als .pdf Datei herunterladen

Oracle schürt Hoffnung, auch SAP kann sich erholen, Microsoft über 400 Dollar, doch die UBS bleibt skeptisch!

Die Zukunft der großen Software-Konzerne scheint ungewiss zu bleiben

NTG24 - Oracle schürt Hoffnung, auch SAP kann sich erholen, Microsoft über 400 Dollar, doch die UBS bleibt skeptisch!

 

Nach einer monatelangen Talfahrt zeigten sich die Aktien der großen Softwarehäuser in dieser Woche wieder von ihrer freundlicheren Seite. Daran war eine allgemein bessere Stimmung an der Börse aufgrund der Entwicklungen im Nahen Osten beteiligt. Darüber hinaus ließen aber auch die Sorgen vor dem großen KI-Umbruch etwas nach. Insbesondere ein Unternehmen konnte den Anlegern ihre Ängste etwas nehmen.

Anzeige:

Werbebanner Zürcher BörsenbriefeBis vor Kurzem war Oracle (US68389X1054) noch das wohl größte Sorgenkind. Mit milliardenschweren Schulden werden dort Investitionen in KI-Rechenzentren finanziert, ohne dass es ein Versprechen für Erfolge geben könnte. Gleichzeitig kamen immer wieder Zweifel daran auf, ob die Ausgaben sich auch eines Tages lohnen werden. Ein deutliches Signal waren nun neue Partnerschaften. Vor allem die Zusammenarbeit mit Amazon konnte neue Hoffnungen schüren.

 

 

 

Noch in diesem Jahr sollen zumindest im Osten der USA Oracle Interconnect und AWS Interconnect miteinander verknüpft werden, sodass Daten und Anwendungen von B2B-Kunden direkt zwischen den beiden Umgebungen ausgetauscht werden können. Das lässt die Anleger darauf hoffen, dass Oracle doch noch zu einem der großen KI-Gewinner werden könnte. Die Aktie legte in den letzten fünf Tagen um 26,8 Prozent auf 175,06 US-Dollar zu.

 

Übertriebene Ängste bei SAP

 

Abseits des Amazon-Deals profitierte Oracle auch davon, dass die Angst vor einer Übernahme von KI-Agenten bei Unternehmenssoftware allgemein nachließ. Das machte sich auch bei SAP (DE0007164600) bemerkbar, wo der Aktienkurs in dieser Woche um 12,8 Prozent bis auf 156,24 Euro zum Wochenende anstieg. Die Schnäppchenjäger scheinen eine interessante Gelegenheit zu erkennen und vielleicht fiel die Talfahrt der vergangenen Wochen schlicht etwas übertrieben aus.

Sicher sein kann sich darüber allerdings noch niemand. SAP selbst ist zwar überzeugt davon, vom KI-Trend letztlich profitieren zu können. Vor wenigen Tagen warnte CEO Christian Klein in einem Gastbeitrag in der „Financial Times“ jedoch auch vor „kurzfristigen Schmerzen“, welche die Umstellung auf neue Technologien mit sich bringen könnte. Dennoch spricht er auch sehr klar darüber, dass die Untergangspropheten in Sachen SaaS letztzlich falsch liegen würden. Dem scheinen die Anleger mittlerweile mehr Glauben schenken zu wollen.

 

Rallye bei Microsoft?

 

Sollte die KI in Sachen Software doch nicht vollständig übernehmen, wären es wohl auch für Microsoft (US5949181045) gute Neuigkeiten. Zwar betreibt man dort auch selbst KI-Modelle und gehört mit zur Speerspitze in dieser Entwicklung. Es wird aber auch noch viel Geld mit Software wie Office verdient, gerne auch in Kombination mit Cloud-Diensten. Ob Einbrüche in dieser Hinsicht durch Fortschritte bei KI aufgefangen werden könnten, daran gab es bis vor Kurzem noch sichtliche Zweifel.

Anzeige:

Banner Zürcher Börsenbriefe Sonderaktion 4

 

In der abgelaufenen Woche holte die Aktie aber erst einmal zu einer kräftigen Erholung aus, was den Kurs um 14 Prozent bis auf 422,79 Dollar beförderte. Damit notiert die Aktie zum ersten Mal seit Anfang Februar wieder oberhalb der Marke von 400 Dollar. Abzuwarten bleibt aber noch, ob es sich dabei nur um ein kurzes Aufbäumen oder tatsächlich schon die große Trendwende handelt. Aus charttechnischer wäre ein weiterer Sprung in Sphären jenseits von 470 Dollar wünschenswert.

 

Mahnende Worte der UBS

 

Allerdings ist längst nicht jeder davon überzeugt, dass die Softwarebranche nicht mehr bedroht wäre. Recht deutliche Worte dazu fanden die Analysten der UBS (CH0244767585), nachdem jene der HumanX AI-Konferenz in San Francisco beiwohnten. Dort habe sich ein deutlicher Anstieg von Investitionen in KI-Agenten beobachten lassen, welche weit über bisherige Kernanwendungsfälle für die Softwareentwicklung hinausgingen. Es lasse sich ein Trend erkennen, bei dem Kunden zunehmend KI-Anwendungen und -Agenten selbst entwickeln.

Die UBS sieht sogar schon die Möglichkeit dafür, dass sich KI-Anbieter wie OpenAI und Anthropic zu „führenden Anwendungssoftwarefirmen“ entwickeln würden. Sollte diese Einschätzung sich bestätigen, so würden die KI-Konzerne zu noch größeren Kontrahenten von Microsoft werden und gleichzeitig die Geschäftsmodelle von SAP und Oracle vollständig in Frage stellen. Angesichts solcher Mahnungen ist wohl nicht auszuschließen, dass an den Märkten in Zukunft neue Schwankungen auftreten werden.

 

Was bringt die Zukunft?

 

Anzeige:

Werbebanner EMH PM TradeDie entscheidende Frage für Softwarekonzerne bleibt, welche Fortschritte KI-Agenten noch machen mögen und wie dies von der Kundschaft angenommen werden mag. Sicher vorhersagen lässt sich dabei wenig. Die Entwicklung schreitet jedoch im hohen Tempo voran und es lässt sich zumindest erkennen, dass mancher klassische Anwendungsfall in Zukunft vollständig an die KI delegiert werden könnte. Gleichwohl lehrt die Erfahrung aber auch, dass die Kunden von Oracle, SAP und Co. bei der Umstellung auf neue Systeme eher behäbig sind. Risiken bleiben aus Anlegersicht fraglos vorhanden. Wie groß diese sein mögen, liegt wohl aktuell im Auge des Betrachters.

 

Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu Oracle - hier weiterlesen...

 

18.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)