als .pdf Datei herunterladen

Alle Jahre wieder: Der Weihnachtsbaum in der Umsatzsteuer

Der Weihnachtsbaum als Sinnbild des deutschen Steuersystems

 

Passend zu den Feiertagen holen wir bei NTG24 den Klassiker unter den Steuerrechtlern hervor: Die Umsatzsteuersätze rund um den Weihnachtsbaum. Erfahren Sie hier wie belustigend, aber gleichzeitig auch beschämend das deutsche Steuerrecht sein kann.

 

Der Weihnachtsbaum:

 

Der Regelsteuersatz beträgt in Deutschland grundsätzlich 19% (aktuell wegen der Corona-Pandemie 16%) und wird bei allen Leistungen angewendet, welche nicht ermäßigt mit 7% (aktuell 5%) versteuert werden oder komplett steuerfrei sind. Darüber hinaus wird eine Steuer nicht erhoben, wenn die Leistung von einem Kleinunternehmer i.S.d. §19 Umsatzsteuergesetz (UStG) erfolgt.

Doch beim Weihnachtsbaum hat sich der Gesetzgeber noch weitere Steuersätze in Höhe von 5,5% und 10,7%. gem. §24 UStG „ausgedacht“. Warum auch gerade Steuersätze, das wäre ja viel zu langweilig.

Allein in den wenigen Zeilen habe ich 6 Steuersätze genannt und alle kommen aktuell bei dem Kauf von einem Weihnachtsbaum vor, aber natürlich nicht alle gleichzeitig, sondern es kommt auf viele einzelne Faktoren an. Diese Faktoren habe ich im folgenden Schaubild einmal zusammengefasst:

 

 

Weitere interessante Schaubilder und Visualisierungen zu aktuellen steuerlichen Themen finden Sie auch bei unserer Partnerfirma DENKWERK ONE zum kostenlosen Download: Kurz, knapp & visuell.

 

Anzeige:

Werbebanner Zürcher BörsenbriefeIm Schaubild gar nicht mit aufgenommen sind ausländische Sachverhalte, der Weiterverkauf von gebrauchten Weihnachtsbäumen, Käufe unter Privatleuten und der Verkauf von Tannenbäumen einer gemeinnützigen Einrichtung im Rahmen ihres Zweckbetriebes, da es dann noch unübersichtlicher wird und weitere Möglichkeiten vorhanden wären.

 

Fazit:

 

Sofern Sie einmal gefragt werden sollten, wie hoch die Umsatzsteuer beim Kauf eines Weihnachtsbaumes ist, können Sie jetzt immer getrost sagen: „Es kommt drauf an“. Auf der einen Seite ist das eben dargestellte belustigend, aber auf der anderen Seite leider auch erschreckend, wie verkompliziert das deutsche Steuerrecht sein kann und das an einem doch grundsätzlichen harmlosen Kauf eines Weihnachtsbaumes.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leser und Leserinnen schöne Feiertage und vor allem viel Gesundheit in der aktuellen Zeit.

 

25.12.2020 - Daniel Eilenbrock - de@ntg24.de

 






Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



Bewertungen, Kommentare und Fragen an den Redakteur

 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)