OpenAI mit neuen Rekorden, Microsoft plant Gaskraftwerk in Texas und Kurseinbruch bei Nike - BÖRSE TO GO
OpenAI erlöst 122 Mrd. $ und eine Unternehmensbewertung von 852 Mrd. $
OpenAI steigert seine Unternehmensbewertung auf einen neuen Rekord von 852 Mrd. US-Dollar. In der jüngsten Finanzierungsrunde nahm man 122 Mrd. US-Dollar ein und verkaufte erstmals Aktien an Privatanleger. Microsoft will sich ein eigenes Gaskraftwerk in Texas sichern. Der Tech-Konzern steht in Verhandlungen mit Chevron als Lieferanten. Nike enttäuschte (erneut) die Anleger. Für das 3. Fiskalquartal wies man einen Gewinneinbruch aus und prognostiziert weiter fallende Umsätze.
Der asiatische Aktienhandel profitiert am Mittwoch von den sehr starken Vorgaben der Wall Street und den Aussagen von US-Präsident Trump, dass der Iran-Krieg in wenigen Wochen vorbei sei. Der Nikkei 225 Index sprang heute um 5,31 % auf 53.773,00 Punkte und der KOSPI explodierte regelrecht um 8,44 % auf 5.478,70 Punkte. Der Terminmarkt ist ebenfalls ausgesprochen positiv gestimmt. Der DAX-Future (Juni) wird schon vor Börsenbeginn 2,48 % höher bei 23.402,50 Punkten gehandelt.
In Frankfurt feierte schon am Dienstag die zweite Reihe ihr Comeback. Der DAX konnte erneut zulegen und stieg um 0,52 % auf 22.680,04 Punkte, aber der Blue Chip Index war damit das Schlusslicht. Angeführt wurde die Liste der Gewinner vom MDAX, der um 1,26 % auf 28.150,78 Punkte kletterte und dabei von Jenoptik (DE000A2NB601) nach oben gezogen wurde, die um 3,52 % auf 28,20 Euro stiegen, nachdem das Unternehmen in der vergangenen Woche einen optimistischen Ausblick gegeben hat. Auch der TecDAX performte stark und kletterte um 1,10 % auf 3.421,60 Punkte. Neben Jenoptik erlebten hier vor allem die Aktien von Nagarro (DE000A3H2200) einen Rebound um 4,51 % auf 47,28 Euro und halfen dem Tech-Index zu steigen.
Nach Börsenschluss in Europa erlebte die Wall Street zum Quartalsende eine sehr starke Short-Eindeckungsrallye. Alle US-Benchmarks kletterten deutlich und wurden vom Nasdaq 100 Index angeführt, der um 3,43 % auf 23.740,19 Punkte sprang. Die Anleger kauften vor allem die Halbleiteraktien und schoben unter anderem Marvell Technology (US5738741041) um 12,80 % auf 99,05 US-Dollar nach oben. Auch der S&P 500 Index performte sehr stark und stieg um 2,91 % auf 6.528,52 Punkte, wie auch der Dow Jones Industrial Average Index, der sich um 2,49 % auf 46.341,51 Punkte steigerte.
OpenAI erhöht Bewertung auf 852 Mrd. US-Dollar
In einer weiteren Finanzierungsrunde hat sich OpenAI vor dem IPO frisches Kapital besorgt. Institutionellen und privaten Anlegern verkaufte man eigene Aktien mit einer Unternehmensbewertung von 852 Mrd. US-Dollar. Insgesamt erlöste das AI-Unternehmen durch die Verkäufe 122 Mrd. US-Dollar. Beide Eckdaten stellen einen neuen Rekord da. Das Unternehmen verwies auf seine Erfolge und kündigte an, dass man bald 1 Milliarde wöchentlich aktive Benutzer verzeichnen wird und aktuell rund 2 Mrd. US-Dollar pro Monat an Umsatz erzielt. Eine zusätzliche Besonderheit ist, dass man erstmals mit Unterstützung von Banken Aktien an Privatanleger verkauft hat und von diesen 3 Mrd. US-Dollar erlöste. Obwohl das IPO noch aussteht, werden die OpenAI Aktien in Zukunft in einigen börsengehandelten Fonds von ARK Invest aufgenommen werden.
Microsoft sichert sich Gaskraftwerk
Um seinen enormen Strombedarf für die Zukunft zu sichern, verhandelt Microsoft (US5949181045) derzeit mit Chevron (US1667641005) über den Bau eines Gaskraftwerkes. Das Projekt soll in Texas entstehen und hat bis dato ein geplantes Budget von 7 Mrd. US-Dollar, was initial 2.500 Megawatt an Strom erzeugen soll. Das Kraftwerk wäre damit eines der größten in den gesamten USA. Chevron kämpft mit einem Überschuss an Gas, weswegen ein eigenes Kraftwerk, das man dauerhaft beliefert, sehr vorteilhaft wäre. Die Erdölförderung in Texas erzeugt als Nebenprodukt Gas in solch großen Mengen, dass es teilweise vor Ort abgefackelt wird, weil es nicht genügend Abnehmer und Transportmöglichkeiten gibt. Microsoft wiederum befindet sich in der Lage, dass inzwischen nicht mehr die Erstellung von Rechenzentren der größte Engpass ist, sondern die Stromversorgung der Standorte. Ein eigenes Gaskraftwerk würde dem Tech-Konzern Sicherheit für die Geschäftsentwicklung geben.
Nike stagniert weiter
Der Quartalsbericht von Nike (US6541061031) signalisiert, dass der Sportartikelhersteller die Wende im operativen Geschäft immer noch nicht hinbekommt. Der Umsatz stagnierte im 3. Fiskalquartal bei 11,28 Mrd. US-Dollar, sank aber währungsbereinigt um -3 %. Gleichzeitig stiegen die direkten Kosten des Umsatzes, wodurch schon der Rohertrag sank. Obendrein stiegen auch die operativen Kosten, was sich unter dem Strich in einem starken Rückgang des Vorsteuerergebnisses um -23 % auf nur noch 650 Mio. US-Dollar auswirkte. Zu allem Überfluss sprang die Steuerquote im Jahresvergleich von 5,9 % auf 20,0 %, wodurch das Ergebnis nach Steuern um -35 % auf nur noch 520 Mio. US-Dollar einbrach. Der Umsatz entsprach der Konsensschätzung der Analysten und der Gewinn je Aktie lag mit 0,35 US-Dollar sogar über dem Konsens von nur 0,30 US-Dollar. Doch der Ausblick sorgte für einen Kurssturz nach Börsenschluss. Die Notierungen werden zeitweise -10 % tiefer gesehen, nachdem CEO Elliott Hill einen Umsatzrückgang um -2 % bis -4 % im laufenden Quartal erwartet und für das kommende Geschäftsjahr ebenfalls einen Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich ankündigte.
Tagestermine
Am Nachmittag um 16:00 Uhr erwarten wir den amerikanischen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Monat März. Erwartet wird ein Anstieg von 51,6 auf 52,4 Punkte.
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01.04.2026 - Mikey Fritz

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