Deutsche Bank mit Rekordergebnis, UBS steigert Gewinn um 80 % und Mercedes bleibt im Rückwärtsgang - BÖRSE TO GO
Deutsche Bank erzielt ein neues Rekordergebnis - Kostendisziplin erhöht Profitabilität
Neues Rekordquartal für die Deutsche Bank. Weniger die Ertragsseite, sondern eher eine hohe Kostendisziplin steigerten die Profitabilität. Die UBS steigerte hingegen den Gewinn im 1. Quartal um 80 % aufgrund eines starken Geschäfts. Den Ausblick für 2026 beließ man jedoch ebenfalls unverändert. Mercedes-Benz bleibt im Rückwärtsgang. Der Umsatz fiel erneut im 1. Quartal und der Vorstand sieht erst im 2. Halbjahr eine Verbesserung des Geschäfts.
Der Aktienhandel in Asien präsentiert sich am Mittwochmorgen sehr freundlich. Alle Benchmarks in der Region können im Vorfeld der amerikanischen Big Tech Quartalsberichte steigen. Der Hang Seng Index wird vor Börsenschluss zwischenzeitlich mehr als 1,45 % höher gesehen und der KOSPI mehr als 0,65 %. Die Börse Tokio bleibt heute geschlossen aufgrund des Showa Feiertages. Der Terminmarkt ist vor Öffnung des europäischen Börsenhandels sehr freundlich gestimmt. Der DAX-Future (Juni) wird 0,20 % höher bei 24.215,50 Punkten gehandelt.
Der Trend zeigte auch am Dienstag in Frankfurt weiter Richtung Süden. Alle deutschen Benchmarks gaben ab, wobei der TecDAX die Liste der Verlierer mit einem Tagesverlust von -1,51 % auf 3.596,65 Punkte anführte. Hier waren es vor allem die Vorzüge von Sartorius (DE0007165631), die mit einem Minus von -3,70 % auf 210,70 Euro auf den Technologieindex drückten. Der DAX zeigte hingegen erneut relative Stärke und sank nur um -0,27 % auf 24.018,26 Punkte und konnte somit die psychologisch wichtige Marke verteidigen.
In New York setzten leichte Gewinnmitnahmen vor den Big Tech Quartalsberichten ein. Allen voran der Nasdaq 100 Index gab deutlich um -1,01 % auf 27.029,01 Punkte ab, wobei die Aktien von Arm (US0420682058) die Liste der Verlierer mit einem Abschlag von -7,98 % auf 198,65 US-Dollar anführten. Der S&P 500 Index sank um -0,49 % auf 7.138,80 Punkte. Auch in New York zeigten die Blue Chips relative Stärke. Der Dow Jones Industrial Average Index schloss nahezu unverändert bei 49.141,93 Punkten (-0,05 %).
Deutsche Bank schlägt die Erwartungen
Kostensenkungen verhalfen der Deutschen Bank (DE0005140008) zu einem neuen Rekordgewinn im 1. Quartal. Man erreichte einen Vorsteuergewinn von 3,0 Mrd. Euro, was einem Wachstum von 7 % im Jahresvergleich entspricht. Nach Steuern kletterte das Ergebnis auf einen neuen Rekord von 2,2 Mrd. Euro (+8 %) bzw. 1,06 Euro je Aktie. Die Erträge stiegen allerdings nur um 2 % auf 8,67 Mrd. Euro, womit Kostensenkungen stark zum Gewinnwachstum beigetragen haben. Die Börse hatte sich allerdings bereits auf eine Stagnation auf dem Vorjahresniveau eingestellt und ist somit leicht positiv überrascht. Von der starken Volatilität am Kapitalmarkt profitierte die Deutsche Bank nicht so stark wie die Konkurrenz an der Wall Street. Im wichtigen Bereich Fixed Income and Currencies blieb man mit einem Ertrag von 2,85 Mrd. Euro beispielsweise unter dem Konsens von 2,87 Mrd. Euro. Im Hinblick auf den Rest des Jahres hob die Deutsche Bank den Ausblick auch nicht an, sondern bestätigte ihn lediglich.
UBS steigert Gewinn um 80 %
Die UBS (CH0244767585) zeigt, wie es besser geht. Die Schweizer Großbank legte am Morgen parallel zur Deutschen Bank auch ihren Bericht zum 1. Quartal vor, der jedoch einen Anstieg des Gewinns im Jahresvergleich um satte 80 % auf 3,0 Mrd. US-Dollar ausweist. Die UBS performte vor allem im Investmentbanking außerordentlich stark. Der Ertrag sprang hier im Jahresvergleich von 2,95 Mrd. US-Dollar auf 4,05 Mrd. US-Dollar. Insgesamt verbesserte man den Ertrag um 17 % auf 14,2 Mrd. US-Dollar. Da man auch hohe Kostendisziplin hielt, konnte das operative Ergebnis von 1,70 Mrd. US-Dollar um 126 % auf 3,84 Mrd. US-Dollar gesteigert werden. Den Ausblick beließ auch die UBS analog zur Deutschen unverändert. Wichtig für die Aktien ist, dass die Großbank ihre Intention bestätigte, dass man weitere Aktien im Wert von 3 Mrd. US-Dollar zurückkaufen will.
Mercedes bleibt im Rückwärtsgang
Die Modelloffensive von Mercedes-Benz (DE0007100000) kann nicht verhindern, dass die Umsätze weiter sinken. Im 1. Quartal sanken die Umsätze um -5 % auf nur noch 31,6 Mrd. Euro. Erfreulicherweise dämpfte der Autokonzern den Rückgang der Profitabilität jedoch ab. Der EBIT fiel „nur“ um -17 % von 2,29 Mrd. Euro auf 1,90 Mrd. Euro und das Ergebnis nach Steuern, Zinsen und Anteilen Dritter um -15 % auf 1,42 Mrd. Euro. Auf „bereinigter“ Basis erreichte der Konzern ein EBIT von 1,77 Mrd. Euro, was den Konsens von 1,6 Mrd. Euro klar schlug. Der Vorstand verspricht der Börse ein stärkeres 2. Halbjahr, was so viel bedeutet, dass die Anleger sich auch auf ein schwaches 2. Quartal einstellen müssen. Das Hauptproblem ist und bleibt der Absatz. Mercedes reduziert den Ausstoß um mehr als 10 % auf rund 2,2 Mio. Fahrzeuge. Was auch erneut mit dem schwachen Abschneiden im wichtigen chinesischen Markt zu tun hat, wo der Absatz im 1. Quartal um -27 % eingebrochen ist.
Tagestermine
Die vorläufigen deutschen Inflationsdaten für den Monat April stehen heute um 14:00 Uhr im Mittelpunkt. Die Erwartung ist, dass die Teuerungsrate im Jahresvergleich von 2,7 % auf 3,0 % gesprungen ist. Im Vergleich zum Vormonat, der bereits eine Teuerung um 1,1 % sah, wird mit einem weiten Anstieg um 0,7 % gerechnet. Schon ab 10:00 Uhr erwarten wir vorläufige Inflationsdaten einiger ausgewählter deutscher Bundesländer.
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29.04.2026 - Mikey Fritz

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