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Der Tourismuskonzern TUI kürzt Dividende, um stärker zu wachsen

Nach der Corona-Pandemie folgt nun der Angriff auf Buchungsplattformen für Kurztrips

NTG24 - Der Tourismuskonzern TUI kürzt Dividende, um stärker zu wachsen

 

Der weltgrößte Reisekonzern TUI will den Aktionären in naher Zukunft keine Dividende zahlen. Die Aktie des Konzerns steigt dennoch.

Der weltgrößte Tourismuskonzern TUI (DE000TUAG505) hat in dieser Woche auf einer Investorentagung am Hauptstandort in Hannover bekannt gegeben, dass der strategische Fokus des Konzerns erstmal darauf liegt, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, um dies zu erreichen, sollen auch die Dividendenzahlungen in naher Zukunft gestrichen werden.

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Neben der Zurückgewinnung des verlorenen Vertrauens wolle man die dadurch frei gewordenen finanziellen Mittel nutzen, um die hohe Verschuldung zu senken und die Wachstumstrends des Marktes besser zu nutzen. Dabei schloss der Finanzvorstand Mathias Kiep den Rückkauf von Aktien aus. Durch diesen Schritt könne man zwar den Aktienkurs unterstützen, allerdings gab der Manager zu bedenken, dass man dadurch den Investitionsspielraum begrenzt und man intern genug Ideen habe.

TUI hat operativ die Folgen der Corona-Pandemie gut beseitigt und konzentriert sich nun auf die Reduktion der entstandenen finanziellen Lasten durch die Pandemie. Dies inkludiert auch die Rückgabe der letzten Tranche des KfW-Kredits in Höhe von rund 550 Millionen Euro. Allerdings habe man hierfür kein Zahlungsziel, so dass man sich intern erst auf die Maximierung des Cashflows fokussieren möchte, um die Refinanzierungskosten zu senken.

TUI hatte zu Beginn des Aprils den Börsenplatz gewechselt und ist nun wieder an der Frankfurter Börse als Hauptbörse gelistet. Hieraus ergeben sich schon einige interessante Wechsel im Aktionärskreis. Während laut Kiep einige der aktivistischen Hedgefonds ihre Shares zumindest teilweise verkauft hatten, haben viele langfristigen Investoren Positionen aufgebaut. Ziel von TUI ist es, dass nach der starken Kurskorrektur seit Beginn der Corona-Pandemie die Aktie des Tourismuskonzerns künftig als Wachstumsaktie wahrgenommen wird. Um dieses Ziel zu erreichen, plant man in den nächsten Jahren mit einer jährlichen Investitionssumme von rund 500 Millionen Euro. Zudem möchte man mehrere Ferienfluggesellschaften als Partner dazu gewinnen und so die Flugkapazitäten steigern. In einem weiteren Schritt möchte man das Angebot von Kurztrips in Verbindung mit den Flügen ausweiten und so zur Konkurrenz für Plattformen wie Booking (US09857L1089) und trivago werden.

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26.04.2024 - Felix Eisenhauer

Unterschrift - Felix Eisenhauer

 

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