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BöRSE TO GO - mit Deutsche Post, AMS und CTS Eventim

Stock-Picking als Gebot der Stunde

NTG24 - BöRSE TO GO - mit Deutsche Post, AMS und CTS Eventim

 

Guten Tag,

heute etwas später als gewohnt, aber aus gutem Grund. Denn wir haben in unserem neuem Börsenbrief Zürcher Trend einen genaueren Blick auf einige deutsche und Schweizer Unternehmen geworfen. Wenn Sie noch nicht Abonnent sind, sollten Sie unser Angebot für ein kostenloses Test-Abo nutzen. Nun zum Alltag:

 

Capitol

Bildnachweis: © Finance & Research AG

 

Die Märkte suchen nach einer Orientierung, finden jedoch nur Verwirrung an allen Ecken und Enden. Dabei spielt es keine Rolle wohin der Blick schweift, überall bestimmen Fragezeichen und unbeantwortete Fragen das Stimmungsbild. War es gestern noch Trump, ist es heute Boris Johnson der die Schlagzeilen macht – wer ist morgen an der Reihe? Es ist wenig verwunderlich das die Märkte ihre Schwierigkeiten haben die Nachrichtenlage richtig einzupreisen – der Schlagabtausch der Schlagzeilen läuft zu schnell. Die anstehende Berichtssaison könnte das Ganze auflösen, doch dafür müssen noch ein paar Wochen ins Land ziehen.

Die Stories bei den Einzelwerten sind da schon aufschlussreicher, wenn auch teils nicht minder irritierend. Ob THYSSENKRUPP, OSRAM, KLÖCKNER, VOLKSWAGEN oder FRESENIUS, es bestimmen die Unwägbarkeiten das Tagesgeschäft. Man muss schon nach Lichtblicken suchen.

Es ist aber genau dieser Mix aus Verwirrung, Angst und Unsicherheit welches die Kurse hält. Denn auch wenn die Nachrichtenflut irritiert, liefert sie keinen Grund für sinkende Kurse. Verwirrung ist nicht gleichzustellen mit Schrecken. Der bekannte Börsenspruch „climbing the wall of fear“ passt recht gut in diese Wochen. Die Frage ist, wie lange hält dieser Zustand noch an.

Neue Fakten seitens der Unternehmen werden den Fokus wieder auf das Wesentliche lenken. Damit rücken denn auch jene Aktien erneut in den Vordergrund welche in diesem Jahr zu den großen Verlieren gehören (Beispiel LUFTHANSA): möglicherweise wird 2020 das Jahr der Turnarounds.

 

DEUTSCHE POST mit Fragezeichen

 

Bei der DEUTSCHEN POST zeigt sich, dass die Anleger nicht jeden Happen mehr schlucken. Ganz grundsätzlich prognostiziert das Unternehmen, dass man bis zum Jahr 2022 den operativen Gewinn auf mindestens 5,3 Milliarden Euro steigern will. Jedoch: Das ist eine Zahl, die insgesamt etwas unter den grundsätzlichen Erwartungen der Analysten liegt. Insofern ist die Stimmung nach dieser Prognose eher verhalten bis negativ. 

Was auch unter charttechnischen Aspekten etwas diffizil wird. Denn nachdem die Aktie der DEUTSCHEN POST ihr bisheriges Allzeithoch bei gut 31 Euro vor kurzem nochmals bestätigte, sind jetzt die Signale eher auf Korrektur gestellt. Wobei hier entscheidend sein wird, wie der derzeitige Aufwärtstrend bestehen kann, der bei aktuell rund 29 Euro verläuft. Aktuell ist da sicherlich noch etwas Luft, aber insgesamt sollte hier Zurückhaltung geübt werden.

 

AMS: Gelingt der Wurf?

 

Ein absolutes Kontrastprogramm liefern derzeit die Anteilsscheine des österreichischen Halbleiterherstellers AMS. Dieser hatte bekanntlich letzte Woche noch seine Offerte für OSRAM auf 41 Euro hochgeschraubt. Die große Frage ist natürlich, ob über das Wochenende nun die großen Anleger die Chance genutzt haben, um ihre Aktien anzudienen. Ein Ergebnis erwarten wir diesbezüglich für morgen. AMS selbst hatte noch einmal betont, dass man nicht nachlegen werde. Schaut man auf den aktuellen Börsenkurs, zeigt sich hier eine klare Spekulation darauf, dass AMS am Ende doch den Zuschlag erhalten wird. Aber auch hier gilt: Die Charttechnik sollte nicht außer acht gelassen werden und das bedeutet ganz konkret, dass der bisherige Aufwärtstrend, der aktuell bei rund 40 Franken liegt, nicht durchbrochen wird.

 

CTS expandiert

 

Der Ticketverkäufer CTS EVENTIM sorgt erneut für positive Schlagzeilen. Das Unternehmen, das gerade erst in den MDAX aufgenommen wurde, hat mitgeteilt, dass man 51 % an dem russischen Entertainment-Anbieter TALENT CONCERT INTERNATIONAL übernommen hat. Finanzielle Details waren wie immer nicht zu hören. CTS selbst war bereits seit 2006 im russischen Markt tätig. Das dürfte letztlich eine sehr interessante Wachstumsperspektive geben, nachdem das ganze Thema Maut in Deutschland ja eher ein Rohrkrepierer war und es auf Jahre noch nicht absehbar ist, welche finanziellen Einflüsse das haben wird.

Die Aktie von CTS EVENTIM hat jedenfalls zuletzt einen neuen Rekordkurs bei  52,20 Euro setzen können. Hier gibt es durchaus eine ansprechende Spekulation, dass die Aktie weiter nach oben tendieren kann. Insofern würden wir CTS als spekulativen Kauf ansehen.

 

01.10.2019 - Jens Bernecker - jb@ntg24.de

 

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