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Trotz multipler Herausforderungen blickt TUI recht entspannt auf das anstehende Sommergeschäft, doch die Anleger sind weiterhin skeptisch

Auch mit besseren Zahlen geht die TUI-Aktie noch nicht in den Rallye-Modus

NTG24 - Trotz multipler Herausforderungen blickt TUI recht entspannt auf das anstehende Sommergeschäft, doch die Anleger sind weiterhin skeptisch

 

Die Reisebranche steht zunehmend unter Druck. Dafür sorgen nicht nur der Irankrieg und daraus resultierende Sprünge bei den Ölpreisen. Kürzlich sprach auch das Ifo-Institut von einer schlechten Stimmung im Segment. Als wäre all das noch nicht genug, ließen Ausbrüche von Hantaviren und Noroviren etliche unschöne Schlagzeilen für die Kreuzfahrtbranche entstehen.

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Das kann Anleger schon mal ins Schwitzen bringen und nicht umsonst notiert die Aktie von TUI (DE000TUAG505) nun schon seit einer Weile auf einem eher überschaubaren Niveau. Konzernchef Sebastian Ebel ließ sich bei der Vorstellung der Quartalszahlen am Mittwoch aber keinerlei Verunsicherung anmerken. Dafür dürfte auch gesorgt haben, dass TUI im letzten Quartal recht solide abschnitt. Auswirkungen hatten die geopolitischen Entwicklungen allerdings durchaus.

 

 

 

Mehrere Wochen lang waren zwei von acht Kreuzfahrtschiffen im Nahen Osten gefangen, was für Kosten von rund 20 Millionen Euro gesorgt hat. TUI rechnet damit, dass es im laufenden Quartal ähnliche Belastungen geben wird. Erfreulich stimmt da, dass die betreffenden Schiffe die Krisenregion mittlerweile wieder verlassen konnten. Destinationen am Persischen Golf sind jedoch weiterhin tabu und Reisende meiden auch umliegende Länder, darunter die Türkei. Von einer Entspannung kann also kaum die Rede sein. Ein nachhaltiger Frieden in der Region ist weiterhin nicht in Sicht.

 

TUI erkennt keinen akuten Mangel

 

Die Umsätze von TUI entwickelten sich unter dem Strich stabil auf gleichbleibendem Niveau, was angesichts der Ausgangslage wohl keine Selbstverständlichkeit ist. Beim Ebit ging es derweil um 19 Millionen Euro aufwärts, sodass der Verlust auf 188 Millionen Euro begrenzt werden konnte. Rote Zahlen an sich sind im zweiten Quartal des Geschäftsjahres für TUI Normalität. In der Regel kann dies durch bessere Zahlen in den Sommermonaten ausgeglichen werden.

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Werbebanner EMH PM Trade In diesem Jahr ist allerdings alles etwas anders. Experten warnen davor, dass es aufgrund der gesperrten Straße von Hormus spätestens Ende Juni zu Engpässen bei Flugzeugbenzin kommen könnte. Möglicherweise könnten auch andere Treibstoffarten betroffen sein. TUI sieht dafür allerdings keine Anzeichen. Der Konzern ließ wissen, dass die Versorgung noch mindesten für die nächsten zehn Wochen gesichert sei. Für den Sommer wird eine normale Entwicklung erwartet, auch in Bezug auf die Passagierzahlen.

TUI-Chef Sebastian Ebel erkennt auch keine Anzeichen dafür, dass durch Ausbrüche von Hantavirus und Norovirus die Nachfrage im wichtigen Kreuzfahrtsegment nachgelassen hätte. Die Buchungen seien weiterhin „sehr stark“. Konzernweit beobachtet TUI zwar einen Hang der Verbraucher dazu, weniger langfristig zu buchen, was letztlich auch auf Unsicherheiten rund um den Irankrieg zurückgeführt wird. Dass dies die eigenen Geschäfte allzu sehr belastet, davon scheint man aber nicht auszugehen. An der Jahresprognose hält man weiterhin fest. Letztere wurde im April allerdings bereits abgesenkt und sieht nur noch im besten Fall ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau voraus.

 

TUI bleibt im Kurskeller

 

Im Handel am Mittwoch ließen die Anleger sich von den Worten des TUI-Managements noch ein wenig beruhigen. Tags darauf ging es für die Aktie aber schon wieder in Richtung Süden. Am Donnerstag verlor die TUI-Aktie um 0,5 Prozent an Wert und landete dadurch bei weiterhin mauen 6,45 Euro. Die Verluste seit Kriegsbeginn im Nahen Osten belaufen sich auf etwas mehr als 20 Prozent. Daran zeigt sich recht deutlich, dass die Anleger die neue Ausgangslage nicht so sehr auf die leichte Schulter nehmen können.

Es bleibt dabei, dass die Lage sich für TUI zuspitzt, je länger der Konflikt andauert. Denn die Auswirkungen davon strahlen weit über den Nahen Osten hinaus. Es stimmt auch nicht eben positiver, wenn US-Präsident Trump davon spricht, dass die Waffenruhe am seidenen Faden hänge. Noch lassen sich Ausfälle durch eine steigende Nachfrage nach Destinationen in Europa und anderswo kompensieren. Ob dies auch im Sommer so bleiben wird, darf aber weiterhin ein wenig angezweifelt werden.

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15.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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