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Marktbericht Gold – War es das mit dem mittelfrisitigen Abwärtstrend?

Die Handelswoche in Gold vom 13.07. – 17.07.2026

NTG24 - Marktbericht Gold – War es das mit dem mittelfrisitigen Abwärtstrend?

KI-generiertes Symbolbild. Marken dienen der redaktionellen Einordnung.

 

In der abgelaufenen Handelswoche verhärteten sich in der Weltpolitik weiter die Fronten. Dabei legte der Ölpreis nach dem Scheitern des MoU zwischen dem Iran und den USA wieder deutlich zu, und an den Aktienmärkten ging es per saldo abwärts. US-Dollar und Schweizer Franken bewegten sich gegen den Euro aber kaum. In diesem Umfeld tröpfelte der Goldpreis ohne großen Seitenwind abwärts, steht nun aber vor wichtigen charttechnischen Entscheidungen. Die Entscheidung naht!

Die letzten Handelstage waren geopolitisch von einer Eskalation geprägt, nachdem das MoU zwischen den USA und dem Iran gescheitert war. Im Anschluß führten die neuen militärischen Auseinandersetzungen zu erhöhter Vorsicht bei den Investoren. Der VIX legte deutlich zu, die großen US-Aktienindizes gaben nach, und der Ölpreis sprang im Wochenvergleich 14,3 % nach oben! Hinzu kam eine erneute Eskalation im Ukrainekonflikt, von der auch die Ölinfrastruktur Russlands und der Ukraine zunehemnd stärker betroffen ist.

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In diesem Umfeld entwickelte sich Gold (TVC:GOLD) in der abgelaufenen Handelswoche per saldo schwächer. Der Goldpreis fiel von 4.120,67 USD in der Vorwoche auf 4.017,31 USD und schloss damit 2,5 % niedriger.

Chart 1 zeigt die relativ unspektakuläre Entwicklung auf Tagescandle-Basis.

 

Gold / US-Dollar

 

Der Abwärtstrend setzte sich im Wochenverlauf fort. Dabei bildete aber Gold kein neues Jahrestief. Der MACD-Indikator steht am interpretatorischen Start, hat aber noch kein signifikantes Signal generiert. Dies gilt auch für den Stochastik RSI, der allerdings schon kurzfristig ein erstes Kaufsignal generieren könnte, zumal er vor einer Woche an der Grenze zum überkauften Bereich lag, sich aber inzwischen in der Nähe der Marke von 50 befindet und damit im neutralen Bereich notiert.

Erwähnenswert ist zudem, dass sich die gesamte Kursbildung oberhalb der letzten statischen Unterstützung abspielt, welche sich nach der letzten großen Aufwärtsbewegung ab Ende Oktober 2025 gebildet hatte.

 

Der Goldpreis sendet erste Chart-Signale

 

Wie der Goldpreis auf dem Weg hin zu dieser letzten interpretativen Chartklippe ,,gebremst‘‘ hat, verdeutlicht ein Blick auf Chart 2.

 

Gold / US-Dollar mit Unterstützungszonen

 

Im Chart sind die Abstände zwischen den letzten beiden Jahrestiefstkursen als Rechteck abgebildet. Die immer geringere Breite der Rechtecke repräsentiert dabei den abnehmenden absoluten Kursrückgang je Abwärtsimpulse.

Betrachtet man nun zusätzlich die Umsatzentwicklung bei den jeweils neuen Jahrestiefs so zeigt sich, dass diese inzwischen ihre Signifikanz eingebüßt haben. Da aber die Umsätze die Richtung einer Kursbewegung bestätigen sollten, kann die abnehmende Umsatzhöhe auch in dem Sinne interpretiert werden, dass die Stärke des Abwärtstrends schwächer wird.

Dies wäre ein Anzeichen dafür, dass der seit Ende Januar 2026 laufende scharfe Abwärtstrend sein Ende erreicht hat.

Aus dieser Perspektive ist die Tatsache, dass der Goldpreis in dieser Handelswoche oberhalb des bisherigen Jahrestiefs vom 29.06.2026 bei 3.942,10 USD auf kleinerer Zeitskala einen deutlichen Aufwärtsimpuls erhielt, mehr als ein kleiner Zufall!

Diese Entwicklung auf 4-Stunden-Basis zeigt Chart 3.

 

Gold / US-Dollar Vier-Stunden-Chart

 

Die bisherige Mustervermutung einer umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation (S-K-S) wurde im Übrigen im Wochenverlauf durch die Kursentwicklung falsifiziert. Interessanterweise ermöglicht ein ,,zu tiefe‘‘ rechte Schulter dieses bisher vermuteten Konsolidierungsmusters erst die Bildung eines relativ symmetrischen Doppelbodens.

Und genau dies könnte nun in den nächsten Tagen geschehen. Auch dieses Kursmuster kann fraktal sein und würde dann Anzeichen dafür generieren, mit welcher Impulsdynamik Gold einen neuen mittelfristigen Aufwärtstrend beginnt, mit dem es nach der rund halbjährigen Korrektur seinen langfristigen Aufwärtstrend fortsetzt!

Bis dahin sind allerdings noch einige Bedingungen zu erfüllen. Die abnehmenden Umsätze im Abwärtstrend reichen dafür noch nicht aus.

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Die in Chart 3 markierte gestrichelte rote Horizontale zeigt das qualitativ wichtige Jahrestief vom 29.06.2026, welches für eine gute Musterqualität sowohl bei der alten wie auch der aktualisierten Mustervermutung eines Doppelbodens nicht unterschritten werden sollte.

Es ist in diesbezüglich ein gutes Zeichen, dass der bedeutende Aufwärtsimpuls vom Freitag mit den auf dieser Zeitskala höchsten Umsätzen seit dem 24.06.2026 einherging. Dies gibt der noch kleinen Aufwärtsbewegung vom Freitagnachmittag das Potenzial, das Ende der Korrektur markiert zu haben. Denn sollte die Abwärtsbewegung um das Jahrestief vom 29.06.2026 der erste Teilboden eines kleinen Doppelbodens gewesen sein, wäre der Abwärtsimpuls vom 13.07.2026 der Ausgangspunkt für die Bildung des zweiten Teilbodens dieses Doppelbodens gewesen.

 

Wie könnte sich der Goldpreis in den kommenden Tagen entwickelt?

 

Was nun folgen könnte: In der kommenden Woche überwindet Gold die in Chart 3 gezeigte mittelfristige Abwärtstrend-Linie und gibt damit ein erstes dynamisches Kaufsignal. Der noch schwache Aufwärtstrend sieht dann ein Rücksetzer von oben auf die gebrochene Trendlinie und überwindet bald darauf das Zwischenhoch vom 05.07.2026 bei 4.202,71 USD, das die Nackenlinie des vermuteten Doppelbodens darstellt.

Bis dahin gilt weiterhin: Ein Trend geht solange, bis er dreht!

 

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18.07.2026 - Arndt Kümpel

Unterschrift - Arndt Kümpel

 

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