Enel schraubt seine Investitionspläne deutlich in die Höhe, will die Gewinne steigern und auch den Aktionären etwas bieten
Größere Ambitionen seitens Enel kommen gut an bei den Börsianern
Der italienische Energiekonzern Enel entwickelte sich in den letzten Jahren bereits hervorragend und der Aktienkurs verbesserte sich im Jahresvergleich um rund 40 Prozent. Knapp unterhalb der 10-Euro-Linie kam die Rallye allerdings zum Stehen. Mancher Anleger erhoffte sich vielleicht etwas größere Zukunftsambitionen, welche nun vorgelegt wurden.
Wie Enel (IT0003128367) am Montag ankündigte, sollen bis zum Jahr 2028 satte 53 Milliarden Euro in Investitionen fließen, hauptsächlich in Europa und Nordamerika. Das sind etwa zehn Milliarden Euro mehr als in den bisherigen Plänen. Angedacht ist ein noch massiverer Ausbau bei Stromerzeugung und Vertrieb mit einem klaren Fokus auf erneuerbare Energien. Etwa die Hälfte der Gelder soll in die Modernisierung von Stromnetzen fließen.
Recht bewusst setzt Enel auf Märkte, die nach Ansicht des Managements über ein stabiles regulatorisches Umfeld verfügen. Die Schwerpunkte sollen daher auf etablierte Märkte in Europa und ausgewählte US-Bundesstaaten gelegt werden. Das steht ein wenig im Kontrast zu den vergangenen Jahrzehnten, als der italienische Versorge vor allem in Lateinamerika investierte.
Enel rechnet mit höheren Gewinnen
Natürlich sollen die Investitionen nicht nur aus Spaß an der Freude geschehen, sondern Enel auch zu deutlich höheren Gewinnen verhelfen. In Aussicht gestellt wird bis zum Jahr 2028 ein Gewinn je Aktie in Höhe von 0,80 bis 0,82 Euro. Für das vergangenen Jahr wird noch mit deutlich niedrigeren 0,69 Euro gerechnet. Der Aufwärtstrend soll sich auch für die Anteilseigner auszahlen, denen eine jährliche Erhöhung der Dividende um sechs Prozent versprochen wird.
Die neuen Pläne kommen an den Märkten gut an. Zwar gelang der Enel-Aktie am Montag noch kein Ausbruch über die 10-Euro-Marke. Immerhin konnten aber vorherige Gewinnmitnahmen mit Aufschlägen von 6,8 Prozent egalisiert werden. Der Kurs landete zu Handelsschluss bei 9,70 Euro und damit nur knapp unter dem Anfang Februar etablierten 52-Wochen-Hoch in Höhe von 9,77 Euro. Die Bullen scheinen wieder Blut geleckt zu haben.
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25.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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