ITM Power springt nach Worley-Partnerschaft kräftig an
Die neue Neptune-V-Partnerschaft sorgt für Fantasie, löst aber die Profitabilitätsprobleme von ITM Power noch nicht
Aktien aus der Wasserstoff-Branche bewegen sich mitunter wie auf der Rasierklinge. Große Kursgewinne können hier schnell wieder von Trostlosigkeit abgelöst werden. ITM Power machte zuletzt erneut einen ordentlichen Sprung nach oben, doch Anleger sollten die fundamentalen Risiken weiterhin nicht ausblenden.
Mit einem Plus von 16,4 Prozent war die Aktie von ITM Power (GB00B0130H42) am Montag einer der größten Gewinner am Londoner Aktienmarkt. Von den zwischenzeitlichen Höchstkursen musste der Titel danach zwar etwas Federn lassen. Mit 46,525 Pence stand aber auch am Nachmittag ein teils ansehnliches Plus in der Kurstafel.
Erklären lassen sich die Kursgewinne vor allem durch eine Partnerschaft. ITM Power wird seinen Elektrolyseur „Neptune V“ künftig in die Projekte von Worley zur Wasserstoffproduktion integrieren. Das muss aber noch nicht zwingend ein Garant für steigende Kurse sein.
Denn dieses Segment ist alles andere als einfach zu kalkulieren. Große Hoffnungen auf einen gezielten Einsatz von Wasserstoff in der Industrie und im Schwerlastverkehr bleiben nicht selten nur vage Wünsche.
Langfristige Partnerschaft
Immerhin sieht Worley großes Potenzial in der Technologie von ITM Power. So soll es sich bei der Partnerschaft nicht nur um einen kurzfristigen Deal handeln, sondern um eine langfristige Zusammenarbeit bei gemeinsamen Entwicklungen und Projekten. Besonders in den Fokus rückt hierbei der große Neptune-V-Elektrolyseur.
ITM Power hat seinen Umsatz im ersten Quartal zwar mehr als verdoppeln können. Allerdings geht es von einer auch in Zukunft verhaltenen Nachfrage aus. Zudem ist langfristig mit steigendem Wettbewerb in der Branche zu rechnen.
Bis zur Profitabilität ist es noch ein Stück
Die Zahlen zum ersten Quartal zeigen, wie viel Arbeit noch vor dem Unternehmen liegt. Der Umsatz legte gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 7,8 auf 16,9 Millionen britische Pfund zu. Der Verlust nach Steuern und Abschreibungen nahm in dieser Zeit aber auch von 25,1 auf 26,2 Millionen Pfund zu. Das Vorsteuerergebnis von minus 33,5 auf minus 30,6 Millionen Pfund zu verbessern, reichte hier nicht aus.
Rund 190 Millionen Pfund an liquiden Mitteln stehen noch zur Verfügung, um am kapitalintensiven Ausbau zu arbeiten. Allerdings wird der Wettbewerb unter den Elektrolyseur-Herstellern in den kommenden Jahren deutlich zunehmen.
Heißes Segment
So allmählich entwickelt sich Wasserstoff wieder zu einem heißeren Segment an den Börsen. Grundsätzlich ist das positiv, doch es scheint durchaus noch Luft nach oben zu geben. Eine nachhaltige Rallye, wie sie etwa in den Jahren 2020 und 2021 zu sehen war, ist noch nicht in Sicht.
Anleger sollten sich von zwischenzeitlichen Kursgewinnen nicht hinreißen lassen, sondern auf die fundamentale Entwicklung der Unternehmen blicken. ITM Power gilt diesbezüglich zwar als einer der Vorreiter der Branche, aber eben auch als alles andere als profitabel. Hier braucht es weiterhin viel Geduld.
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09.05.2026 - Christian Teitscheid

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