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CureVac: Tesla bleibt vor der Tür

Kapitalbeteiligung wohl nur Wunschtraum der Anleger

 

Einer der heißesten Spekulationen am Markt scheint relativ schnell die Luft auszugehen. Denn Gespräche zwischen dem deutschen Biotech-Unternehmen CureVac und dem Tesla-Chef Elon Musk, der sich dieser Tage auf Deutschland-Tournee befindet, sorgten für Überlegungen bezüglich eines Einstiegs des E-Auto-Pioniers. Was sicherlich auf den ersten Blick nicht ganz so einsichtig wäre, aber:

 

Teslas General-Strategie

 

Es zeigt sich wieder einmal ganz klar das, was wir an dieser Stelle und auch in unseren Börsenbriefen immer wieder propagieren: Tesla ist weit mehr als ein Autobauer. So arbeitet das Unternehmen über seine deutsche Tochter Grohmann bereits mit CureVac zusammen. Grohmann ist eigentlich Spezialist für High-End-Produktionsautomatisierung und trägt einen guten Anteil an der Strukturierung der Tesla-Fabriken. Im vorliegenden Fall soll es allerdings um Automatisierungen bei der Entwicklung und Herstellung neuer Impfstoffe und Arzneimittel gehen.

Damit beweist sich wieder einmal das Credo von Tesla, seine technologischen Entwicklungen auch in anderen Bereichen zum Einsatz zu bringen. Vorerst bleibt es allerdings wohl nur bei einer Partnerschaft und nicht bei einer Kapitalbeteiligung. Denn CureVac-Hauptaktionär Dietmar Hopp (rund 49 %) sieht zwar eine Kooperation beider Unternehmen als positiv, hat aber einer Übernahme durch Tesla eine Absage erteilt.

 

CureVac sucht einen Boden

 

Was ja am Ende nicht heißen soll, dass sich Tesla nicht doch ein paar Stücke besorgen wird. Schließlich ist CureVac seit gut drei Wochen an der Börse notiert. Aber größeren Zugriff dürfte es wohl nicht geben, da der Free Float mit unter 25 % so etwas ausschließen dürfte. Von den Hauptaktionären, die Hopp-Beteiligungsgesellschaft Dievini, er selbst, die Bundesrepublik und GlaxoSmithkline wird wohl vorläufig keiner etwas abgeben.

Fazit: Nach einem fulminanten Start nach dem IPO ist CureVac inzwischen wieder halbwegs auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Denn zwar liegt das Unternehmen bei der Jagd nach einen Corona-Impfstoff nach wie vor gut im Rennen. Aber das tun andere eben auch. Hier drängt sich derzeit über die bislang empfohlene Anfangsposition (um einen Fuß in der Tür zu haben) kein weiterer Ausbau auf.

 

03.09.2020 - Carsten Müller - cm@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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