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Der Ölpreis könnte eine Verschnaufpause gut gebrauchen

Ölpreis kurzfristig korrekturanfällig

 

Der Ölpreis hat, auch im Zuge einer weltweiten ,,Wiederentdeckung‘‘ der Rohstoffe als Anlageklasse, in den vergangenen Monaten eine beeindruckende Erholung von seinen Corona-Crash-Tiefs vom Frühjahr 2020 hingelegt.

Dabei hat er in den vergangenen Wochen auch seinen langfristigen Abwärtstrend überwunden, wenn man den US-Ölpreis der Sorte WTI als Basis nimmt. Dabei steckt er aber derzeit auch in einer Widerstandszone, die erst einmal abgearbeitet werden muss. Es ringen also langfristige Signale Kursimpulse miteinander, welche sich in kurzfristigen Trendwechseln ausdrücken können.

 

 

Während Chart 1 die Entwicklung auf Monatsbasis zeigt, illustriert Chart 2 jene auf Wochenbasis. Dabei zeigt sich, dass der Aufwärtsimpuls in den letzten Wochen noch von einem weiteren dynamischen Signal gebremst wird, nämlich der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie.

 

 

Diese begann mit dem Corona-Crashtief, in dem der Ölpreis der Sorte WTI im April 2020 auf null und bei einigen Untersorten sogar in den negativen Bereich fiel. Mit dieser Trendlinie kämpft der WTI-Ölpreis derzeit, hat diese aber inzwischen ohne große Gegenwehr unterschritten.

Gleichzeitig bewegt sich der WTI-Ölpreis aber weiter über seiner langfristigen Abwärtstrendlinie (rot).

 

 

In Chart 3 ist nun zu sehen, dass der WTI-Ölpreis zuvor bereits einen etwas steileren Aufwärtstrend gebrochen hatte (rote Linie) und an dieser seither mehrfach abgeprallt ist.

Nun hat er in den letzten Tagen unterhalb seines Jahreshochs vom 08.03.2021 bei 67,94 Dollar Halt gemacht und läuft seitwärts, aber auch unterhalb der flacheren Aufwärtstrendlinie.

Sollte der WTI-Ölpreis idealtypisch nun auf seinen überwundenen langfristigen Abwärtstrend aufsetzen, hätte er das kurzfristige Problem, dass er dann ein kleines Doppeltop mit dem Jahreshoch gebildet hätte, was für sich genommen wieder auf eine ausgedehntere Korrektur hinweist.

 

Und was ist das Fazit?

 

Vor diesem Hintergrund ist die derzeitige Lage beim WTI-Ölpreis uneinheitlich. Gleichwohl zeigt sich, dass die Aufwärtsdynamik seit einigen Tagen deutlich nachgelassen hat, was nach der dynamischen Aufwärtsbewegung der letzten Monate auch keine Überraschung ist. Jedoch sollte nun zumindest kurzfristig mit einem Test der langfristigen Abwärtstrendlinie gerechnet werden.

Sollte der WTI-Ölpreis allerdings unter seine potenzielle Nackenlinie des möglichen Doppeltops, welche vom 23.03.2021 stammt und bei 57,28 Dollar liegt, fallen, ist auch ein schneller Rückgang bis in den Unterstützungsbereich oberhalb von 52 Dollar möglich.

 

17.05.2021 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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