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Edelmetalle - Wochenrückblick vom 03.04.2021

Die Edelmetallwoche vom 29.03.2021 – 02.04.2021

 

Gold

 

Die abgelaufene Handelswoche war insgesamt von weiter freundlichen Aktienmärkten, leicht höheren langfristigen Zinsen und einem etwas stärkeren US-Dollar geprägt. Der DAX gewann im Berichtszeitraum 2,4 % auf 15.107,17 Punkte, und der DJIA legte parallel 1,4 % auf 33.153,2 Zähler zu.

Der US-Dollar gewann gegenüber den Euro im Wochenverlauf 0,3 % auf 1,17606 Dollar je Euro zu, während Bitcoin um 7,2 % auf 58.959 Dollar hinzugewann.

Die Edelmetalle tendierten in dieser Handelswoche erneut uneinheitlich. Der Goldpreis gab gegenüber der Vorwoche um 0,2 % auf 1.729,88 Dollar nach.

Wie ein Blick auf den Preischart aber zeigt, dürfte in dieser Woche die Quantität weniger relevant sein als die qualitative Entwicklung. Wie wir bereits zuvor erwähnten, besteht auf dem in dieser Woche erneut getesteten Niveau eine Kreuzunterstützung, welche zudem mit einem Fibonacci-Retracement zusammenfällt. Nun ist in dieser Woche auch noch eine Mustervermutung erhärtet worden, welche sich aus der hohen Symmetrie ableitet, mit der die beiden Zwischentiefs erreicht wurden. Eine weitere Bestätigung dafür wäre ein Überschreiten der Nackenlinie des dargestellten symmetrischen Doppelbodens auf Tagesschlusskurs-Basis. Diese Nackenlinie stammt vom 18.03.2021 und liegt bei 1.755,57 Dollar (s. Chart).

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DAX Future SignaleDie letzten CoT-Daten vom 30.03.2021 an der COMEX zeigen für Gold einen Rückgang der Short-Position der Commercials erneut um 4 % auf 193.726 Kontrakte. Das Open Interest ging parallel ebenfalls um 4 % auf 467.321 Kontrakte zurück.

Zwar ist oben genannte Mustervermutung bislang nur auf relativ kleiner Basis zu erkennen, der Signalkontext bestärkt diese Vermutung aber. Dies schließt einen nochmaligen Rückgang des Goldpreises nicht aus, macht ihn aber zunehmend unwahrscheinlicher. Es wird deshalb in den kommenden Handelstagen interessant sein zu beobachten, ob die weitere Entwicklung diese Vermutung erhärtet, insbesondere ein Überschreiten der Nackenlinie bei 1.755,57 Dollar!

 

 

Silber

 

Silber folgte in dieser Handelswoche seinem großen Bruder Gold wieder einmal mit doppelter Amplitude und gab 0,4 % auf 24,96 Dollar ab.

Wie aber auch bei Gold ist diesmal weniger diese geringe Änderung von Bedeutung, sondern der Fortschritt bei der Musterbildung. Dabei deutet sich an, dass die Bodenbildung in Form einer umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation ablaufen könnte.

Die letzten CoT-Daten vom 30.03.2021 an der COMEX zeigen bei Silber einen Rückgang der Short-Position der Commercials um 9 % auf 45.161 Kontrakte. Das Open Interest fiel parallel um 3 % auf 154.987 Kontrakte.

Der Silberpreis bleibt wie auch der Goldpreis anfällig für einen weiteren Abwärtsimpuls. Gleichwohl verdichten sich die Anzeichen, dass Silber auf dem aktuellen Niveau einen Boden bildet.

 

 

Platin

 

Platin konnte in dieser Handelswoche als einziges Edelmetall zulegen und gewann 2,5 % auf 1.214,15 Dollar.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAuf dem langfristigen Preischart wird sichtbar, in welchem Widerstandsdickicht sich der Platinpreis derzeit befindet. Ein Blick darauf macht aber ebenfalls deutlich, dass nach einem Überwinden dieser Widerstandszone ein schneller Anstieg in Richtung 1.500 Dollar ansteht. Vergessen sollte dabei zudem nicht, dass das Anfang Dezember 2020 ausgelöste langfristige Kaufsignal sehr stark ist und tief strukturbildend wirkt. Ob der bislang fehlende Test der überwundenen langfristigen Abwärtstrendlinie darauf zurückzuführen ist, kann zwar einstweilen offenbleiben. Sollte dies aber der Fall sein, so ließe sich vermuten, dass auch folgende Konsolidierungen eher relativ schwach ausfallen könnten.

Die letzten CoT-Daten vom 30.03.2021 an der COMEX zeigen für Platin eine praktisch unveränderte Short-Position der Commercials bei 38.376 Kontrakte. Das Open Interest ging parallel um 8 % auf 67.480 Kontrakte zurück.

Auch wenn die kurzfristige ,,Musterfrage‘‘ weiter offenbleibt, so erinnert ein Blick auf die langfristige Entwicklung wieder daran, dass Platin viel aufzuholen hat. Kurzfristige Rückgänge sind bis zum signifikanten Beweis des Gegenteiles dabei gesunde Bestätigungen des neuen langfristigen Aufwärtstrends!

 

 

Palladium

 

Palladium beendet die Handelswoche dagegen ebenfalls im Minus und gab per saldo 0,5 % auf 2.671,25 Dollar ab.

Im Wochenverlauf holte Palladium aber fast alle Verluste aus dem scharfen Rückgang am Montag bis an seine kurzfristige Unterstützungslinie (blaue Horizontale) auf, wobei die Umsätze weder beim Rückgang als auch beim Wiederanstieg sehr gering blieben.

Damit steht Palladium weiter vor seinem zentralen Widerstand seines Allzeithochs und wartet auf den mittelfristig relevanten Impuls, der entweder zum Ausbruch auf ein neues Allzeithoch führt oder zur erneuten Vermutung eines Doppeltops, diesmal auf dem höchstmöglichen Niveau.

Die CoT-Daten vom 30.03.2021 zeigen für Palladium einen Rückgang der Short-Position der Commercials um 2 % auf 3.135 Kontrakte, das Open Interest legte dagegen um 2 % auf 10.357 Kontrakte an.

Insgesamt bleibt es dabei, dass Palladium eine sehr starke charttechnische Ausgangslage besitzt, die aufgrund der ,,luftigen Höhe‘‘ durch vorangegangene Gewinne bald bestätigt werden sollte.

Die Vermutung eines Doppeltops auf dem Niveau um 2.500 Dollar wurde zwar falsifiziert. Dies schließt jedoch eine tatsächliche Doppeltop-Bildung auf aktuellem Niveau eben auch nicht aus. Es bleibt somit nur die Geduld, auf den entscheidenden Musterimpuls zu warten, wobei vor allem die Umsätze im Auge behalten werden sollten. Denn die relativ geringen Umsätze beim Anstieg von rund 2.500 Dollar auf rund 2.750 Dollar im Zuge der Prognoseänderung von Nornickel für das laufende Jahr deuten entweder auf ein erhöhtes Fehlsignalrisiko, oder eben auf eine ziemlich preisunelastische Palladiumnachfrage hin. Beides könnte zu einer Impulsverstärkung in die eine oder andere Richtung führen!

 

 

03.04.2021 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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