Nvidia ist zum Non-Event geworden, Allianz-Dividende +11 % und Gewinneinbruch bei der Telekom - BÖRSE TO GO
Nvidia ist zum Non-Event geworden - erneut alle Erwartungen geschlagen
Nvidia ist zum Non-Event geworden. Die erhöhte Kursvolatilität blieb im Umfeld der Quartalszahlen aus, nachdem der AI-Marktführer erneut alle Erwartungen deutlich schlagen konnte. Die Allianz erhöhte die Dividende um 11 %. Obendrauf kommt noch ein neues Aktienrückkaufprogramm über 2,5 Mrd. Euro. Gewinneinbruch bei der Deutschen Telekom. Das Ergebnis rutschte im 4. Quartal um -59 % ab.
Der Aktienhandel in Asien fällt am Donnerstagmorgen durchwachsen aus. Es teilt sich auf in China und den Rest. Während der Nikkei 225 Index leicht um 0,41 % auf 58.821,50 Punkte steigen konnte und der KOSPI erneut von der Speicherchipstory getrieben wurde und um 3,67 % auf 6.307,27 Punkte springen konnte, tauchten die meisten chinesischen Benchmarks ins Minus ab.
Frankfurt hatte sich am Mittwoch noch bullish vor den Nvidia (US67066G1040) Zahlen positioniert. Alle deutschen Benchmarks konnten steigen, wobei der TecDAX mit einem Anstieg um 0,91 % auf 3.749,00 Punkte und der DAX mit einem Plus von 0,76 % auf 25.175,94 Punkte die Liste der Gewinner anführten. Der MDAX wurde hingegen zurückgehalten und konnte nur marginal um 0,07 % auf 31.431,62 Punkte steigen. Insbesondere die Kursverluste bei Ionos (DE000A3E00M1), die um -6,07 % auf 21,65 Euro fielen, belasteten den Mid-Cap Index.
Auch in New York dominierten die Tech-Titel. Der Nasdaq 100 Index kletterte um 1,41 % auf 25.329,04 Punkte und war damit mit Abstand der beste Performer unter allen US-Benchmarks. Wir sahen viele Verlierer der letzten Wochen im Aufwind, da Short-Seller vor dem Quartalsbericht von Nvidia Gewinne mitnahmen. Doch der große Knall blieb aus.
Nvidia ist zum Non-Event geworden
Aus der Vergangenheit sind Nvidia Aktionäre hohe Kursvolatilitäten im Umfeld der Quartalszahlen gewöhnt. Hohe Kurssprünge vor und nach den Zahlen waren keineswegs ungewöhnlich, weil im Hinblick auf die extrem hohe Bewertung der Aktien viel auf dem Spiel stand. Seine Bewertung konnte Nvidia im Umfeld der Zahlen für das 4. Fiskalquartal 2026 um rund 600 Mrd. US-Dollar auf 4,75 Billionen US-Dollar erhöhen, wozu jedoch nur kleine Kursgewinne nötig sind. Im regulären Handel legten die Aktien 1,41 % auf 195,56 US-Dollar zu und im nachbörslichen Handel in den USA machte der Kurs nach den Zahlen so gut wie nichts. Im frühen europäischen Handel finden sich jedoch einige Käufer, die die Aktien noch einmal um mehr als 1 % anheben. Kein Wunder: Die Zahlen waren ausgezeichnet und schlugen alle Erwartungen. Man erzielte im abgelaufenen Quartal vor allem aufgrund des AI-Booms einen Umsatz von 68,1 Mrd. US-Dollar (Konsens: 66,2 Mrd. US-Dollar) und einen „bereinigten“ Gewinn je Aktie von 1,62 US-Dollar gegenüber einer Schätzung von 1,54 US-Dollar. Im laufenden 1. Fiskalquartal 2027 will man einen Umsatz von bis zu 78 Mrd. US-Dollar erreichen, gegenüber einer Konsensschätzung von nur 72,8 Mrd. US-Dollar.
Allianz hebt Dividende um 11 % an
Das ist ordentlich! Die Allianz (DE0008404005) hat ein gutes Jahr abgeschlossen und gibt den Aktionären einen noch besseren Return. Der Vorstand hat eine Anhebung der Dividende von zuvor 15,40 Euro auf 17,10 Euro (+11 %) angekündigt. Und das, obwohl sich das operative Ergebnis „nur“ um 8,4 % auf 17,4 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2025 gesteigert hat. Das gesamte Geschäftsvolumen konnte man sogar nur um 4 % auf 186,9 Mrd. Euro verbessern. Was die Börse eventuell etwas irritieren wird, ist die Abschwächung der Dynamik im 4. Quartal. Im Dezember-Quartal stagnierte das Geschäftsvolumen nur noch auf Vorjahresniveau und das operative Ergebnis konnte nur noch um 3 % angehoben werden. Bereits am Vorabend hatte die Allianz die Auflage eines neuen Aktienrückkaufprogramms in Höhe von 2,5 Mrd. Euro angekündigt, das bis zum 31. Dezember 2026 beendet werden soll.
Gewinneinbruch bei der Telekom
Das 4. Quartal führte bei der Deutschen Telekom (DE0005557508) zu einem starken Gewinneinbruch. Der Telekommunikationskonzern, der nur noch dem Namen nach Deutsch ist und inzwischen zu 78 % sein Geschäft im Ausland macht, sah im Dezember-Quartal eine vergleichbare Umsatzentwicklung (+2,5 %) wie im Gesamtjahr (+2,9 %), allerdings brach der Konzernüberschuss nach Anteilen Dritter um satte -59 % auf 1,72 Mrd. Euro ein. Der Vorstand versuchte entsprechend, den Fokus auf den Ausblick zu lenken. So verspricht man unter anderem einen Anstieg des EBITDA AL (EBITDA nach Leasing) im Jahr 2026 auf 47,4 Mrd. Euro nach 44,2 Mrd. Euro im letzten Jahr. Auf „bereinigter“ Basis traf die Telekom jedoch die Erwartungen der Analysten für das 4. Quartal mit einem Gewinn von 0,44 Euro je Aktie genau.
Tagestermine
Die Agenda ist heute lang, aber es sind kaum wichtige Termine dabei. Die europäischen Sentimentindizes, die um 11:00 Uhr für den Monat Februar veröffentlicht werden, stechen bereits heraus. Hier wird die Börse auf die Entwicklung der Inflationserwartungen der Verbraucher achten. Der Index lag zuletzt bei 24,1 Punkten. Auch die Entwicklung des Verbrauchervertrauens wird man beachten. Beim Verbrauchervertrauen wird eine marginale Verbesserung von -12,4 auf -12,2 Punkte erwartet.
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26.02.2026 - Mikey Fritz

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