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Micron kündigt den Baubeginn einer gigantischen Chipfabrik in New York an, doch die Fertigstellung dürfte noch viele Jahre auf sich warten lassen

Für Micron und die USA ist die neue Fab vor allem ein Prestigeobjekt

NTG24 - Micron kündigt den Baubeginn einer gigantischen Chipfabrik in New York an, doch die Fertigstellung dürfte noch viele Jahre auf sich warten lassen

 

Rund 200 Milliarden US-Dollar will Micron in seine Produktion in den USA investieren, davon 50 Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung. Das Vorhaben wird großzügig durch die US-Regierung gefördert, da es ansonsten auch nur wenig attraktiv wäre. Zu den Plänen gehört eine gigantische Chip-Fabrik im Bundesstaat New York, wo schon in wenigen Tagen der Baubeginn erfolgen soll.

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Am Mittwoch kündigte Micron (US5951121038) den Baubeginn der neuen Fabrik in Onondaga County im Bundestaat New York für den 16. Januar an. Zum Spatenstich wird hoher Besuch erwartet. Neben eigenem Führungspersonal werden wohl auch Vertreter der US-Regierung vor Ort sein. Wann mit einer Fertigstellung zu rechnen sein könnte, darauf ging der Chiphersteller weiterhin nicht ein.

Im November machten Medienberichte die Runde, laut denen es bei den Planungen wohl zu erheblichen Verzögerungen gekommen sein könnte. Die ersten Chips könnten demnach erst zum Ende der 2030er Jahre vom Band rollen. Dass Micron mit dem neuen Standort für Entspannung in der aktuellen Speicherkrise sorgen wird, davon ist also nicht auszugehen. Allerdings kommentierte der Konzern die Gerüchte bis heute nicht.

 

 

 

Offiziell ließ Micron lediglich wissen, mit dem neuen Standort insbesondere Kunden aus dem KI-Segment beliefern zu wollen. Allein für die Fabrik sind rund 100 Milliarden Dollar und damit die Hälfte der Gesamtinvestitionen in den USA vorgesehen. Die Anleger können ob der großen Zeiträume bis zur Fertigstellung aber nicht überblicken, ob sich dies letztlich auch auszahlen wird. Die Micron-Aktie gab am Mittwoch leicht um 1,1 Prozent auf 339,55 Dollar nach.

 

Micron: Das kann nicht schaden

 

Anleger können auf die Aktivitäten von Micron in den USA einigermaßen entspannt blicken. Neue Kapazitäten braucht der Konzern in Zukunft ohnehin und die großzügigen Förderungen sorgen dafür, dass auch Standorte in den Vereinigten Staaten durchaus attraktiv wirken. Kurzfristige Wachstumssignale entstehen indes nicht. Darauf ist Micron inmitten einer Preisexplosion für Speicherchips aber auch nicht angewiesen.

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08.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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