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BÖRSE TO GO - mit Givaudan, BASF und Südzucker

Warten auf Godot? - Märkte in Lauerstellung

NTG24 - BÖRSE TO GO - mit Givaudan, BASF und Südzucker

 

Guten Morgen,

auch im restlichen Verlauf der Handelswoche bleibt es dabei: Die Gespräche zwischen den USA und China zur Beilegung des Handelskrieges werden die Agenda bestimmen. Dabei ist es weiterhin ein Hin und Her der Statements. So hatte gestern beispielsweise China positive Signale für ein Abkommen gesendet, heute allerdings wieder Skepsis verbreitet. Das Problem dabei:

Sollten sich beide Kontrahenten in der aktuellen Gesprächsrunde nicht einigen können, würden ab kommenden Dienstag die Zölle auf chinesische Waren im Umfang von 250 Milliarden Dollar um weitere fünf Prozentpunkte auf 30 % angehoben werden.

 

Bild Südzucker

Bildnachweis: © Südzucker AG

 

Letztlich heißt es für die Investoren, sich weiter in Geduld zu üben. Das gilt auch für die Unternehmensberichte. Hier sind noch echte Highlights Mangelware. Deswegen tendieren auch die entsprechenden Kurse relativ volatil. Immerhin konnten gestern beispielsweise Technologie- und Halbleiterfirmen wieder leichte Gewinne verbuchen, ein durchaus interessanter Fingerzeig, der unsere Spekulation nährt, dass die jüngsten Abschläge auf breiter Front womöglich nur ein Schaffen von Liquidität vor der erwarteten Jahresendrallye gewesen sein könnten.

 

GIVAUDAN schwächelt organisch

 

Obwohl die Berichtssaison noch nicht so richtig angefangen hat, gibt es natürlich trotzdem schon die eine oder andere Zahl von Unternehmen. So beispielsweise auch aus der Schweiz, wo der Aromen- und Dufthersteller GIVAUDAN einige Daten zum abgelaufenen dritten Quartal präsentierte. Das Unternehmen konnte im abgelaufenen Geschäftsquartal sowohl von neuen Aufträgen als auch besseren Preisen und extern auch von Übernahmen profitieren. So schaffte der Umsatz ein Zuwachs um 12,2 % auf 1,57 Milliarden Franken. Indes:

Nimmt man nur das organische Wachstum, musste sich GIVAUDAN allerdings mit einem deutlich geringeren Wachstum begnügen, dies lag bei 6,5 %. Einen größeren Einfluss dabei hatte der schwächere Franken. Dennoch hat GIVAUDAN seine mittelfristigen Wachstumsziele bestätigt. Diese gehen von einem jährlichen organischen Wachstum im Bereich von 4-5 % aus. Beim Free Cashflow will man eine Marge von 12-17 % zum Umsatz erreichen. Unter diesen Prämissen raten wir dazu, investiert zu bleiben. GIVAUDAN ist auch Bestandteil unseres konservativen Musterdepots.

 

Kursverlauf Givaudan

 

SÜDZUCKER bestätigt Prognose

 

Ein Blick nach Deutschland. Nachdem schon die Tochter CROPENERGIES Zahlen präsentiert hatte, zieht heute die Muttergesellschaft SÜDZUCKER nach. Dabei kann Europas größter Produzent von Zucker zwar nur einen rückläufigen Umsatz (-4,9 % auf 3,31 Milliarden Euro) melden. Gleichzeitig verringerte sich das operative Ergebnis auf 74 Millionen Euro und damit nur noch rund die Hälfte als ein Jahr zuvor. Dennoch bestätigt das Unternehmen seine Jahresprognose. Diese liegt für den Umsatz zwischen 6,7-7 Milliarden Euro (Vorjahr 6,8 Milliarden Euro). Operativ will SÜDZUCKER zwischen dem Break-Even bis 100 Millionen Euro verdienen (2018: 27 Millionen Euro). Wir bleiben gespannt, was der Markt aus dieser Vorlage macht und bestätigen unsere Halten-Empfehlung.

 

Kursverlauf Südzucker

 

BASF allein zuhause?

 

Ein anderes Thema als Zahlen treibt derzeit BASF um. Denn das deutsche Chemieunternehmen versucht derzeit gerade, sein Bauchemie-Geschäft loszuwerden. Nun hat sich mit LAFARGEHOLCIM augenscheinlich der letzte industrielle Interessent verabschiedet. Als Grund wird im Markt genannt, das den Schweizern die angepeilte Bewertung von rund 3 Milliarden Euro zu viel war. Nachdem sich in den letzten Monaten andere industrielle Interessenten wie auch einige Finanzinvestoren zurückgezogen hatten, soll jetzt nur noch der Finanzinvestor CINVEN im Rennen sein. Dieser ist schon in einem ähnlichen Geschäft engagiert und könnte hier entsprechende Synergien schaffen. Ob in solch einer Konstellation BASF den Wunschpreis realisieren kann, bleibt allerdings fraglich. Wir würden entsprechend weiterhin Abstand halten.

 

10.10.2019 - Carsten Müller - cm@ntg24.de

 

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Bewertungen, Kommentare und Fragen an den Redakteur

 

  • Carsten Müller - 24.10.2019 13:34:12 Uhr

    Vielen Dank für den Hinweis. Hier gab es leider einen Übermittlungsfehler, wir haben das korrigiert.


  • Forster Eugen - 10.10.2019 12:26:53 Uhr

    Die Angabe über das organische Wachstum bei Givaudan ist falsch, nämlich richtig plus 6.5% und nicht minus.Beste Grüsse.


 

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