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Lockheed Martin nach Zahlen auf Höhenflug, Tesla treibt es in die entgegengesetzte Richtung, Micron erhält weiter Zuspruch und AMD schaltet auf Angriff um

Anleger fordern dieser Tage mehr als nur vage Zukunftsversprechen

NTG24 - Lockheed Martin nach Zahlen auf Höhenflug, Tesla treibt es in die entgegengesetzte Richtung, Micron erhält weiter Zuspruch und AMD schaltet auf Angriff um

 

Die Börsen zeigten sich am Mittwoch schwer angeschlagen und wieder einmal gab es zum Teil deutliche Korrekturen zu sehen. Beim DAX ging es um knapp 1,6 Prozent abwärts, während in Übersee vor allem der technologielastige Nasdaq 100 mit Gegenwind zu kämpfen hatte. Zukunftschancen rechnen die Anlegerinnen und Anleger sich durchaus noch aus. Um solche zu erkennen, braucht es mittlerweile aber auch konkrete Belege für einen Wachstumskurs.

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Liefern konnte eben solche der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin (US5398301094) mit seinen jüngsten Quartalszahlen. Sehr zur Freude der Aktionäre meldete der Konzern Ergebnisse oberhalb der Analystenschätzungen. Die Umsätze legten im Jahresvergleich um elf Prozent auf 20,06 Milliarden US-Dollar zu und der Gewinn je Aktie wurde von 1,46 Dollar auf nun 7,94 Dollar katapultiert.

 

 

 

Ein um 38 Prozent auf 230,42 Milliarden Dollar gewachsener Auftragsbestand liefert deutliche Hinweise darauf, dass auch kommende Bilanzen sehr erfreulich ausfallen werden. Lockheed Martin versprüht dank der starken Zahlen Optimismus und hob die Prognose für das Gesamtjahr beträchtlich an. Der Umsatz soll nun zwischen 79,75 und 81,75 Milliarden Dollar landen. Zuvor wurden 77,5 bis 80 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Auch bei Gewinn und Cashflow gehen die Vorhersagen aufwärts. Die Anleger bedankten sich mit einem Kurssprung um 10,5 Prozent auf 568,59 Dollar.

 

Tesla im Crash-Modus?

 

Weitaus weniger zufrieden sind die Börsianer mit den Entwicklungen bei Tesla (US88160R1014). Zwar gab es auch hier sehr ordentliche Zahlen mit teils ansehnlichen Wachstumsraten zu sehen. Die Sache hat aber einen großen Haken. Aufgrund immer höherer Investitionen in KI-Infrastruktur und andere Projekte ist der Cashflow in den negativen Bereich gerutscht. Es mehren sich die Zweifel daran, dass dieser Kurs sich für Tesla am Ende auch auszahlen wird.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenImmer mehr Marktakteure scheuen mittlerweile die noch immer hohe Bewertung und gehen in die Defensive. Eingebrockt wurde der Tesla-Aktie der mieseste Handelstag seit Langem. Das Papier verlor um 14,5 Prozent an Wert und landete zu Handelsschluss bei noch 319,69 Dollar. Die Marktkapitalisierung ging auf 1,2 Billionen Dollar zurück. Das ist noch immer extrem hoch für einen Autohersteller, aber eher überschaubar für einen KI-Player, welcher dem CEO bei Erreichen bestimmter Meilensteine ein Billionengehalt in Aussicht stellt.

 

Micron: Bald wieder auf Rekordjagd?

 

Mit der Aktie von Micron (US5951121038) gehen die Bullen seit einer Weile schon etwas vorsichtiger um, wenngleich sich hier über Gewinne und Cashflow nicht einmal ansatzweise meckern lässt. Es besteht jedoch die Sorge, dass das Kartenhaus in sich zusammenfallen könnte, sobald die Nachfrage nach Arbeitsspeicher nachlässt und gleichzeitig etliche neue Kapazitäten hochgefahren werden. Nach Ansicht der Analysten der Bank of America könnten derartige Vorbehalte allerdings unbegründet sein.

Die Experten rechnen mit einer anhaltend hohen Nachfrage nach HBM-Speicher bei fürstlichen Margen für die Hersteller. Im Falle von Micron soll das ausreichen, um die Aktie wieder in neue Höhen zu befördern. Die Börsenprofis bleiben ihrer Kaufempfehlung treu und schnüren das Kursziel bei 1.550 Dollar fest. Das wäre nochmal ein deutlicher Aufschlag zum Allzeit-Hoch bei 1.255 Dollar und ausgehend vom letzten Schlusskurs bei 990,21 Dollar wird sogar ein Aufwärtspotenzial von mehr als 50 Prozent in Aussicht gestellt.

 

AMD fordert Nvidia heraus

 

AMD (US0079031078) geht ebenfalls fest davon aus, dass der KI-Boom noch lange anhalten wird. Gestern stellte der Konzern nun auch die passende Hardware näher vor, welche dem bisherigen Platzhirsch Nvidia das Fürchten lehren soll. Eine ausführliche Präsentation von Instinct MI455X soll den Anspruch des Unternehmens auf die Krone bei KI-Systemen untermauern. 24 Chip-Bausteine finden auf einem Package Platz, die von zwölf HBM4-Stapeln unterstützt werden. Zumindest auf dem Papier überholt AMD damit die Chips von Nvidia.

Angeboten wird das Ganze wahlweise in Server-Racks mit 72 MI455X-Beschleunigern. Damit kopiert AMD mehr oder minder den Ansatz des grünen Konkurrenten. Offen bleibt, ob die Kundschaft die Unterschiede auf Software-Ebene akzeptieren wird. Die Anleger sind jedoch guter Dinge. Die AMD-Aktie gab gestern an einem schwachen Handelstag zwar um über zwei Prozent nach, konnte diese Verluste nachbörslich aber wieder vollständig ausgleichen.

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Butter bei die Fische

 

Bei all diesen Entwicklungen zeigt sich immer deutlicher, dass die Risikobereitschaft der Börsianer eher abnimmt. Um die Käufer überzeugen zu können, sind jetzt einigermaßen verlässliche Aussichten auf Erfolge gefragt. Hohe Investitionen allein sorgen nicht mehr für Begeisterung, sondern zuweilen sogar für ernsthafte Sorgen. Angedeutet hat sich ein solcher Trend schon seit einer Weile. In der laufenden Berichtssaison scheint er sich weiter zu verfestigen.

 

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24.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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