Öl auf dem Sprung, PSP mit starkem Ergebnis und durchwachsener Abschluss von Huber + Suhner - BÖRSE TO GO
Öl auf dem Sprung - der Terminmarkt bereitet sich auf neue Eskalationen vor
Brent-Öl etabliert sich über 90 US-Dollar je Barrel. Eskaliert der Konflikt erneut, springt der Terminmarkt in den dreistelligen Bereich. PSP Swiss Property erhöhte den Gewinn im 1. Halbjahr deutlich und verbesserte die Bonität. Die Jahresprognose für 2026 bestätigte man, aber erhöhte sie nicht. Huber + Suhner lieferte einen durchwachsenen Halbjahresbericht ab. Der Auftragseingang verbesserte sich, aber die Kosten laufen weiter gegen das Unternehmen.
Nach einem freundlichen Wochenstart setzen am Dienstag bereits wieder die Verkäufe im asiatischen Aktienhandel ein. Im Verlauf der heutigen Sitzung bewegen sich alle Benchmarks in der Region im Minus, wobei der KOSPI mit einem Abschlag von zeitweise mehr als -1,65 % und der Nikkei 225 Index mit -2,30 % vor Handelsende herausstechen. Der Terminmarkt ist ebenfalls tiefrot vor Eröffnung der europäischen Vorbörse. Der DAX-Future (September) wird bei 26.334,00 Punkten (-0,37 %) gehandelt.
Die Börse Frankfurt ging zum Wochenauftakt mit positiven Vorzeichen in die Woche, doch das Bild änderte sich im Verlauf des Handels schnell. Am Ende sanken alle deutschen Benchmarks leicht, wobei die Abschläge des TecDAX (-0,31 %), MDAX (-0,33 %) und des DAX (-0,38 %) relativ eng beieinander lagen. Heraus stach der SDAX mit einem Tagesverlust von -0,79 % auf 18.486,32 Punkte. Der Small Cap Index wurde von den Verlusten bei Medios (DE000A1MMCC8) angeführt, die um -3,69 % auf 336,05 Euro nachgaben.
Analog dazu auch New York, wo es am Montag geschlossen leicht ins Minus ging. Im handelsschwachen August dippten die Kurse und waren von Absicherungsmaßnahmen vor den Fed Minutes am Mittwochabend geprägt. Der S&P 500 Index (-0,52 %) und der Dow Jones Industrial Average Index (-0,51 %) waren dabei die größten Verlierer des Tages. Die Aktien von Charter Communications (US16119P1084) führten dabei die Liste der Verlierer im S&P 500 Index an mit einem Abschlag von -6,59 % auf 144,10 US-Dollar. Der Nasdaq 100 Index schloss hingegen nur leicht unter dem Schlusskurs vom Freitagabend.
Öl steigt weiter über 90 US-Dollar
Der Handel mit Brent-Öl ist weiterhin ein Spielball im verbalen und realen Schlagabtausch zwischen dem Iran und den USA. Die Absichtserklärung vom Juni zwischen den beiden Staaten ist am Montagabend sang- und klanglos ausgelaufen und hat keine Verlängerung erfahren, was auch nicht zu erwarten war, da der vereinbarte Waffenstillstand mehrfach von beiden Seiten gebrochen worden war. Der Terminmarkt preist nun zunehmend ein, dass es zu einer neuen Eskalation kommen wird und im Zweifel erneut die Straße von Hormus für die Schifffahrt blockiert wird. Der Preis für den aktuellen Brent-Kontrakt stieg am Montag über die psychologisch wichtige Marke von 90 US-Dollar je Barrel und etabliert sich am frühen Dienstagmorgen dort. Entscheidend wird in den kommenden Tagen die Marke von 95 US-Dollar sein. Springt die Preisstellung darüber, kann das Barrel Brent schnell auf 105 US-Dollar und mehr springen.
Gewinnsprung bei PSP Swiss Property
Die Schweizer Immobiliengesellschaft konnte im 1. Halbjahr einen deutlichen Gewinnsprung verzeichnen. Der Reingewinn kletterte bei PSP Swiss Property (CH0018294154) bis Ende Juni um 21,7 % auf 236,5 Mio. Franken im Jahresvergleich. Dabei spielten unter anderem Liegenschaftsverkäufe hinein, die zu einem Ertrag von 39,7 Mio. Franken führten. Erneut konnte man ebenfalls ein hohes Bewertungsergebnis in Höhe von 112 Mio. Franken erzielen, was nur marginal unter der Vorjahresperiode lag. Der eigentliche Liegenschaftsertrag blieb allerdings unverändert bei 174 Mio. Franken. Was allerdings aufstößt, ist die deutlich gestiegene Leerstandsquote, die von 3,5 % Ende Dezember 2025 auf nun 4,0 % Ende Juni stieg. Der Trend im Schweizer Immobilienmarkt tendiert hingegen zu fallenden Leerstandsquoten. Insgesamt hat sich die Bonität der Gesellschaft jedoch deutlich verbessert. Moody’s hat das Rating von „A3“ auf „A2“ erhöht. Auch bestätigte die Geschäftsführung am Morgen, dass man die angekündigte EBITDA-Guidance von 335 Mio. Franken für das Gesamtjahr bestätigt.
Durchwachsene Zahlen von Huber + Suhner
Der Schweizer Spezialist für elektrische und optische Verbindungstechnik konnte im 1. Halbjahr den Auftragseingang für den Konzern weiter verbessern, obwohl sich im Segment Kommunikation ein Einbruch um -30 % auf 140 Mio. Franken ergab. Das Segment Industrie überkompensierte mit einem starken Wachstum des Auftragseingangs um 41,7 % auf 241,8 Mio. Franken. Unter dem Strich konnte Huber + Suhner (CH0030380734) insgesamt einen Auftragseingang von 542,8 Mio. Franken erzielen, was einem Plus von 5,1 % entspricht. Der Umsatz zog hinterher mit einem kleinen Plus von 2,6 % auf 457,4 Mio. Franken. Bei der Kostenentwicklung bleibt noch Arbeit offen. Das EBIT schrumpfte im Jahresvergleich um -8,4 % auf 41,2 Mio. Franken und nach Steuern weist man den Aktionären einen Gewinnrückgang um -4,6 % auf 34,9 Mio. Franken aus. Ein Teil des Kostenschubs ist extern, wie beispielsweise vom Kupfermarkt. Auch belasteten Wechselkursverluste die Umsatzentwicklung. Im Hinblick auf das 2. Halbjahr erwartet die Geschäftsführung unverändert ein „bereinigtes“ Umsatzwachstum von „mindestens“ 10 %.
Tagestermine
Am Vormittag um 11:00 Uhr erwarten wir den ZEW-Konjunkturindex für den Monat August. Die Ökonomen sind optimistisch und gehen von einem Anstieg von 26,3 auf 30,0 Punkten aus. Auch bei der Einschätzung der aktuellen Lage sieht man einen Silberstreif am Horizont mit einer Prognose von -68,8 Punkten nach -77,6 Punkten zuvor.
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18.08.2026 - Mikey Fritz

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