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Angst bei Gold und Silber

Historischer Crash am Edelmetallmarkt - geht der Sell-off weiter?

NTG24 - Angst bei Gold und Silber

 

Ich hatte Ihnen rechtzeitig zum Start dieser Monsterrallye am 03. September 2025 im Zürcher Finanzbrief 18/25 den Katalysator für die Rallye am Edelmetallmarkt und mögliche Kursziele für Gold und Silber genannt. Um die Rallye und ihre Tragweite zu verstehen, aber auch den aktuellen Crash, muss man die Hintergründe kennen: 

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Weltweit liegen zwischen 60 % bis 70 % des gesamten Geldvermögens im US-Dollar. Die Quote hängt davon ab, welche Gruppe man ausschliesst. Fakt ist, dass die USA aufgrund ihrer exorbitanten jährlichen Wirtschaftsleistung, die rund ein Viertel der Leistung des gesamten Globus ausmacht, der bevorzugte Handelspartner von nahezu jedem Land sind. Und da die USA dominieren, geben sie in der Regel die Währung vor, in der der Handel abgeschlossen wird. Das ist die wesentliche Triebfeder, warum weltweit so viel Vermögen im Dollar liegt. Hinzu kommt, dass es wenige bessere Alternativen gibt. Wenn Sie ein Exporteur in Südafrika sind und von einem amerikanischen Geschäftspartner bezahlt werden, werden Sie nur so viele Dollar in Rand wechseln, wie nötig, denn die südafrikanische Währung ist volatil und neigt im Zweifel zur Abwertung, was den Wert Ihres Vermögens erheblich beeinträchtigen kann. Der Teil, der im Dollar investiert bleibt und nicht für das operative Geschäft benötigt wird, wird investiert. Wo? In möglichst werthaltigen Assets wie US-Staatsanleihen, US-Aktienindizes und natürlich in Edelmetallen wie Gold und Silber, die in US-Dollar gehandelt werden, sodass eine Investition kein neues Währungsrisiko mit sich bringt.

 

Gold und Silber

 

Die US-Notenbank ist seit mehr als 100 Jahren der Garant für einen möglichst wertstabilen US-Dollar. Ob das der Federal Reserve wirklich gelungen ist, darüber kann man trefflich streiten. Nicht streiten kann man über den Fakt, dass die Fed im Vergleich zu den anderen grossen Notenbanken einen ausgezeichneten Job gemacht hat. Die Grundlage dafür war unter anderem, dass man unabhängig von der amerikanischen Politik bzw. Washington ist. Sinkt die Inflation, ist ein hypothetischer Eingriff der Politik in die Notenbankentscheidungen kein Problem, denn die Politik wird im Zweifel die Zinsen senken, was bei einer fallenden Inflationsrate unschädlich ist. Steigt jedoch die Inflation, dann müsste die Politik die Zinsen erhöhen, um die Preisteuerungsrate wieder zu senken. Doch höhere Zinsen bedeuten, dass die Regierung in Zukunft weniger freie Mittel im Haushalt haben wird, denn das Volumen des Schuldendienstes steigt und frisst sich in die frei verfügbaren Mittel. Die Höhe der frei verfügbaren Mittel entscheidet jedoch massgeblich darüber, ob eine Partei wiedergewählt wird, denn die Mittel können eingesetzt werden, um die Sympathie der Wähler zu bekommen. Daraus resultiert eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass eine politische Notenbank in Phase steigender Inflation nicht oder erst zu spät und zu wenig die Zinsen erhöhen würde. 

 

Angst bei Gold und Silber

 

Die Sorge aller Dollar-Investoren ist seit vergangenem Jahr, dass die Trump-Administration auf eine Politisierung der Federal Reserve hinarbeitet. Sprich, so viele Mitglieder im Board of Governors auszutauschen, bis man die notwendige Mehrheit hat, um die Struktur der Entscheidungsprozesse dahingehend zu ändern, damit das Board of Governors entmachtet wird und der US-Präsident das letzte Wort bei Zinsentscheidungen hat. Die Strategie dafür hat Stephen Miran im Jahr 2024 ausgearbeitet. Miran ist seit Beginn der Trump-Administrator der Vorsitzende des Wirtschaftsrats im Weissen Haus und im August 2025 vorübergehend (oder auch nicht) in das Board of Governors gewählt worden. 

 

Gold Vola

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeMit dem Ende der Amtszeit von Fed-Chair Jerome Powell im Mai beginnt die Mehrheit im Board of Governors zu kippen. Trump wird einen Loyalen einsetzen, dessen Aufgabe es sein wird, die Neustrukturierung der Federal Reserve voranzutreiben. Seit Herbst 2025 gibt es einen kleinen Kreis von vier Kandidaten für die Nachfolge. Am Mittwochabend der vergangenen Woche verdichteten sich in New York Gerüchte, dass Kevin Warsh den Posten des Fed-Chair übernehmen wird. Und diese Gerüchte, die sich am vergangenen Freitag offiziell bestätigt haben, sind der Auslöser für den Crash bei Gold und Silber gewesen.

Eine konkrete Empfehlung zu dieser Analyse ist den Lesern des Zürcher Finanzbriefes vorbehalten. Den Zürcher Finanzbrief und die zugehörigen Empfehlungen können Sie im Rahmen eines kostenlosen Probe-Abonnements ausgiebig testen.

 

 

03.02.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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