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Czechoslovak Group vor IPO, Coca-Cola gibt Costa Coffee Verkauf auf und Peking dämpft die Rallye - BÖRSE TO GO

IPO-Boom im Rüstungssektor startet - Czechoslovak Group will 4,5 Mrd. Euro einsammeln

NTG24 - Czechoslovak Group vor IPO, Coca-Cola gibt Costa Coffee Verkauf auf und Peking dämpft die Rallye - BÖRSE TO GO

 

Der IPO-Boom im europäischen Rüstungssektor beginnt. Die Czechoslovak Group wird voraussichtlich heute ihre Pläne für einen 30 Mrd. Euro Börsengang vorlegen. Coca-Cola gibt den Verkauf von Costa Coffee auf. Niemand will die Kaffeehauskette haben, nicht einmal mit einem Discount von fast 50 %. Peking nimmt den Wind aus der Hausse. Die Regulierungsbehörde verlangt nun eine 100%ige Hinterlegung mit Sicherheiten für Wertpapierkredite, nachdem das Leverage neue Rekorde erreichte. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Hausse in Asien geht am Mittwoch weiter. Der KOSPI konnte sich um 0,65 % auf 4.723,10 Punkte verbessern und der Nikkei 225 Index kletterte um 1,61 % auf 54.410,00 Punkte. Auch der Hang Seng Index wird vor Handelsschluss mehr als 0,55 % höher gesehen, während sich bei den Festlandindizes überwiegend Verluste ergeben. Der Terminmarkt ist hingegen vor Eröffnung des Börsenhandels in Europa indifferent. Der DAX-Future (März) wird bei 25.538,00 Punkten (-0,03 %) gehandelt.

Die Börse Frankfurt tendierte am Dienstag noch zur Schwäche. Der DAX und der SDAX schlossen beide nahezu unverändert, aber der MDAX sank leicht um -0,26 % auf 32.237,31 Punkte, ebenso wie der TecDAX, der bei 3.827,50 Punkten den Handel beendete. 

Diese Schwäche spiegelte sich auch in der Kursentwicklung in New York. Der Nasdaq 100 Index kam am besten weg mit einem kleinen Tagesverlust von -0,18 % auf 25.741,95 Punkte. Der S&P 500 Index gab -0,19 % auf 6.963,74 Punkte ab und der Dow Jones Industrial Average Index verzeichnete ein deutliches Minus von -0,80 % auf 49.191,99 Punkte. Dabei waren es die Aktien von Salesforce (US79466L3024), die mit einem Tagesverlust von -7,07 % auf 241,06 US-Dollar die größten Verlierer waren.

 

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CSG plant Jumbo-IPO

 

Der tschechische Rüstungskonzern CSG bereitet sein IPO in Amsterdam vor. Noch heute soll die offizielle Bestätigung der Czechoslovak Group veröffentlicht werden, dass man rund 15 % der Aktien an der Börse Amsterdam verkaufen will und dafür eine Unternehmensbewertung von 30 Mrd. Euro verlangen wird. Die CSG strebt mit dem IPO demnach einen Erlös in Höhe von rund 4,5 Mrd. Euro an. Zum Vergleich: Rheinmetall (DE0007030009) wird an der Börse Frankfurt mit 87 Mrd. Euro bewertet. Die CSG hatte 2024 mit der Akquisition von Kinetic einen der größten amerikanischen Hersteller von Munition für Kleinwaffen übernommen. Der Rüstungskonzern ist zudem einer der führenden Lieferanten der ukrainischen Streitkräfte und agiert als Mittelsmann für die Beschaffung von Artilleriemunition.

 

Coca-Cola gibt Costa Coffee Verkauf auf

 

Das ging nicht auf. Coca-Cola (US1912161007) hatte 2018 von Whitbread die Kaffeehauskette Costa Coffee für 3,9 Mrd. Pfund aufgekauft. Die Kette ist in Großbritannien und Irland mit aktuell rund 2.700 Filialen vertreten. Man hoffte auf einen vergleichbaren Erfolg wie bei Starbucks (US8552441094), doch die Akquisition erfüllte nicht die hohen Erwartungen. Ende 2025 bot man Costa Coffee nun zum Kauf an, was vor allem Private Equity Gesellschaften interessierte. Man ging auch erheblich im Preis herunter und verlangte nur noch 2 Mrd. Pfund, was -49 % unter dem Kaufpreis lag. Zahlreiche Interessenten schauten sich die Kette an, wozu unter anderem Apollo Global Management (US03769M1062), Bain Capital, Centurium Capital, KKR (US48251W1045) und TDR Capital zählten. Doch es blieb nur bei Interessensbekundungen. Am Ende wollte niemand die Kaffeehauskette haben, nicht einmal mit einem Discount von fast 50 %. Der Versuch, Costa Coffee zu verkaufen, ist damit vorerst auf Eis gelegt worden. Ob man einen neuen Verkaufsversuch startet, wird der neue Coca-Cola CEO Henrique Braun dann zu entscheiden haben. 

 

 

Peking nimmt den Wind aus der Hausse

 

In einem überraschenden Schritt kündigte die Shenzhen Stock Exchange heute im Handel die Erhöhung der Mindestmargenanforderungen von 80 % auf 100 % an. Die Entscheidung gilt nicht nur für den Handel in Shenzhen, sondern auch für den Handel in Schanghai und Peking. Die Erhöhung bedeutet in der Praxis nichts anderes, als dass Anleger nun den vollständigen Wert des Wertpapiers als Sicherheit hinterlegen müssen, bevor sie einen Wertpapierkredit erhalten. Das reduziert das Leverage im chinesischen Festlandsmarkt erheblich, was wiederum die Nachfrage nach Wertpapieren dämpfen wird. Die Reaktion der Anleger kam auch prompt. Der CSI 300 Index hatte vor der Mitteilung ein Plus von 1,2 % auf Tagesbasis erreicht und rutschte dann ad hoc ins Minus. Die Erhöhung der Anforderung an die Hinterlegung von Sicherheit kommt, nachdem der Umfang der Wertpapierkredite und die Umschlagshäufigkeit von Aktien neue Rekorde erreicht hatten. Der Umfang der Wertpapierkredite ist am Dienstag auf ein Rekordhoch von 2,7 Billionen Yuan (ca. 332 Mrd. Euro) gestiegen. Die Regulierungsbehörde, die die Veränderung veranlasst hatte, signalisiert damit dem Kapitalmarkt, dass man eine langsam steigende Börse sehen will und keine überhitzte Rallye. 

 

Tagestermine

 

China hat am Morgen starke Außenhandelsdaten für den Monat Dezember vorgelegt. Der Handelsbilanzüberschuss stieg von 792,6 Mrd. Yuan auf 808,8 Mrd. Yuan gegenüber einem Konsens von 805 Mrd. Yuan. Dahinter stand vor allem ein Anstieg der Exporte um 6,6 % (Konsens: 3,0 %). Die Importe stiegen allerdings deutlich um 5,7 % (Konsens: 0,9 %). Der Handelsbilanzüberschuss für das gesamte Jahr hat damit einen neuen Rekordwert von umgerechnet 1,2 Billionen US-Dollar erreicht. 

 

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14.01.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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