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Hype um Elon Musk: Wie investiere ich in Tesla, SpaceX, Starlink und Neuralink?

Tech-Visionär Musk als Erfolgsgarant für enormes Wachstum

NTG24 - Hype um Elon Musk: Wie investiere ich in Tesla, SpaceX, Starlink und Neuralink?

 

Eins ist klar, wer in den letzten Jahren in Tesla (US88160R1014) investierte, der hat damit nicht viel falsch gemacht und konnte in der Regel hohe Gewinne einfahren. Um den amerikanischen Automobilbauer ist ein regelrechter Hype entstanden. Der Kurszuwachs der Tesla-Aktie lag in den vergangenen drei Jahren bei fulminanten 1100 %. Mit einer Marktkapitalisierung von 546,8 Milliarden Euro liegt man auf Platz 1 der wertvollsten Autobauer des Planeten (Platz 2: Toyota (JP3633400001) mit einer Marktkapitalisierung von 180,5 Mrd. Euro).

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DAX Future SignaleNeben den guten Zukunftsaussichten im Bereich Elektromobilität begeistert die Anleger auch der mittlerweile schon zur eigenen Marke gewordene Name Elon Musk, denn man wird das Gefühl nicht los: „Alles was der Tech-Visionär und Tesla-Gründer anpackt, wird zum Erfolg“. Sein erstes Unternehmen gründete Musk im Jahr 1995 zusammen mit seinem Bruder Kimbal. Das Dotcom-Unternehmen Zip2, welches Verlagen eine Software-basierte Lösung für Online-Stadtführungen anbot, brachte Musk beim Verkauf an den Computerhersteller Compaq vier Jahre nach dessen Gründung 22 Millionen US-Dollar ein. Dieses Geld verwendete der frisch gebackene Millionär im Jahr 1999 für die Gründung des Online-Bezahldienstes X.com, aus dem sich nach einer Fusion PayPal (US70450Y1038) entwickelte. PayPal wuchs schnell zum größten Online-Bezahlsystem der Welt und machte Elon Musk zum Milliardär. Anstatt sich auf dem Erfolgen auszuruhen, arbeitet Musk aber unermüdlich an seinen für viele Menschen größenwahnsinnig erscheinenden Visionen weiter. Zu seinen aktuellen Projekten zählen neben Tesla: SpaceX, Starlink, Neuralink, The Boring Company und SolarCity. Für viele Anleger stellt sich die Frage, wie sie am Erfolgsgaranten Musk mitverdienen können.

 

Lohnt sich ein Investment in Tesla noch?

 

Der Kurs des amerikanischen Elektromobil-Herstellers ist in den letzten Jahren regelrecht explodiert. Gegen Ende 2019 bewegte sich das Papier von Tesla noch in Bereichen um die 50 Euro. Weniger als zwei Jahre später muss man mehr als das elf-fache für die begehrte Aktie auf den Tisch legen (Stand 10.04.21: 567,10 Euro). Nachdem das Papier Ende Januar das Allzeithoch von 740,50 Euro erreichte, ging es für Tesla jedoch erst einmal in die Korrektur. Dies dürfte mitunter daran liegen, dass die Aktie aufgrund von hohen Zukunftserwartungen mittlerweile sehr teuer geworden ist, denn rentabel ist Tesla noch lange nicht. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Autobauers liegt derzeit bei 1088,77 und damit utopisch höher als der Industriemedian (12,61). Hinzu kommt, dass Tesla mit dem Verkauf von Autos immer noch Verluste einfährt. Dies wird durch den satten Gewinn von 721 Millionen Euro im Jahr 2020 zwar verschleiert, beim genaueren Hinsehen fällt jedoch auf, dass 1,6 Milliarden der Einnahmen auf den Verkauf von CO2-Zertifikaten entfielen. Ohne diese Einnahmequelle läge man bei Tesla tief in den roten Zahlen.

Klar ist aber auch, dass eine Bewertung der Tesla-Aktie auf Basis von Fundamentaldaten kaum zielführend sein dürfte. Das Potenzial in Zukunft der größte Autobauer der Welt (nicht nur nach Marktkapitalisierung) zu sein, ist durchaus vorhanden, denn während die Branche den Elektromobilitäts-Umstieg verschlief, baute Tesla seinen Vorsprung auf die anderen Autobauer immer weiter aus. Mittlerweile verfügt man über eine verhältnismäßig große Produktpalette an Elektrofahrzeugen und über eine weltweit einzigartige Ladeinfrastruktur.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDerweil konnten aber auch die anderen Autobauer die Lücke zu Tesla immer weiter schließen. Besonders Volkswagen (DE0007664039) wird dabei als größter Konkurrent gehandelt und zeigte jüngst, dass man nicht nur Verbrenner bauen kann.

Wenn Tesla es schafft, den hohen Erwartungen gerecht zu werden, dürfte der Kurs noch einmal deutlich zulegen. Ob dies gelingt, ist jedoch nicht nur bei Analysten hoch umstritten. Die Kursziele reichen momentan von 136 Dollar (JP Morgan) bis zu 835 Dollar (Goldman Sachs). Damit ist ein Investment in den Automobilriesen momentan eher als größeres Risiko einzuordnen und ein Blick auf die anderen Projekte von Elon Musk dürfte interessant werden.

 

Ist ein Investment in SpaceX möglich?

 

Mit der Gründung von SpaceX leitete Elon Musk im Jahr 2002 die Ära der kommerziellen Raumfahrt ein. Das erste private Luft- und Raumfahrtunternehmen entwickelte ein wiederverwendbares Raketen- und Startsystem, welches erhebliche Kosteneinsparungen in der Raumfahrt ermöglicht. Nach vielen Fehlversuchen gelang es dem Unternehmen im Jahr 2015 erstmals eine Trägerrakete der Falcon 9 wieder sicher zurück auf die Erde zu bringen. Im Jahr 2020 wurde am 30. Mai mit dem Flug der SpaceX Dragon Capsule, welche erstmals in der Unternehmensgeschichte zwei Astronauten zur ISS brachte, ein weiterer Meilenstein erlangt. Als großes Ziel erklärt SpaceX ab Mitte der 2020er Siedler zum Mars zu bringen.

Aufgrund des schnellen Erfolgs blicken viele Kleinanleger hoffnungsvoll einem möglichen SpaceX Börsengang entgegen. Laut Insidern soll die momentane Bewertung bei 61 Milliarden Euro liegen. Ein IPO des Raumfahrtunternehmens dürfte in den nächsten Jahren jedoch sehr unwahrscheinlich sein, da SpaceX mit einer Beteiligungsmöglichkeit für die breite Masse die Sicherheit von Regierungsaufträgen gefährden würde. Darüber hinaus ist SpaceX so unabhängig von Aktionärsansprüchen und kann das große und nicht wirklich als rentabel erscheinende Ziel der Mars-Besiedlung problemlos vorantreiben.

 

Starlink soll mittelfristig an die Börse kommen

 

Viel wahrscheinlicher scheint momentan eine Abspaltung der SpaceX-Internetsparte Starlink und ein damit verbundener Börsengang. Das Satellitennetzwerk von Starlink soll künftig weltweiten Internetzugang bereitstellen. Dafür hat man bereits über 1000 Satelliten ins All geschossen und es sollen bis 2027 noch weitere 41.000 folgen. In einigen Ländern ist man bereits mit einer Beta für Kunden gestartet. Darunter neben den USA, Kanada und Großbritannien auch Deutschland.

Gründer Elon Musk hatte in Interviews bereits über die Pläne eines IPO berichtet. Demnach will man das Unternehmen in den nächsten Jahren an die Börse bringen. Voraussetzung dafür sei ein stabiles Umsatzwachstum. Wenn man es schafft, das Satellitennetzwerk in den kommenden Jahren kontinuierlich auszubauen, dürften sich Anleger in den nächsten Jahren also auf eine Anlagemöglichkeit in Starlink freuen.

 

Wie sieht es mit einem Investment in Neuralink aus?

 

Ein weiteres Projekt des Visionärs Musk, welches momentan für Schlagzeilen sorgt, ist Neuralink. Ziel des 2016 gegründeten Unternehmen ist es, mithilfe von Chips, welche mit kleinen Drähten im Gehirn installiert werden, Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer zu heilen. Dieses Vorhaben wurde von Kritikern und Wissenschaftlern oftmals belächelt. In einem Video, welches in dieser Woche veröffentlicht wurde, konnte man jedoch gewaltige Fortschritte beim Vorhaben des Unternehmens erkennen. Zu sehen war ein Affe, welcher per Gedankenkraft eine abgewandelte Version des Videospielklassikers „Pong“ spielte. In Zukunft soll diese Technologie auf den Menschen übertragen werden, sodass beispielsweise Behinderte ein Smartphone mithilfe ihrer Gedanken steuern können. Versuche dazu könnten nach eigenen Aussagen und „wenn alles gut laufe“ bereits in diesem Jahr starten.

Anleger sollten sich trotz des jüngsten Erfolgs kurzfristig keine Hoffnungen auf eine Anlagemöglichkeit machen. Das Start-up kann momentan eher als Forschungsprojekt gesehen werden, bei dem der Durchbruch noch weit in der Zukunft liegen dürfte, von ethischen Fragen ganz abgesehen.

 

11.04.2021 - Tim Gerstenberg - tg@ntg24.de

 









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