Griechenland weitet die Zusammenarbeit mit den USA im Energiesektor aus und erlaubt einem Konsortium aus Chevron und anderen Unternehmen Explorationen im eigenen Land
Chevron profitiert von dem Wunsch der EU nach mehr Unabhängigkeit
Spätestens bis Ende 2027 will die EU unabhängig von russischem Erdgas werden und zu diesem Zweck neue Quellen für Kraftstoffe erschließen. Dafür arbeiten die einzelnen Staaten auch mit den USA zusammen. Griechenland weitet derzeit die Kooperation mit Washington aus und erlaubt unter anderem dem US-Konzern Chevron Explorationsarbeiten vor den eigenen Inseln.
Konkret wurden in Athen mehrere Verträge unterzeichnet, welche einem Konsortium aus Chevron (US1667641005) und Helleniq Energy eine neue Phase der Exploration im Mittelmeer erlauben. Dort sollen in mehreren Offshore-Gebieten südlich von Kreta und Peloponnes Explorationsarbeiten durchgeführt werden. Beobachter werden dies als ein klares Signal für eine engere Zusammenarbeit zwischen Washington und Athen bei energiepolitischen Angelegneheiten.
Im Mittelpunkt der neuerlichen Absichten steht die Erschließung neuer Quellen von Erdgas, welche Chevron dann selbstredend möglichst gewinnbringend weiterverkaufen möchte. Die USA bemühen sich schon seit Längerem darum, mehr Flüssigerdgas nach Europa zu liefern. Wenn dieses gleich aus Europa selbst stammt, macht es die Angelegenheit natürlich einfacher und mit Sicherheit auch lukrativer.
Offen bleibt für den Moment, welche Erfolge Chevron bei den Explorationen feiern können wird. Grundsätzlich ist das neue Engagement im Mittelmeer aus Anlegersicht aber positiv zu bewerten. Der US-Konzern sichert sich mit solchen Vorhaben langfristige Chancen in Europa, wo der Hunger nach Erdgas in den kommenden Jahren immer weiter steigen wird. Dafür sorgen etliche Gaskraftwerke, die momentan in Deutschland und anderswo entweder geplant oder bereits im Bau sind.
Die Chevron-Aktie reagiert kaum
An der Börse wird das Thema eher stiefmütterlich behandelt. Die Chevron-Aktie gab am Dienstag leicht auf 180,55 US-Dollar nach. Der positive Trend der vergangenen Wochen bleibt damit noch erhalten. Allerdings steht jener mehr im Zeichen der Entwicklung von Ölpreisen als neuen Projekten in Europa oder anderswo.
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18.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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