus der eigenen Partei, dass Präsident Trump um Zustimmung des Kongresses werben muss. Als Reaktion auf den massiven Anstieg des Ölpreises diskutieren am Montag aber inzwischen auch die G7-Staaten über die Öffnung der Notfallreserven, um die Belastungen für die Unternehmen und Bürger abzudämpfen. Auch die deutsche Bundesregierung verfügt über Ölreserven für Notfälle. Zuletzt wurden sie im März 2022 freigegeben. Die Reserven sollen für mindestens 90 Tage reichen.
UBS erhöht Bonuspool um 10 %
Im Zuge der Veröffentlichung des Jahresabschlusses am Morgen wurden auch die Bonuszahlungen und Gehälter der UBS (CH0244767585) Top-Manager bekannt gegeben. Vor dem Hintergrund, dass die Integration der Credit Suisse nun fast vollständig abgeschlossen ist und das Geschäft im letzten Jahr erfolgreich gelaufen ist, erhöhte man den Bonuspool um 10 %. CEO Sergio Ermotti, der die UBS im kommenden Jahr wieder verlassen wird, erhielt jedoch eine unveränderte Vergütung von 14,9 Mio. Franken, wobei 2,5 Mio. Franken unverändert seit 2011 als Grundgehalt gelten und im vergangenen Jahr 12,1 Mio. Franken als variable Vergütung obendrauf kamen. Die UBS hatte das Vorsteuerergebnis im vergangenen Jahr um 30 % auf 8,85 Mrd. US-Dollar erhöht. Die offizielle Linie der Schweizer Großbank ist, dass Ermotti, der aus dem Ruhestand zurückgeholt wurde, um die CS in die UBS zu integrieren, auf der Hauptversammlung 2027 sein Amt übergeben wird. Colm Kelleher, der Präsident des Verwaltungsrates, hat aber auch ins Gespräch gebracht, dass Ermotti ihn im kommenden Jahr ablöst.
Schweiz kippt die Heiratsstrafe
Die Stimmbevölkerung der Schweiz hat sich am Wochenende gegen die sogenannte Heiratsstrafe entschieden. Seit über 40 Jahren werden verheiratete Paare, wo beide arbeiten, steuerlich schlechter gestellt als unverheiratete, weil ihr gemeinsames Einkommen aufsummiert wird, was höhere Besteuerungssätze auslöst, während unverheiratete Paare individuell besteuert werden. Die bisherige Steuerbelastung der Heiratsstrafe hat derart hohe Bedeutung für Paare, dass junge Doppelverdienerhaushalte sich zunehmend gegen eine Heirat entschieden haben, um finanziell besser gestellt zu sein. Entschieden abgelehnt hat die Stimmbevölkerung auch die sogenannten „Klimafonds“, die per staatlichen Subventionen nach dem Gießkannenprinzip ausstreuen wollten. Die Bürger lehnten die Initiative aufgrund der hohen Kosten und der geringen Wirksamkeit der Methode ab. Angenommen wurde hingegen der Gegenentwurf der Bargeld-Initiative, die die Verankerung des Franken als Währung und Bargeld in der Verfassung stärken soll.
Tagestermine
Wie gewonnen, so zerronnen. Im Dezember begeisterte der Auftragseingang der deutschen Industrie noch mit einem sensationellen Anstieg um 7,8 %. Doch wer auf eine echte Wende in der darbenden Industrie hoffte, wurde heute früh enttäuscht. Vor Börsenbeginn wurden die Auftragseingänge für den Monat Januar veröffentlicht, die einen Einbruch um -11,1 % im Vergleich zum Dezember sahen. Das Ganze entpuppte sich damit als Strohfeuer, ausgelöst durch Budgetüberlegungen zum Jahresende. Auch die Industrieproduktion brach im Januar ein. Im Vergleich zum Dezember ergab sich ein Rückgang um -0,5 % und im Jahresvergleich um -1,20 %.
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09.03.2026 - Mikey Fritz

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