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EZB lässt Zinserhöhung durchsickern, SoftwareOne profitiert vom Cloud-Boom und Kurseinbruch bei Intuit - BÖRSE TO GO

Die EZB bereitet die Börse auf eine weitere Zinserhöhung im September vor

NTG24 - EZB lässt Zinserhöhung durchsickern, SoftwareOne profitiert vom Cloud-Boom und Kurseinbruch bei Intuit - BÖRSE TO GO

 

Die EZB lässt die Absicht einer weiteren Zinserhöhung durchsickern. Das ist Gift für den Aktienmarkt, da das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum jetzt schon schwächelt. SoftwareOne profitiert vom globalen Cloud-Boom und wächst schneller als erwartet. Die Jahresprognose fasst die Geschäftsführung jedoch nicht an. Satter Kurseinbruch bei Inutit. Die neue Prognose des amerikanischen KMU-Softwarespezialisten signalisiert eine deutliche Abkühlung des Wachstums. 

Überraschend freundlich ist der Aktienhandel in Asien am Mittwoch gestimmt. Alle Benchmarks in der Region können zulegen. Der Nikkei 225 Index verbesserte sich um 0,61 % auf 66.258,00 Punkte und der KOSPI stieg um 0,97 % auf 6.808,21 Punkte. Der Hang Seng Index wird vor Handelsschluss zwischenzeitlich mehr als 0,80 % im Plus gesehen. Der Terminmarkt ist hingegen weitgehend indifferent vor Eröffnung des Börsenhandels in Europa. Kein Wunder, denn am Abend wird Nvidia (US67066G1040) nachbörslich die Zahlen veröffentlichen, was trendentscheidend für die Börse ist. 

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Der Dienstag brachte endlich eine Sitzung mit Gewinnen an der Börse Frankfurt, wo alle deutschen Benchmarks stiegen. Ganz vorne an der Spitze der MDAX, der sich um 0,74 % auf 32.267,44 Punkte verbesserte. Angeführt von Deutz (DE0006305006), die um 11,21 % auf 11,51 Euro sprangen, nachdem zwei Analysten neue Kaufempfehlungen und Kursziele von bis zu 16 Euro aussprachen. Der DAX folgte dicht auf mit einem Tagesgewinn von 0,61 % auf 26.266,14 Punkte und der SDAX, der um 0,57 % auf 18.541,82 Punkte stieg, aber zwischenzeitlich sogar bei 18.675,96 Punkten notierte. Der TecDAX hingegen kam nicht vom Fleck und schloss nahezu unverändert bei 4.050,72 Punkten (+0,04 %). 

An der Wall Street erholten sich die Technologietitel. Die Verluste vom Montag sind fast vergessen angesichts eines Tagesgewinns beim Nasdaq 100 Index von 0,64 % auf 29.209,23 Punkte. Der größte Gewinner im Tech-Index waren die Aktien von Lumentum (US55024U1097), die um 6,67 % auf 79,44 US-Dollar sprangen. Der S&P 500 Index schaffte ein kleines Plus von 0,32 % auf 7.677,28 Punkte, ebenso wie der Dow Jones Industrial Average Index, der um 0,30 % auf 53.577,40 Punkte stieg.  

 

EZB lässt Zinserhöhung durchsickern

 

Die EZB schickt Isabel Schnabel gerne vor, wenn es darum geht, schlechte Nachrichten zu verbreiten. Die Ansage von Frau Schnabel, die seit 2015 Mitglied des Direktoriums der EZB ist, dass die Inflation zu hoch und eine weitere Verteuerung des Kapitals notwendig sei, muss daher ernst genommen werden. Die Warnung von Schnabel passt obendrein zu dem Desaster, das die Trump-Administration aktuell im Umgang mit dem eigenen Anleihemarkt erlebt. Offensichtlich will die EZB vermeiden, dass das eigene lange Ende in Panik gerät. Für den Aktienmarkt ist das schlecht.  Die Hoffnung der Börse war, dass die Europäische Zentralbank sich in Zukunft beim Thema Zinserhöhungen zurückhält, da die Wirtschaft im Euro-Raum schwächelt, doch man ist offenbar gewillt, am 10. September die Zinssätze ein weiteres Mal in diesem Jahr um 25 Basispunkte anzuheben. Der Einlagesatz wurde zuletzt auf 2,25 % angehoben, womit ein Anstieg auf 2,50 % p. a. zu erwarten ist. Der Hauptrefinanzierungssatz muss dann bei 2,65 % und der Spitzenrefinanzierungssatz bei 2,90 % p. a. erwartet werden. 

 

SoftwareOne wächst schneller als prognostiziert

 

Die Schweizer SoftwareOne (CH0496451508) profitiert vom globalen Cloud-Boom. Man konnte im 1. Halbjahr den „bereinigten“ Umsatz auf währungsbereinigter Basis um 11,6 % steigern, was deutlich über der Prognose liegt. Inklusive positiver Einmaleffekte aus der Akquisition von Crayon sprang der Umsatz um 68,2 % auf 818,3 Mio. Franken. Auch die „bereinigte“ EBITDA-Marge fiel mit 24,9 % höher als vom Unternehmen vorgegeben aus. Erfreulich obendrein: Das positive Momentum nahm im 2. Quartal noch zu. Die Profitabilität stieg dank Kostensenkungen auf eine Marge von 28,9 %. Nach Steuern weist man den Aktionären einen Gewinn von 54,3 Mio. Franken bzw. 0,25 Franken je Aktie aus. Die Prognose für das laufende Jahr hob man jedoch nicht an. Die Geschäftsführung bestätigte lediglich die bereits verkündeten Ziele eines währungsbereinigten Umsatzwachstums im mittleren bis hohen einstelligen Bereich und eine „bereinigte“ EBITDA-Marge von mehr als 23 %.

 

 

Kurseinbruch bei Intuit

 

Die neue Prognose für das neue Fiskaljahr 2027 hat den Börsianern in der Nacht auf Mittwoch den Atem verschlagen. Und das nicht in einer positiven Art und Weise, denn das Management von Intuit (US4612021034) stutzte die Erwartungen deutlich. Das Umsatzwachstum soll sich in einer Spanne von 9 % bis 10 % bewegen, gegenüber 14 % im abgelaufenen Fiskaljahr 2026. Im besten Fall 23,51 Mrd. US-Dollar. Das ist eine sehr konservative und auch enttäuschende Prognose, die aber begründet ist. Vor allem die Steuerprodukte wachsen derzeit nur marginal, und die zugekaufte MailChimp klammert sich an die Stagnation. Die Profitabilität soll allerdings deutlich steigen. Auf „bereinigter“ Basis verspricht Intuit ein operatives Gewinnwachstum von 17 % bis 18 %. Doch das interessiert die Börse nicht. Der Kurs stürzte nachbörslich um mehr als -10 % auf 320 US-Dollar ab. Und das, obwohl der KMU-Softwarespezialist sowohl die Umsatz- als auch Gewinnerwartungen für das abgelaufene 4. Fiskalquartal deutlich überboten hatte.

 

Tagestermine

 

Der Fokus der Börse liegt heute um 14:30 Uhr auf der Veröffentlichung des amerikanischen PCE Preisindex für den Monat Juli, der eine der Lieblingskennzahlen der Federal Reserve ist. Die Prognose ist, dass der PCE im Vergleich zum Juni um 0,1 % (Kernrate: +0,2 %) gestiegen ist. Der Fokus liegt deshalb so stark darauf, da die Anleger erwarten, dass die US-Notenbank im September ihren Zinserhöhungszyklus beginnt. 

 

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26.08.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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