Intel nimmt Milliarden in die Hand, um seine Fab 34 in Irland zurückzukaufen und unterstreicht damit sowohl die eigene Finanzstärke als auch freundlichere Aussichten.
Dreht Intel jetzt richtig auf?
Vor zwei Jahren noch war Intel geschlagen und am Boden. Das Geschäft mit klassischen CPUs lief kaum noch richtig. Konkurrent AMD drehte Kreise um Core-Prozessoren und das große Geld wurde ohnehin mit GPUs verdient, die bei Berechnungen für Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen. Doch die Lage scheint sich schon wieder gedreht zu haben.
Der Aufbau immer neuer und immer größerer Rechenzentren erhöhte auch den Bedarf an CPUs, welche für den Betrieb noch immer unverzichtbar sind. Seit einer Weile machen sich sogar schon Berichte über mögliche Engpässe breit. Für Intel (US4581401001) scheinen die Geschäfte nun gut genug zu laufen, um wieder ordentlich Geld in die Hand nehmen zu können. Wie das Unternehmen kürzlich mitteilte, soll nun die Fab 34 in Irland vollständig wieder zurückgekauft werden.
Im Jahr 2024 gliederte Intel den Standort in ein Joint Venture aus. Der Partner Apollo Investment zahlte damals 11,2 Milliarden US-Dollar für einen 49-prozentigen Anteil. Genau den holt sich Intel nun zurück und nimmt dafür sogar 14,2 Milliarden Dollar in die Hand. Für Apollo ist es also ein hervorragendes Geschäft. Intel hingegen lässt mitteilen, dass die eigene finanzielle Situation sich wieder deutlich gebessert habe.
Intel kommt nicht hinterher
Das fällt angesichts der höheren Nachfrage nicht schwer zu glauben. Intel selbst kann jene schon nicht mehr bedienen und ist daher mehr denn je auf seine Standorte angewiesen. In Irland steht eine von wenigen Fabriken, die mit EUV-Belichtungssystem arbeitet. Dort entstehen unter anderem Xeon-Prozessoren aus Basis der Architekturen Sierra Forest und Granite Rapids, welche im Serversegment schwer gefragt sind.
Intel unterstreicht mit dem Rückkauf sowohl die neue finanzielle Stärke als auch den anhaltenden Nachfrage-Boom. Das verleiht den Bullen frisches Selbstbewusstsein und die Aktie konnte am Mittwoch um 8,8 Prozent bis auf 48,03 Dollar zulegen. Seit Jahresbeginn lassen sich Aufschläge von rund 30 Prozent verzeichnen. Begleitet wird das auch auf technologischer Seite von wieder größeren Fortschritten.
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03.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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