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TUI ohne Börsen-Comeback, weiter Skepsis bei Novo Nordisk, unsichere Tage bei Bayer und die Deutsche Telekom fällt bei Anlegern durch

Bei diesen Aktien tun die Bullen sich weiterhin schwer

NTG24 - TUI ohne Börsen-Comeback, weiter Skepsis bei Novo Nordisk, unsichere Tage bei Bayer und die Deutsche Telekom fällt bei Anlegern durch

 

Lange bevor das Chaos der US-Außenpolitik beendet werden konnte, spitzt die Lage sich auch im Innern zu. Die jüngste Eskalation ereignete sich in einem Hotel in Washington, als offenbar Schüsse beim jährlichen Galadinner der Korrespondenten im Weißen Haus fielen. Die Börse konnte darauf freilich noch nicht reagieren, doch zu rechnen ist nicht eben mit weniger Unsicherheit.

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinDas kann die Aktie von TUI (DE000TUAG505) derzeit überhaupt nicht gebrauchen. Die nach wie vor angespannte Lage im Nahen Osten setzte dem Titel am Freitag abermals zu. Da half es auch nicht, dass der Konzern erfolgreich zwei Kreuzfahrtschiffe aus dem Persischen Golf holen konnte. Jene sollen Mitte Mai wieder ins Mittelmeer zurückkehren und so endlich wieder Geld in die Kassen spülen. Das ist besser als nichts, aber eben auch noch nicht der ganz große Befreiungsschlag.

 

 

 

Im Nahen Osten machte TUI in der Vergangenheit gute Geschäfte, und das nicht nur mit Kreuzfahrten. Auch die Hotels in der Region sorgten für ansehnliche Umsätze und üppige Margen. Darüber steht nun aber weiterhin ein großes Fragezeichen, nachdem die jüngsten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran abermals ergebnislos verliefen. Die TUI-Aktie fiel am Freitag um knapp fünf Prozent auf 6,38 Euro zurück und die Bären testen hier bereits wieder Unterstützungen.

 

Novo Nordisk schafft den Ausbruch nicht

 

Besser schien es da schon für die Aktie von Novo Nordisk (DK0062498333) zu laufen. Nachdem der dänische Pharmakonzern positive Daten aus einer Phase-3-Studie zum Wirkstoff Semaglutid ablieferte, machten die Märkte sich Hoffnungen auf einen künftigen Einsatz bei Patienten zwischen 10 und 17 Jahren. Solche zeigten in den Untersuchungen nach einer 26-wöchigen Therapie einen deutlich geringeren Blutzuckerwert als eine Placebo-Gruppe. Bisher gibt es in dieser Altersklasse kaum Behandlungsmöglichkeiten in dieser Hinsicht.

Der Aktienkurs reagierte am Freitag mit einem Plus von fünf Prozent und ging auf 34,62 Euro aufwärts. Das sieht im ersten Moment gut aus, ändert aber wenig an der angeschlagenen Charttechnik. Es bleibt bei einem Minus von 22 Prozent seit Jahresbeginn und der Widerstand bei 35 Euro konnte nicht überwunden werden. Zu sehr lastet die Konkurrenz in den USA und China bei Abnehmmedikamenten auf der Laune der Käufer.

 

Bayer: Es wird ernst

 

Bei der Hauptversammlung von Bayer (DE000BAY0017) gab es am Freitag durchaus freundliche Worte zu hören. Viele Investoren zeigten sich zufrieden damit, dass dem Unternehmen im vergangenen Jahr die Wende im Pharmasegment gelungen ist. Doch der Aktienkurs wird noch immer vom Thema Glyphosat bestimmt. Vor einigen Wochen machte sich noch große Hoffnung auf einen glimpflichen Ausgang breit, welche aber mittlerweile schon wieder sichtlich abgeklungen ist.

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Das ist auch nachvollziehbar. Denn der Supreme Court mag sich der Sache angenommen haben. Ob er auch im Sinne von Bayer entscheiden wird, steht jedoch in den Sternen. Eine Entscheidung dazu wird im Juni erwartet. Derweil rechnete das „Handelsblatt“ vor, dass Bayer bisher schon rund 24 Milliarden Euro für Kläger und Anwälte ausgeben musste. Das zeigt recht deutlich, wie viel auf dem Spiel steht und warum die Nervosität weiterhin hoch bleibt.

 

Verhebt die Deutsche Telekom sich?

 

Die Deutsche Telekom (DE0005557508) schmiedete in dieser Woche Pläne, um die eigene Bewertung endlich wieder in höhere Sphären bewegen zu können. Sorgen soll dafür eine Fusion mit der schwer erfolgreichen US-Tochter T-Mobile. An der Börse sorgte der Konzern damit allerdings nicht für Begeisterung. Schnell kamen Zweifel daran auf, ob die Kartellwächter in Deutschland und den USA einen solchen Zusammenschluss überhaupt erlauben würden.

Befürchtet wird außerdem, dass es zu einem Aktienaustausch kommen könnte, bei dem die Anteilseigner der Deutschen Telekom schlechter behandelt werden könnten. Als Folge daraus schlitterte die T-Aktie in dieser Woche ungebremst in die Tiefe. Zu Handelsschluss am Freitag standen 27,61 Euro auf dem Ticker. Im Monatsvergleich ging es um fast 14 Prozent abwärts, womit das Papier in dieser Zeit zu den größten Verlierern im DAX zählte.

 

Belastende Unruhe

 

Auch wenn bei den hier genannten Titeln nicht alles schlecht läuft: im Kurs macht sich eine enorme Unruhe breit und ungewisse Aussichten bei entscheidenden Themen halten die Bullen offenbar auf Abstand. Zwar lassen sich auch erfreuliche Zukunftsszenarien spinnen. Ob jene auch tatsächlich Realität werden mögen, darauf können Anlegerinnen und Anleger momentan aber nur wetten.

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26.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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